Robin Blood – Neujahrsbrief 2014


Liebe Robin-Blood-Unterstützer,

wir wünschen euch nachträglich ein gutes und vor allem gesundes Neues Jahr.

2013 war ein ereignisreiches Jahr mit vielen Höhen und auch Tiefen. Wie ihr wisst, überschlugen sich im Herbst vergangenen Jahres die Ereignisse. Angefangen mit der Ausstrahlung des TV-Films „Blutgeld“, über die Internet-Petition „CDU/CSU + BAYER AG: Entschädigung der 3.000 Bluter des Medizinskandals“ bis hin zum Auftritt von Andreas in der Markus Lanz Talkshow.

Diese hohe Welle der Aufmerksamkeit in den Medien und in der Öffentlichkeit wollten wir schnellstmöglich nutzen und luden mit Unterstützung von Pastor Detlef Gause zum Presselunch am 2.12.2013 in ein Hotel in der Hamburger Innenstadt ein. Auf über hundert Einladungen reagierte jedoch kein einziger Medienvertreter. Gemeinsam mit Pastor Detlef Gause, Dr. Rüdiger Stolzenburg, langjähriger Unterstützer und Berater von Robin Blood, RA Matthias Teichner, Dieter Dengel, Regionalvertreter der DHG, Peter Bemeleit, Vater von Andreas und Unterstützer stellten wir fest, dass die Aufmerksamkeit für brisante Themen – wie der Blut-AIDS-Skandal – extrem kurzlebig ist. Vielleicht waren wir aber auch als Laien mit der Organisation einer solchen Veranstaltung überfordert, zumal wir die ungeschriebenen Regeln der Pressearbeit nicht kennen.

Umso größer ist der Dank an die Teilnehmer für ihr Kommen und unseren Austausch. Gemeinsam kamen wir überein, die Anstrengungen für eine Hepatits-Entschädigung und die Fortführung des HIV-Hilfefonds fortzusetzen und sich darüber gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.
Herzlichen Dank an jene, die uns während der Vorbereitung zum Presseempfang sehr persönliche Einblicke in ihre Lebensgeschichten gewährt sowie informative Texte zum Blut-AIDS-Skandal verfasst haben. Alle Texte verwahren wir sorgfältig in der Hoffnung, sie bei einer anderen Gelegenheit einer interessierten Öffentlichkeit zuzuführen.

Anschließend begab sich Robin Blood in die Winterpause. Neben der dringend benötigten Erholung war es an der Zeit, eine Reflektion unserer Wirkweise und eine Standortbestimmung zu halten.

Robin Blood ist ein spezielles Netzwerk. Es lebt vom Wechsel der aktiven und passiven Phasen. Erst, wenn wieder Kraft geschöpft ist, kann wieder Energie für mögliche weitere Aktivitäten erübrigt werden. Die meisten von euch kennen dieses Auf und Ab ja schon.
Andreas Aufgabenbereich umfasst die Arbeit mit dem Internet-Portal „Robin Blood“, Kontakt zu anderen Geschädigten, Kontakt zu Medien und zu Politikern. Cornelia ist für den Schriftverkehr und Aktions-Ideen zuständig. Dies betrachten wir als den Kern von Robin Blood, der durch eure Unterstützung genährt wird. Unterstützung erhalten wir auf vielen auch hier schon genannten Ebenen. Wichtig sind noch der rechtliche Beistand vor allem durch Dr. Rüdiger Stolzenburg sowie Korrektur und Rezension der Texte durch unsere Schwester und Schwägerin Susanne Michel-Stolzenburg.

Angesichts der schwierigen gesundheitlichen Lage bei Andreas, liegen seit Ende vergangenen Jahres, die politischen Aktivitäten auf Eis. Dementsprechend ruht auch die Petition. Erfreulicherweise tröpfeln immer noch einzelne Unterzeichner hinzu. Über 18.600 sind es schon:

Diese Petition stellt für uns ein wertvolles Faustpfand für die Erreichung unserer Ziele dar, besonders wegen der vielen persönlich verfassten Kommentare. Auch hat uns die Beharrlichkeit einiger Unterstützer gefreut, die nach Erhalt der vorformulierten Antwort-Mails aus den Büros von Jens Spahn und Karl Lauterbach nochmals nachhakten. Nach den Koalitionsverhandlungen gilt es mit den zuständigen Politikern wieder Kontakt aufzunehmen.

Ob jedoch die Petition in Berlin im Bundestag oder bei BAYER auf der Aktionärsversammlung übergeben wird, ist noch offen.

Derzeit wird vom KFW/Prognos eine Studie über die soziale Situation der Leistungsempfänger nach dem HIV-Hilfegesetz durchgeführt. Die Geschädigten wurden von mehreren Stellen zur Mitarbeit geradezu genötigt. Das hat unseren anfänglichen Eindruck verstärkt, dass weitere notwendige Zustiftungen vom Ergebnis der Studie abhängig gemacht werden.

Wie schon mehrfach angekündigt, wird dieses Jahr ein weiterer Spielfilm zum Thema mit dem Titel „Schmutziges Blut“ ausgestrahlt: Leider ist der genaue Ausstrahlungstermin immer noch nicht bekannt.

Nun möchten wir uns nochmal bei allen bedanken, die uns Geld für weitere Aktionen gespendet haben. Pastor Gause wird uns die entsprechenden Belege zukommen lassen. Dann können wir die Spendenquittungen ausstellen. Bekanntlich mahlen die Mühlen langsam, ganz besonders trifft das auf die der Kirche zu. Also habt bitte noch Geduld, wir bleiben dran!

WICHTIG: Neue Telefonnummer 0160 7983021

Wunderschöne Frühlingstage wünschen euch

Cornelia & Andreas

Netzwerk Robin Blood
c/o Andreas Bemeleit
Am Casinopark 3a
21465 Wentorf

rblood1Copyright © RobinBlood

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