Wenn ich – gut ausgebildet, verheiratet, 2 Kinder – auf der Flucht aus einem Land in dem Krieg herrscht wär . . .


. . . meine Frau und Kinder sowie ich selbst die Flucht über das Mittelmeer überlebt hätten unser Besitz das ist was wir auf dem Leib tragen sowie einige pers Andenken und Wäsche zum wechseln in einem kleinen Rucksack Platz hat, was würde ich mir pers wünschen . . . .

welche Voraussetzungen wären sinnvoll . . .

*

Wenn von afrikanischen Flüchtlingen die Rede ist, ist dabei oft von Armutsflüchtlingen die Rede, von Hunger und Krankheit. Afrika ist bettelarm, fast jeder zweite Schwarzafrikaner lebt unterhalb der absoluten Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar pro Tag. Wer jedoch denkt, dass die Ärmsten der Armen eines Tages vor den Toren Europas stehen, hat nicht wirklich verstanden, was absolute Armut bedeutet. Die Ärmsten der Armen schaffen es aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen noch nicht einmal, ihr Dorf oder ihre Stadt zu verlassen, geschweige denn eine Reise ins ferne Europa anzutreten. Wer die Flucht in eine bessere Zukunft ins ferne Europa wagt, gehört eher zur afrikanischen Mittelschicht, ist mobil, meist urbaner Herkunft und für afrikanische Verhältnisse sehr gut ausgebildet. Vor diesem Hintergrund von „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu sprechen und sich darüber zu echauffieren, dass einige der Flüchtlinge „sogar“ Smartphones besitzen, ist jedoch bigott. Wer von Afrika nach Europa aufbricht, der sucht vor allem eins – die Hoffnung, vielleicht doch noch ein besseres Leben zu führen. Den Ärmsten der Armen ist noch nicht einmal diese Hoffnung vergönnt. Quelle: Nachdenkseiten.de Afrikas Flüchtlinge, Afrikas Probleme und unsere Verantwortung

Ähnliches trifft auch auf die Menschen die aus Syrien und Ländern Afrika´s in denen Krieg herrscht zu die die Flucht über Land oder das Mittelmeer überlebt haben und Deutschland als ihr Ziel gewählt haben. Die meisten Menschen – Flüchtlinge aus Syrien haben die Flucht nach Jordanien 1, 5 Millionen, den Libanon 1 Million, Ägypten 140000, überlebt.

*

Dass das politische Deutschland von Menschen die auf der Flucht aus Syrien sind, von dieser Situation wie sie sich zur Zeit darstellt, überrollt wird und damit überfordert ist, hat sich in dem Maß niemand vorstellen können.

So ist die aktuelle Situation in Berlin was die Erstaufnahme und Unterbringung betrifft praktisch wie politisch völlig aus dem Ruder gelaufen:

Herr Senator Czaja: Übernehmen Sie endlich politische Verantwortung und entscheiden Sie!  – Pressemitteilung Nr. 381/2015 vom 25.08.2015

Gesundheitliche Erstversorgung immer noch nicht gelöst – Obdachlosigkeit von Geflüchteten wird hingenommen – Hilfsorganisationen haben kein Personal mehr

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke, informiert:

In den vergangenen zehn Tagen gab es zahlreiche Krisensitzungen und Koordinierungsstäbe, aber in wesentlichen Fragen, um die humanitäre Situation der Geflüchteten zu verbessern, gibt es keine Fortschritte, weil der zuständige Senator nicht an den Sitzungen teilnimmt und keine notwendigen politischen Entscheidungen trifft. Auch die Sitzung des Krisenstabes vom Montag konnte keine Entscheidungen treffen, weil der zuständige Senator wieder fehlte. Quelle: Bezirksamt Mitte – Pressemitteilung Nr. 381/2015 vom 25.08.2015

Der Pressemitteilung Nr. 381/2015 vom 25.08.2015 kann ich mich nur anschließen.

“Politik auf dem Rücken von Menschen in Not auszutragen und deren Not zu instrumentalisieren ist widerwärtig, ekelhaft und Menschenunwürdig. So etwas macht nur ein Mensch mit einer niederen Gesinnung.”

Ohne ehrenamtliche Arbeit von Berliner Bürgerinnen und Bürger, Kleidung und Gegenstände das alltäglichen Gebruachs sammeln, Listen erstellen was dringend benötigt wird, die dafür sorgen das die Menschen – Flüchtlinge mit Nahrung, Kleidung, medizinisch ( ÄrzteInnen, PflegerInnen in ihrer Freizeit) versorgen, dafür sorgen die Flüchtlinge nach der Erstanmeldung Unterkunft in Hostels, teilweise bei HelferInnen und Freunden privat bis zu deren Unterbringung in dafür vorgesehen Unterkünfte die nach dem “Königssteiner Schlüssel” verteilt werden, unterbringen bzw übernachten lassen. Und dennoch passiert es das Flüchtlinge kein Obdach finden und auf der Strasse übernachten müssen. Ohne diese freiwilligen HelferInnen die sich selbst organisiert “Moabit hilftLichtenberg hilft”   haben wäre in Berlin das Chaos perfekt.

In anderen Städten wie z.b. Hamburg, 5700 Flüchtlinge kamen im Juli nach Hamburg, ein neuer Rekord, funktioniert es besser. Unter dem Strich sind jedoch alle Städte mehr oder weniger mit der Situation überfordert. So kann eine Unterbringung in Zelten wie professionell sie auch sein mögen nur eine vorübergehende Lösung sein.

Die Unterbringung, Zuweisung einer Wohnung ist mangels entsprechendem Wohnraum nicht vorhanden. Für den sozialen Wohnungsbau ist mittlerweile das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit kurz eine “Eierlegende WollmilchSau” zuständig. An bezahlbarem Wohnraum herrscht seit Jahren Mangel.

Kampf um Wohnraum Wohin mit anerkannten Flüchtlingen?

Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Der Anteil derer, die ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen, steigt. Gleichzeitig sinkt seit Jahren der bezahlbare Wohnraum, vor allem in den Ballungszentren. Experten und Politiker warnen vor “sozialem Sprengstoff”. Quelle: Report Mainz Teil 1

“Bezahlbarer Wohnraum ist heute so knapp wie nie zuvor. Beispiel Sozialwohnungen: Innerhalb von nur zehn Jahren ist die Anzahl dieser Wohnungen dramatisch gesunken. Ein Minus von 40 Prozent.”

Matthias Günther, Wirtschaftswissenschaftler:

»Die ganzen Flüchtlinge, die im Moment in den Übergangseinrichtungen sind, in den Gemeinschaftsunterkünften, die kommen eigentlich erst nächstes Jahr so richtig auf den normalen Wohnungsmarkt. Also bei dem gegenwärtigen Bauniveau ist klar mit einer Verschärfung der Konkurrenzsituation zu rechnen.« Quelle: Report Mainz Teil 2

Wo also sollen Flüchtlinge leben, wo sollen sie wohnen? In Gemeinschaftsunterkünften wie z.b. in Heidenau?

Krawalle in Heidenau – Vorhersehbare Katastrophe

Straßenblockaden von Rechtsextremen, Brandsätze, Tränengas, mehrere Verletzte: Das ist die Bilanz der Ausschreitungen, die sich gegen die Unterbringung von Asylbewerbern in Heidenau bei Dresden. Die Stimmung in Sachsen wird immer aggressiver.  Quellenangabe: Krawalle in Heidenau und “Die Stimmung ist binnen Sekunden gekippt”

Liste von Anschlägen auf Asylbewerberheime in Deutschland. Quelle: Wikipedia

* * *

Jetzt da wir alle gesund in Deutschland angekommen sind was wünsche ich mir für meine Familie und für mich?

Das wir alle in Frieden leben können und die Schrecken des Krieges die wir in unserem Heimatland Syrien und die Angst die wir auf unserer Flucht über das Mittelmeer erfahren haben so langsam verblassen. Meine Kinder sollen so schnell wie möglich in die Schule gehen. Da unser Lebensmittelpunkt jetzt Deutschland sein wird würden meine Frau und ich so schnell es geht Deutsch lernen. Dies auch im Hinblick darauf das ich in meinem gelernten Beruf als Arzt vielleich einen Arbeitsplatz finde. Was die Unterkunft – eine Wohnung betrifft, wäre es schön wenn man uns eine Unterkunft irgendwo in einer kleinen Stadt zuweist. Doch vor allen Dingen wünsche ich mir das meine Familie gesund bleibt und ein glückliches Leben führen kann.

Welche Voraussetzungen wären sinnvoll?

Schnelle Anerkennung des Asylstatus, unbürokratisches, undogmatisches, flexibles Handeln der politischen Entscheidungsträger. Ganz besonders dann wenn die vorhandenen Gegebenheiten mit dem vorhandenen Personal nicht ausreicht um der Situation gerecht zu werden. Dazu zählt ggf der Einsatz von Ärzten ohne Grenzen sowie des THW´s die immer dann auf den Plan treten wenn Katastrophen irgendwo in der Welt stattgefunden haben. Die Situation wie sie sich in Berlin zur Zeit darstellt ist eine ebensolche Katastrophe, auch wenn dies ein Eingeständnis des Versagens der politischen EntscheidungsträgerInnen bedeuten würde.

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Wann ist ein Notstand ein “Notstand” ? (akt 4)


Definition – Begriffserklärung:

“Kommt es in einem bestimmten Gebiet aufgrund von Naturkatastrophen, Krieg, Aufruhr oder “ähnlichem” zu einer unüberschaubaren Lage, so kann der Notstand ausgerufen werden. In der Regel hat dies dann zur Folge, dass die öffentliche Gewalt auf ihre Bindung an Gesetz und Recht insoweit verzichten kann, wie sie es zur Bekämpfung des Notstandes für erforderlich hält. In den demokratischen Ländern bedeutet der Notstand in der Regel die Verkürzung des Rechtsschutzes gegen hoheitliche Maßnahmen sowie Zurückdrängung von längere Zeit in Anspruch nehmenden behördlichen oder legislativen Verfahren. ” Quelle: Wikipedia Notstand im verfassungsrechtlichen Sinne

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Intro:

Bei Bild2 und Bild3 möge man die Hindergründe “Häuser” gegen eine weiße Leinwand austauschen und auf diese ein lokales Bild einer Erdbebenregion oder eines Küstenstreifens bzw Flußdeltas nach einer Flut undoder Überschwemmungskatastrophe projizieren i.e. austauschen. Das Copyright der Fotografien © Ralph Ehrlich
Weitere Bilder findet man unter der StichwortEingabe “Lageso” bei den entsprechenden Suchmaschinen “Bilder”.

Die Idee habe ich dem Projekt von Oliviero Toscani “Razza Umana” entnommen

“Wir sind alle irgendwie Rassisten, denn wir haben Angst vor dem, was wir nicht kennen“

“Wenn ich Menschen in Israel und Palästina vor einer weißen Leinwand fotografiere, dann um sie dort rauszuholen“, meint Toscani und fragt: „Und wenn sie zu keinem Ort mehr gehören, hätten sie dann noch diese Probleme miteinander?”

Quelle: wdr.de: Der Mann der mit Werbung Politik macht.

und in einem anderen Kontext – der einer Katastrophe, eines Notstandes entsprechend angewendet um einem Jeden von uns insbesondere der Haltung und “Tun” unserer Politiker in Berlin, Bund wie Land, StadtteilRegierung “Moabit” einem Spiegel gleich vor Augen zu halten.

Einfach ausgedrückt: Wenn durch einen Notstand – eine Krise hervorgerufen durch “äußere Umstände wie Erdbeben, Überschwemmung, Flutkatastrophe, Hungersnot in einem der Länder Afrikas, Krieg verbunden mit Vertreibung oder auch die Vertreibung von Menschen wie der Tuareg aus ihrem angestammten Gebiet der “Tenere in Niger” weil Frankreich von dort 1/3 seines Uranbedarfs “fördert” (wobei wir hier schweigen) entweder ihr Leben nicht mehr aus eigener Kraft zu bewältigen in der Lage sind undoder deshalb ihr angestammtes Gebiet verlassen bzw flüchten müssen um ihr Leben zu retten, so treten innerhalb von wenigen Tagen Internationale Hilfsaktionen – Organisationen auf den Plan um den Menschen zu helfen.

Lageso1Bild 1

Lageso3Bild 2

Lageso2Bild 3

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Das politische Trauerspiel

Die Situation wie sie sich in Moabit Stichwort “Lageso” darstellt, gleicht einem Trauerspiel. Statt unbürokratischer Hilfe finden in gut klimatisierten Büros schweißtreibende Scharmützel der gewählten Volksvertreter statt. Wer Warum wann etwas macht und Warum selbst das NichtsTun beschämend ist kann man der Berliner wie auch mittlerweile der Überregionalen Presse entnehmen.

So konstatiert die Ärztekammer Berlin am 18. August 2015

Die Berliner Ärztekammer hat die Bedingungen für wartende Menschen, die meist aus ihren Ländern geflüchtet sind, vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) in Moabit als unhaltbar kritisiert.

Tagelange Wartezeiten: Campen vor dem Amt

Wegen mangelnder Kapazitäten auf dem Amt müssten die Menschen Tage auf ihre Erstaufnahme warten. Sie campten deshalb teils in der Nähe. Die Ärtzekammer und die der Kammer Angehörigen seien bereit, Hilfe zu leisten, um die humanitäre Not “unbürokratisch” zu beenden, hieß es weiter. Quelle: Ärztekammer-berlin.de

Die Zivilgesellschaft – große Teile der Bevölkerung Berlins “Moabit hilft” und “Lichtenberg hilft” helfen praktisch und unbürokratisch, während sich weiterhin die Hilfe aus dem politischen Moabit auf Worthülsen und Wortgefechte bzw Verbote des Gesundheitsamtes weil die Voraussetzungen für die Versorgung von Flüchtlingen nicht den Gesundheitlichen und entsprechenden Hygienvorschriften entsprechen, beschränkt.

7. August – Stern – “Lageso” in der Kritik Flüchtlinge müssen vor Berliner Erstanlaufstelle in der Hitze ausharren

8. August – Lageso-Flüchtlinge in Karlshorst und Moabit untergebracht “In Aleppo kann man sich nur umbringen lassen oder fliehen”

 9. August – Zeitonline – Lageso-Mitarbeiter fühlen sich in ihrer Arbeit entwertet

14. August – Der Tagesspiegel – Flüchtlinge vor dem Lageso Aus Syrien geflüchtet, obdachlos in Berlin   Zwischenhoch – Rbbonline.de – Situation vor dem Lageso verbessert sich

16. August – Der Tagesspiegel – Flüchtlingspolitik in Berlin Ab Montag helfen Profis dem Lageso

18. August – Der Tagesspiegel – Flüchtlinge in Berlin Ärztekammer kritisiert Zustände vorm Lageso

21. August – TAZ.de – Geflüchtete in Berlin – Ein Tag am Lageso – Staatsversagen: Hunderte Berliner sind eingesprungen, um Asylbewerber zu unterstützen – und gehen dabei an ihre Grenzen.

25. AugustPressemitteilung Nr. 381/2015 vom 25.08.2015Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Dr. Christian Hanke, informiert:

26. AugustGeplante Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Reinickendorf brennt

Herr Senator Czaja: Übernehmen Sie endlich politische Verantwortung und entscheiden Sie!

Macht er doch schon. Seit gestern. So hieß es am Freitag. Ab Montag den 24. August. Herr C ist ein schlechter Taschenspieler dessen billige Tricks so durchschaubar sind das man lachen könnt wenn s nicht so traurig wär. Ihm gehn die Flüchtlinge am Arsch vorbei.

Politik auf dem Rücken von Menschen in Not, Flüchtlinge, deren Not zu instrumentalisieren ist widerwärtig, ekelhaft und Menschenunwürdig. So etwas macht nur ein Mensch mit einer niederen Gesinnung.

26. August – Keine Beruhigung am LaGeSo

Diese Liste des Printmedialen  “Istzustandes” läßt sich noch um das TV Medien Angebot erweitern; inhaltlich an der Situation der Flüchtlinge im Kontext zu “Lageso” hat sich jedoch nichts geändert.

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Verteilung der Asylbewerber

“Ein Asylsuchender wird einer bestimmten Ersthilfe-Einrichtung zugeordnet. Diese “Verteilung” stützt sich auf mehrere Kriterien und wird mit Hilfe des Systems “EASY” (Erstverteilung von Asylbegehrenden) ermittelt.

“Verteilung” bedeutet, dass Asylsuchende nach bestimmten Kriterien einer Erstaufnahme-Einrichtung zugeordnet werden, die für sie zuständig ist. Bevor die Verteilung beginnen kann, muss sich der Ausländer als asylsuchend melden. Hierzu bestehen zwei Wege.” Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

In der Praxis und im Fall vom Berlin heißt dass . . . .

“. . . dass neu in Berlin ankommende Flüchtlinge aufgrund fehlender Kapazitäten beim LaGeSo über Tage nicht als Asylsuchende registriert werden und bis zu ihrer Registrierung ohne ausreichende behördliche Unterstützung ausharren müssen. Dies führt aktuell zu Obdachlosigkeit und fehlender medizinischer Versorgung der zum Teil schwer traumatisierten und kranken Flüchtlinge. Die hygienischen Bedingungen der zumeist in örtlicher Nähe zum LaGeSo campierenden und wartenden Flüchtlinge sind prekär und beispiellos. Eine Behandlung der Asylsuchenden gemäß der EU-Aufnahmerichtlinie 2013/33, die das Erkennen einer besonderen Schutzbedürftigkeit von antragstellenden Asylbewerbern verlangt, ist unter diesen Bedingungen nicht einmal mehr ansatzweise möglich.” Quelle: Pressemitteilung Berliner Ärztekammer

Bzgl der Unterkunft der Asylsuchenden gibt es mehrere Möglichkeiten: Privat, Gebäude –  NUK Notunterkünfte Karlshorst und auf Grund der schleppenden Registrierung auch Obdachlosigkeit.

Der Königssteiner Schlüssel

“Nach dem sogenannten “Königsteiner Schlüssel” wird festgelegt, wieviele Asylsuchende ein Bundesland aufnehmen muss. Dies richtet sich nach Steuereinnahmen (2/3 Anteil bei der Bewertung) und der Bevölkerungszahl (1/3 Anteil bei der Bewertung). Die Quote wird jährlich neu ermittelt. Im Jahr 2015 hat NRW die höchste Quote und Bremen die niedrigste Quote Asylsuchende aufzunehmen.” Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

In der Praxis heißt dass das z.b. eine Flüchtlingsfamilie die nicht Deutsch spricht und gemäß des Königssteiner Schlüssel z.b. irgendwo nach Land Brandenburg weiter geschickt wird das sie im ungünstigsten Fall auf sich alleine gestellt ist und sich selbst auf den Weg machen muß um den entsprechenden Bahnhof in Berlin und den Zug <-> Abfahrtszeiten <-> von Gleis xy finden muß, was auf einem Zettel steht dem ihnen nebst Ticket die Lageso in die Hand gedrückt hat.

Ohne die Hilfe, den persönlichen Einsatz vieler Freiwilliger wäre eine menschenwürdige Behandlung der Asylsuchenden nicht möglich.

Ein interessanter Artikel zum Thema der Verteilung nach dem “Königssteiner Schlüssel” Zeit.de: Flüchtlinge – Hier wohnen Deutschlands Asylbewerber

Was sich in der Theorie einfach und schlüssig anhört kommt in der Praxis einem mittleren Chaos gleich.

Angeblich soll das was das Gesetz vorschreibt, in den Zuständigkeitsbereich des Berliner Senat fällt und zum großen Teil von Freiwilligen geleistet wird in Kürze vom “Berliner Senat” übernommen werden.

Eigentlich sollte der Berliner Flughafen schon lange in Betrieb genommen sein.

*

Ironieon

Es scheint sich also um einen regional – örtlich begrenzten Notstand zu handeln, da die  Regierung – Verwaltung nicht in der Lage ist die diesem Notstand entsprechenden Schritte wie z.b. ärztliche Versorgung, Gewährleistung von hygienischen Maßnahmen, Versorgung der in diesem Gebiet lebenden Menschen mit Kleidung, Nahrung, Wasser etc pp zu gewährleisten bzw in die Wege zu leiten.

Hier wäre imo der Einsatz von Ärzten ohne Grenzen  wie auch dem örtlichen THW “Ortsverein Berlin” sinnvoll.

 Ironieoff

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Das Sovaldi “Dallas Buyers Club” Prinzip


Der Film “Dallas Buyers Club” basiert auf der Lebensgeschichte des AIDS-Patienten Ron Woodroof, der in den 1980ern nicht-genehmigte Medikamente von Mexiko nach Texas schmuggelte.”

In den USA, Australien und anderen Ländern in denen Sovaldi, das zusammen mit anderen Medikamenten zur Behandlung einer HEP C eingesetzt wird und in den USA US $ 84.000,– kostet, hat sich ein “Medikamenten Tourismus” entwickelt.

Der Inhaltsstoff  Sofosbuvir  – Handelsname Sovaldi – ist ein medizinischer Wirkstoff, der in Kombination mit anderen Arzneimitteln (Peginterferon α, Ribavirin) zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei Erwachsenen angezeigt ist. In klinischen Studien konnten bis zu 90 Prozent der betroffenen Patienten geheilt werden.

Sofosbuvir wird als ein unentbehrliches Arzneimittel in der Liste der Weltgesundheitsorganisation aufgeführt. Quelle Wikipedia

Das GILEAD über diesen “Sovaldi Tourismus” not amused ist liegt auf der Hand entgeht GILEAD doch durch diese Art des “Tourismus” Mio $ Gewinne da die “Touristen” sich erfrechen anstatt auf das teure Medikament im eigenen Land  “USA, Australien US $ 84.000 undoder Deutschland? € 48.000 der ?” zurückzugreifen, das Generika Produkt aus Indien “Preis für eine 3 monatige Behandlung US $ 1.000” zu kaufen.

GILEAD hat während des letzten Jahres mit 7 indischen Generika Herstellern Lizenz Abkommen abgeschlossen, das es diesen Firmen ermöglicht Sovaldi “3 Monate Behandlungsdauer/90Tabletten für US $ 1.000,-  dem Preis einer Tablette pro Tag in den USA” in Indien sowie in “91 Entwicklungs Länder” zu verkaufen.

Der Preis für eine 3-monatige Behandlung einer HEP C mit Sovaldi von US $ 1.000,– zielt dabei auf einen in Indien und den besagten “91 Entwicklungs Länder” stärker werdenden Mittelstand ” auf Menschen mit einer HEP C” ab, der sich diese $ 1.000,- leisten können. Dessen ungeachtet sind jedoch Menschen mit einer HEP C die nicht zu diesem “neuen Mittelstand” gehören und nicht über ein entsprechendes Einkommen verfügen um sich diese Behandlung leisten zu können, von einer Behandlung mit Sovaldi ausgeschlossen. Sie bleiben auf der Strecke.

Laut RKI sind etwa 130 – 170 Millionen Menschen chronisch mit HCV infiziert, das entspricht 2 – 3% der Weltbevölkerung.

Für Gilead rechnen sich solche “Lizenzabkommen mit den Generika Firmen in Indien zumal Gilead 7 % Lizenzgebüheren kassiert.

Das perfide an dieser Art der Großzügigkeit von GILEAD liegt darin das in den zur Zeit weltweit stattfindenden div Verhandlungen zu neuen Freihandelsabkommen mit verschiedenen Freihandelszonen (bilaterals.org -> Negotiations) der Patentschutz von Medikamente nicht nur geschützt sein wird, sondern das es Indien und ggf anderen Ländern wie z.b. Brasilien  nicht mehr möglich sein wird auf Grund eines nationalen Gesundheitsnotstandes (DOHA Abkommen) zum Schutz der Bevölkerung im Rahmen einer Zwangslizensierung bestimmte Medikamente zu einem “bezahlbaren Preis für Menschen die von einer Krankheit betroffen sind” herzustellen.

” Von daher ist die Erklärung nun auch so zu lesen, dass das TRIPS-Abkommen bestätigt und gestärkt wird. Nun heißt es, dass die Minister darin übereinstimmen, dass das TRIPS-Abkommen kein WTO-Mitglied davon abhalten sollte und tatsächlich abhält, Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu ergreifen. Sie versichern, dass TRIPS so interpretiert werden könne und solle, dass es das Recht der WTO-Mitglieder unterstütze, die öffentliche Gesundheit zu schützen und den Zugang zu Medikamenten für alle zu fördern. In dieser Perspektive versichern sie erneut, dass die WTO-Mitglieder das Recht haben, die bestehenden Regeln zu den genannten Zwecken zu nutzen. Als Teil der bestehenden Regeln wird das Recht zur Erteilung von Zwangslizenzen ausdrücklich betont, einschließlich des Rechts eines jeden Mitglieds, die Bedingungen für den Lizenznehmer selbst festzulegen. Zweitens hat jedes WTO-Mitglied das Recht, souverän
darüber zu entscheiden, unter welchen Bedingungen ein nationaler Notstand als Voraussetzung für eine Zwangslizenz vorliegt. AIDS, Tuberkulose, Malaria und andere
epidemische Krankheiten werden explizit als nationaler Notstand im Sinne von TRIPS anerkannt. ” Quelle: Die WTO Ministerkonferenz in DOHA 2001 pdf Datei,

Die Vertragspartner von Verhandlungen zu neuen Freihandelsabkommen sind idR Freihandelszonen wie die EU und Ländern wie Indien, den USA, China etc pp. Sollte ein Land innerhalb einer Freihandelszone gegen eine in den Freihandelsabkommen aufgeführte Bedingunge verstoßen haben, so besteht die Möglichkeit das Konzerne der Vertragspartner z.b. GILEAD in den USA die entsprechenden Länder der Freihandelszonen wegen dadurch entstandenem Verlust von Gewinn diesen Verlust vor einem Schiedsgericht das hinter verschlossenen Türen tagt einzuklagen.

Schiedsgerichte regeln Investor-Staat-Klagen auf der Basis von Investitionsschutzabkommen in einem “parallelen Rechtssystem”. Ist ein Staat in ein Investitionsschutzabkommen eingebunden, so kann ein Konzern gegen jede Politik im Gaststaat klagen, die das Eigentum oder geplante Gewinne aus Investitionen bedroht (und sein es wegen neuer Gesundheits- oder Umweltauflagen oder gestiegene Sozial- oder Arbeitsschutzstandards). Das Besondere ist, dass diese Streitfälle nicht im normalen Rechtssystem des Gastlandes ausgetragen werden, sondern vor internationalen Schiedsgerichten. Diese Schiedsgerichte bestehen i.d.R. aus drei von den Streitparteien ernannten Privatpersonen und tagen geheim. Quelle: Know TTIP – Schiedsgericht

Schiedsgerichte, einer der umstrittensten Teile der Abkommens. Solche Gerichte sind bisher Standard in weltweit rund 3.200 Handelsabkommen: Konzerne können Staaten verklagen, wenn sie wegen gesetzlicher Regelungen etwa zum Umweltschutz ihre Investitionen gefährdet sehen. Die Schiedsgerichte tagen und urteilen geheim und bewegen sich jenseits nationaler Rechtssysteme. So wurde Kanada verklagt, weil es Fracking zeitweise verbieten wollte, oder Deutschland wegen des Atomausstiegs. Solche Gerichte sollen nach bisherigem Stand auch Teil von TTIP werden. Quelle TAZ vom 06. Juni 2015

TTIP – der Freihandel der EU mit den USA – werde der “größte Wirtschaftsdeal der Geschichte” schwärmen Politiker: Wachstum, Wohlstand und mehr Jobs für 800 Millionen Menschen, dazu faire Regeln für die Globalisierung. Doch Kritiker warnen: Durch das TTIP werden nicht nur Verbraucher-, Umwelt- und Datenschutz dem Kapitalismus geopfert, sondern auch Grundrechte der Demokratie. Quelle: arte

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Depression: 1997 vs 2015 (akt 1)


1997 . . .

Auf Grund der Unverträglichkeit – der Nebenwirkungen meiner ersten HIV 3 er Kombi , von denen ich glaubte das Diese wenn sich mein Körper an die Medikamente gewöhnt haben verschwinden würden, wurde mir irgendwann bewußt das ich eine Depression mit all den bekannten Symptomen hatte. Neben den Hauptsymptomen wie sie hier geschildert werden kamen bei mir noch Schlafstörungen, Isolation zwecks Vermeidung von sozialen Kontakten dazu.

2015 . . .

Der Auslöser der Depression ist ähnlich wie vor 17 Jahren; ein Einschnitt in meinem Leben, den anzunehmen mir sehr schwer fällt, der mir schwer zu schaffen macht. Damals waren es die körperlichen Nebenwirkungen der ersten HIV Medikamente, die ich zu lange nahm in der Hoffnung das mein Körper Zeit nach meinem Verständnis brauchen würde bis er sich daran gewöhnen würde. Nach 6 Monaten hatte sich mein Körper nicht an diese Kombi gewöhnt.

Dieses mal ist meine derzeitige Situation die dass ich seit 1 1/2 Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen bin was eine einschneidende Veränderung in meinem Leben und ein Verlust an Lebensqualität in meinem Alltag ist.

Die Symptome sind gleich wie 1997.

Antriebsmangel, Lustlosigkeit, Schlafstörungen, Depressive Stimmungen, Niedergeschlagenheit, soziale Isolation und nächtelang Spielfilme im TV anschauen weil dies eine gute Möglichkeit ist den eigenen Zustand auszublenden “Flucht vor sich sich selbst”. Was natürlich auf Dauer nicht funktioniert, mir aber für einige Stunden “Entspannung” verschafft.

Die Pflegestufe 1 ermöglicht es mir das 2 mal pro Woche für je 2 Stunden am Tag sehr angenehme Menschen eines Pflegedienstes zu mir kommen, die für mich einkaufen gehen bzw meine Wohnung reinigen da mir Beides nicht mehr möglich ist. Telefonische Kontakte zu engen Freunden und Kommunikation mit Freunden aus sozialen Netzwerken gehören ebenso zu meinem Alltag wie Kontakt zu dem Einen oder Anderen Nachbarn zu pflegen.

Niemand sehen wollen und (s)mich gleichzeitig freuen wenn jemand kommt mit dem ich – man reden kann.

Dieses Mal kommt noch Wut über den Verlust von körperlichen Fähigkeiten, die mich in meiner Mobilität einschränken da sie zu einem Teil meiner Lebensqualität beigetragen hat dazu. Wie 1997 habe ich die Entscheidung getroffen mich erneut in eine psychosomatische Abt einer Klinik zu einem stationären Aufenthalt zu begeben. Dies in der Hoffnung auf psychische und physische Verbesserung.

Die Frage die ich mir in der letzten Zeit sehr oft stelle ist: Was wenn mir keine “nennenswerte Verbesserung” eines stationären Aufenthaltes beschieden wird? Was eine psychosomatische Behandlung der Depression betrifft, so bin ich mir sicher dass das Ergebnis Früchte tragen wird. Was aber wenn sich meine Hoffnung auf  den Aufbau von Muskelmasse in meinen Armen und Beinen nicht in dem Maß einstellt wie ich es mir wünsche sodaß ich nicht mehr auf einen Rollstuhl angewiesen sein werde? Wie gehe ich mit der Situation um wenn sich herausstellt das ich für den Rest meines Lebens auf einen Rollstuhl angewiesen sein werde?

Durch die Begleitung meines Vaters bis zu seinem Tod ist mir dieser Verlust von körperlichen Fähigkeiten als Teil des Alterungsprozeß sehr präsent.

Was zur Zeit noch dazu kommt und mir zu schaffen macht ist eine Polyneuropathie an beiden Füßen. Bis auf die letzten kleinen Zehen an beiden Füßen sind die übrigen Zehen Taub und steif. Wenn ich im Bett liege und z.B. die Bettdecke mit den Füßen anheben will dann habe ich Null Gefühl in den Zehen beider Füße. Zudem hat die Polyneuropahtie Auswirkungen auf mein Gleichgewichtssinn beim Stehen und vor allen Dingen Laufen.

Mittlerweile weiß man auf Grund von 30 jähriger Erfahrung von Menschen die mit dem HIVirus leben, das sie um 10 Jahre schneller altern als Menschen die nicht HIV + sind. Das Nachlassen der Muskelkraft im Alter und die damit einhergehenden Verluste von körperlichen Fähigkeiten und Funktionen, dieser Aspekt “des Alterns – des älter werden” ist Teil des Lebens bzw gehört zum Leben dazu. Unter diesem Aspekt betrachtet ist es unerheblich ob der Verlust vom Muskeln, der Verlust von Fähigkeiten und Körperfunktionen HIV oder Alters bedingt ist. Älter werden an sich selbst bewußt wahr zu nehmen ist alles andere als leicht. Letztendlich heißt es auch (s)mich (s)meiner Endlichkeit bewußt zu werden und sich diesem Thema zu stellen. Nicht zwangsläufig.

Zwar habe ich Hoffnung das es mir noch einmal möglich sein wird nach einer REHA zumindest “am Stock” gehen zu können, andererseits bin ich mir sehr wohl gewahr das sich diese Hoffnung auch nicht erfüllt. Das gewahr sein dessen wie etwas sein kann auch bei eigenem Dazutun beinhaltet keine Garantie dafür das es auch so eintreffen wird.  Diese Haltung bezeichnet O. C. Simonton als “Gesund”.

Ungesundes/negatives Denken:
Ich kann machen was ich will: Ich werde für den Rest meines Lebens im Rollstuhl sitzen

Positives Denken:
Nach der REHA werde ich wieder laufen können

Gesundes Denken:
Vielleicht kann ich nach der REHA wieder laufen oder auch nicht. Alles was ich tue hat darauf einen wesentlichen Einfluss. Quelle (in Abwandlung auf meine Situation) “Auf dem Weg der Besserung” .

Während meines 12 wöchigen Aufenthaltes in der psychosomatischen Abt in der Habichtswaldklinik in Kassel 1997/1998 habe ich einige Werkzeuge erhalten auf die ich Heute zurückgreifen und verwenden kann. Dennoch hilft es nur bedingt weil die Situation von heute nur Ansatzweise der von 1997 ähnelt.

*

10. Juni 2015

Das Einhalten von Terminen wie Arztbesuch oder Physio funktioniert nicht mehr. Da ich keine normale Behindertentoilette aufsuchen kann, gerate ich ca 1 Stunde bevor ich das Haus verlassen muß in Panik, da ich während eines Termin eine Toilette aufsuchen könnte. Diese “Panik” schlägt mir “buchstäblich auf den Magen ” dass ich sofort Durchfall bekomme. Das Ergebnis ist das ich dann alle Termine absage.

Nachdem ich einige Sunden im Rollstuhl sitzend in der Wohung – am PC rumwuselte sind meine Batterien leer. Auch deshalb weil wie ich finde das Sitzen im Rollstuhl völlig verkrampft, alles andere als entspannt ist. In diesem Fall lege ich mich 2,3 Stunden auf s oder ins Bet. Zum einen entspannt es meinen Körper, zum anderen tanke ich dadurch wieder meine Batterien auf. Seit einigen Wochen hat sich meine Polyneuropathie in den Füßen verschlechtert. “Füßen” deshalb weil die Polyneuropathie jetzt auch meinen linken Fuß befallen hat. Eine der Begleiterscheinungen ist Taubheit und Gefühllosigkeit in den Zehen beider Füße. Dazu kommt noch der Umstand das ich seit einiger Zeit von RLS heimgesucht bin. Dies gepaart mit nächtlichen 3 – 4 maligen Schlafunterbrechungen sind alles andere als angenehm.

* * * * *

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Frankfurt am Main – IDAHOT 17. Mai 2015 (akt 2)


PlakatIDAHOTFFM2015
Am 17. Mai 2015 fällt der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie IDAHOT auf einen Sonntag und findet bei hoffentlich angenehmen frühlingshaftenTemperaturen und viel Sonne statt. Ein wie ich finde wichtiger Tag da insbesondere Homophobie und  Transphobie in den letzten beiden Jahren stark zugenommen hat. Das Maß an Homo-und Transphobie mag von mir “gefühlt” wahrgenommen werden da ich im Netz mit vielen Menschen die der LGBTI Community angehören verbunden bin und wie ich finde Meldungen, Berichte über Angriffe und Überfälle gegenüber Homosexuelle zunehmen – genommen haben. Für jeden Einzelnen der körperlich undoder seelisch angegriffen oder verletzt wurde ist dies ein traumatisches Erlebnis das KeineR von ihnen vergißt. Das Leben nach einem Überfall ist das nicht mehr das gleiche wie vorher. Für die Gesellschaft ist es oftmals nur eine Randnotiz in den Print oder TV Medien. Umso wichtiger ist der 17. Mai geworden.

Die Initiative zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie ging von Louis-George Tin aus, der heute der französischen Sektion der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) vorsteht. Ziel des Tages war es von Beginn an, internationale Aktivitäten zu koordinieren und Respekt für Lesben und Schwule einzufordern. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, den Tag, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel zu streichen. Quelle: Wikipedia IDAHOT

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In Frankfurt am Main finden an diesem Tag mehrere Veranstaltungen statt.

11.00 Uhr – . . . . Platz an der Frankfurter Weißadlergasse

Im Rahmen einer Sonderausstellung “Ausschluß eines Schwulen – Karl Heinrich Ulrichs und das Freie Feutsche Hochstift” die vom  8. bis 25. Mai 2015 im Freien Deutschen Hochstift/Goethe Haus stattfindet,  wird am 17. Mai 2015 um 11.00 Uhr der Platz an der Frankfurter Weißadlergasse in „Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz“ umbenannt.

Ulrich Foto Copyright © Freies DeutschesHochstift/Goethe Haus

 Das Freie Deutsche Hochstift erinnert in der Ausstellung an diesen Vorgang, der im Aktenbestand des Hauses ausführlich dokumentiert ist. Ulrichs Mut wird ebenso deutlich wie sein politisches Programm, das viel von dem vorausnimmt, was über 100 Jahre später von der Schwulenbewegung durchgesetzt wurde. Volkmar Sigusch nennt Ulrichs im Titel seiner Monographie aus dem Jahr 2000 den „ersten Schwulen der Weltgeschichte“. Gestaltet wird die Ausstellung von Michael Weber (Theater Willy Praml). Pressetext hier, Flyer zur Ausstellung hier, Quelle: GoetheHaus Frankfurt

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14.00 Uhr – 17.00 Uhr – Veranstaltung des “Freundeskreis Frankfurter Engel” am Klaus Mann Platz

Auch dieses Jahr findet wie im letzten Jahr eine Veranstaltung auf dem “Klaus Mann Platz” dem Ort des “Mahnmal Homosexuellenverfolgung” statt.

engelFoto Copyright © IMV e.V.

Neben Kaffee und Kuchen wird der Tag auch dem Anlaß entsprechend gewürdigt werden. Näheres wird im Lauf der nächsten Woche bekannt gegeben bzw hier entsprechend aktualisiert werden.

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 15.00 – 15.30  – Kiss In Frankfurt am Main Hauptwache – ” Same Sex Hand Holding in Frankfurt

In diesem Jahr wird die Aktion organisiert von der Grüne Jugend Hessen (GJH) und unterstützt durch die AIDS-Hilfe Frankfurt
Zu der Aktion der Initiator Dave Watkins, England:

‘A Day In Hand’ aims to inspire and support same-sex couples who want to hold hands in public. It provides a way of changing cultural perceptions of same-sex love by showing the everyday realities of Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender (LGBT) lives. David wants to see more LGBT people living their lives publicly without shame and to the full, and believes hand-holding is a simple liberating gesture that challenges homophobia, destroys stereotypes and transforms lives. Quelle: SMKFoundation

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 17.00 Uhr – LSKH zeigt den Film “Die Schwulenheiler.

Im LesbischSchwulenKulturHaus “LSKH” in der Klingerstr. 16, Frankfurt am Main wird im Rahmen des IDAHOT 2015  der Film “Die Schwulenheiler” produziert von NDR Oda Lambrecht, Christian Deker, Jennifer Stange gezeigt. Schon bei seiner Ausstrahlung bw Aufführung wie z.b. in Tübingen in 2014 hat es heftige Reaktionen seitens “evangelikaler Christen” gegeben. Besser als ich es könnte gibt die Sendung von Panorama – Mediathek wieder was es mit dem obskuren Thema “das man Schwule oder Lesben” heilen könne auf sich hat , da es sich bei Homosexualität laut div sogenannter “Heiler” um eine “angebliche” Krankheit handelt .

Die Veranstaltung:

* Film: “Die Schwulenheiler” (NDR, 2013; ca. 30 Minuten)

* Podiumsdiskussion:
– Christian Deker, Autor des Films “Die Schwulenheiler” (Hamburg)
– Dr. Wolfgang Gern, Vorstand Diakonie Hessen
– Kai Klose, Landesvorsitzender der Grünen in Hessen
– Dr. Gisela Wolf, Psychotherapeutin (Berlin)
Moderation: Dr. Constance Ohms

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Dienstag 12. Mai Themenabend bei Arte “Homophobie in Europa” Gleiche Liebe – Falsche Liebe?

Zwei Drittel aller Homosexuellen in der EU trauen sich nicht, öffentlich Händchen zu halten, fast die Hälfte erlebt Diskriminierung, ein Fünftel sogar körperliche Gewalt. Das ist das schockierende Fazit einer Studie der EU-Grundrechtekommission vom Mai 2013. Diese Homophobie ist nicht nur ein Gefühl. Dies zeigt Peter Gerhardt in seiner Dokumentation. Quelle: Arte Themenabend 12.Mai

Jahrelang hatte es den Anschein als würde der überwiegende Teil der Gesellschaft Menschen die sich zu der LGBTI Gemeinschaft zählen tolerieren (Was nur ein Anfang sein kann) bzw akzeptieren. Dies sollte sich als ein Trugschluß herausstellen. Hinter der Metapher “Das wird man doch mal sagen dürfen” verbergen sich selbst auserkorene Intellektuelle von Rang eines “SchwurbelMeister” die ihre Homophobie offen zum Ausdruck bringen. Sie sind in meinen Augen geistige Brandstifter auf Grund deren “Mütchen” sich Viele bestätigt sehen was sich in der Zunahme von Angriffen und Überfällen auf Menschen aus der LGBTI Gemeinschaft äußert. Daher ist der 17. Mai – der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie “IDAHOT” ein wichtiges und notwendiges Datum.

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Zum Frauentag . . . Wie hungrig seid Ihr? Wie wütend seid Ihr?


Während einer Veranstaltung von HIV im Dialog 2008 sagte eine Teilnehmerin im Laufe einer Diskusion zu dem Thema “HIV im Alter” das HIV Medikamente auf den weiblichen Körper sich anders auswirken als bei Männer. Das war für mich das erste Mal das ich so etwas “Live” hörte. Seit längerem war mir bekannt das “Frauen wie auch Kinder im Kontext zu Studien von HIV Medikamenten” benachteiligt waren. Der TeilnehmerStudienSchwerpunkt lag überwiegend bei “Männer”.

Vor einigen Tagen wurde auf dem Blog der DAH ein Artikel veröffentlicht:

FRAUEN UND HIV (1) – „Ich habe nie daran gedacht, dass es HIV sein könnte“

Die Frauen würden “von Ärzten” nicht ernst genommen, so Vestergaard von Laustsen, „das ist das, was wir erleben, und das kostet Leben“.

Als Kommentare dazu füge ich einige Tweets von Michèle Meyer ein, eine der wenigen Kämpferinnen, Mutter von zwei Mädchen, und Herbergsmutter von Hunden, Katzen, und einem frechen Spatzen sowie liebende Ehefrau . . .

Michèle Meyer auf Twitter

“ich sach mal dreist:das kommt vom risikogruppen-denken meine damen&herren präventionisteninnen, politikerInnen und aerzteInnen. #HIV #frauen
“was reg ich mich auf? ignorant geht die welt zu grunde.hauptsache ihr wusstet wer wir sind und was wir brauchen. over.”
“übrigens: guckt mensch bei ahs, od bag nach, so sind #Frauen und #HIV nur ein Thema in zusammenhang mit sexwork oder migration.#think!
“i’m so sick about it.unequality, stigma, ignorance, and discrimination are the motor/drive of the epidemic.#HIV
“#Aufklärung und Prävention ist scheinbar an den Ärzten vorbei gegangen!”
“&das nach über 30 (!) jahre aids-arbeit. eigentlich himmeltraurig & peinlich.danke an die professionellen”

Grundsätzlich: Von uns Männer könnt ihr nichts erwarten. Wir haben die Welt, die politischen Systeme nach unseren Vorstellungen geprägt. Einer Welt in denen Frauen nur relativ wenig Platz eingeräumt wird. Und diesen Platz verteidigen wir. Mit Händen und Füßen. Die Rosinen sind für uns. Natürlich fallen auch für Euch ein paar Rosinen ab. Wir sind ja großzügig. Wir schmücken uns gerne mit Euch, schreiben Rollen für Euch die ihr mit Begeisterung auszufüllen wißt “Sophia Thomalla” und lassen Euch hin und wieder zu Wort kommen. Wir führen Euch vor wie Simon Smith seinen Amazing danzing Bear vorführt. Solltet Ihr es schaffen einen “Stuhl” in unserem System, in div Organisationen, Parteien, Konzernen zu ergattern, nun die “Annehmlichkeiten” die solche Stühle mit sich bringen tun ihr übriges dazu Euch in einen Wohlfühlkuschelmodus kokonartige einzulullen.

Auf HIV bezogen

HIV ist wie ein Blutsauger. Es macht kraft und antriebslos, bedingt das man resigniert. Ist man dann noch aleinerziehend und auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen, dann ist das ein 24/7 Kampf der auf Dauer ermüdet.

Siehe auch Deutsche Aids Stiftung: Frauen geraten viel öfter als Männer durch HIV/AIDS in materielle und soziale Notlagen

Michèle Meyer Twitter
“wozu gabs und gibt’s aber auch die #denverprinciples ? eben.”

DENVER – PRINZIPIEN

Erklärungen des “Advisory Committee of People with AIDS”

Wir verurteilen alle Versuche uns als “Opfer” abzustempeln, ein Ausdruck, der Scheitern impliziert. Ebenso sind wir nur manchmal “Patienten”, ein Wort, das Passivität, Hilflosigkeit und Abhängigkeit von der Fürsorge anderer suggeriert. Wir sind “Menschen mit AIDS”.

Empfehlungen an das Personal im Gesundheitswesen

  • 1. Seid offen, vor allem gegenüber Euren Patienten mit AIDS.
  • 2. Macht die Theorie, die ihr über die Ursachen von AIDS habt, deutlich und diskutiert sie mit Euren Patienten, da dies Eure Behandlungsmethoden und Eure Pflege beeinflußt.
  • 3. Sprecht über Eure Gefühle bezüglich AIDS (z.B. Eure Ängste, Befürchtungen, Hoffnungen usw) und befaßt Euch nicht nur intellektuell damit.
  • 4. Setzt Euch gründlich mit Euch selbst und mit Eurer Haltung gegenüber AIDS auseinander.
  • 5. Behandelt Menschen mit AIDS immer als vollwertige und selbstverantwortliche Personen. Sprecht über psychosoziale Probleme genauso wie über medizinische Fragen.
  • 6. Redet mit Menschen mit AIDS, auch über ihre Sexualität – gefühlvoll und ohne auszuweichen. Dazu braucht ihr Informationen über die Sexualität von Schwulen, besonders von Menschen mit AIDS.

Empfehlungen an alle

  • 7. Helft uns im Kampf gegen diejenigen, die uns unsere Jobs wegnehmen und uns aus unseren Wohnungen hinauswerfen wollen; gegen diejenigen die sich weigern, uns zu berühren oder uns von unseren Geliebten, unseren Freunden und Gleichgesinnten trennen wollen. Es gibt nämlich keinerlei Hinweis darauf, das AIDS durch alltägliche soziale Kontakte übertragen werden kann.
  • 8. Macht Menschen mit AIDS nicht zum Sündenbock. Gebt uns nicht die Schuld an der Epedemie. Zieht keine verallgemeinernden Schlüsse über unsere Lebensstile.

Empfehlungen an Menschen mit AIDS

  • 9. Setzt euch zusammen und wählt Eure eigenen Vertreter. Stellt Euch selbst Eure Aufgaben und entwickelt Eure eigenen Strategien. Sprecht selbst mit den Leuten, die in den Medien arbeiten.
  • 10. Macht von eurem Recht gebrauch, an allen Entscheidungsprozessen, vor allem in den Vorständen Eurer Hilfsorganisationen, mitzuwirken.
  • 11. Engagiert Euch auf allen AIDS Veranstaltungen und tut dies gleichberechtigt mit anderen Teilnehmern. Tauscht mit ihnen Erfahrungen und Erkenntnisse aus.
  • 12. Praktiziert Safer Sex, um eure Partner und Euch selbst nicht zu gefährden. Wir sind der Meinung, dass Menschen mit AIDS eine ethische Verantwortung haben, ihre potentiellen SexualpartnerInnen über ihren Gesundheitszustand zu informieren.

Rechte der Menschen mit AIDS

  • 13. Wir haben das Recht auf ein lebenswertes Dasein, auf ein gefühlsmäßig und sexuell voll befriedigendes Leben, wie jeder andere Mensch auch.
  • 14. Wir haben das Recht auf hochwertige medizinische Behandlung und qualifizierte soziale Unterstützung in jeder Hinsicht, ohne jegliche Diskriminierung aufgrund unserer sexuellen Orientierung, unseres Geschlechtes, unserer medizinischen Diagnose, des sozialen Status oder unserer ethnischen Herkunft.
  • 15. Wir haben das Recht auf Aufklärung über alle medizinischen Vorgänge und Risiken, auf Wahl oder Verweigerung einer Behandlungsmethode, auf Weigerung an wissenschaftlichen Forschungen teilzunehmen. Wir haben dieses Recht, ohne gleichzeitig riskieren zu müssen, die qualifizierte medizinische Behandlung zu verlieren. Wir haben das Recht, selbstverantwortlich Entscheidungen über unser Leben zu treffen.
  • 16. Wir haben das Recht auf Privatsphäre, auf die vertrauliche Behandlung unserer medizinischen Daten. Wir haben das Recht auf menschlichen Respekt und auf die Wahl unserer wichtigsten Kontaktpersonen.
  • 17. Wir haben das Recht, in Würde zu sterben – und zu LEBEN.

Quelle: alivenkickn

Wenn man das nicht bekommt was allen zusteht, wenn Ihr “Frauen” das nicht bekommt was Euer Recht ist dann “Holt es Euch”. Wartet nicht bis ihr es von “Männern geschaffenen Systemen, pol. Parteien, Organisationen, Konzernen, Veranstaltungen “Krumenweise huldvoll vor die Füße geworfen wird”. #Frauenquote

Auch wenn es anstrengend und kraftraubend ist, wehrt Euch. Ich weiß wovon ich spreche. Es ist überlebenswichtig wenn man sagen kann “Wir sind Mehrere”. In Zeiten in denen man am liebsten alles hinschmeisen würde, Zeiten der Mut und Kraftlosigkeit werdet ihr aufgefangen. EineR ist für dendie AndereN da. Gegenseitig spricht man sich Mut und neue Kraft zu. Sucht Euch Gleichgesinnte mit denen Ihr Euch verbündet. Es soll sogar einige Männer geben die das erkannt haben und an diesem Strang mitziehen.

Shaking the Tree

Musik und Lyrics Copyright © Peter Gabriel

Waiting your time, dreaming of a better life
Waiting your time, you’re more than just a wife
You don’t want to do what your mother has done
She has done
This is your life, this new life has begun
It’s your day – a woman’s day
It’s your day – a woman’s day

There’s nothing to gain when there’s nothing to be lost
There’s nothing to gain if you stay behind and count the cost
Make the decision that you can be who you can be
You can be
Tasting the fruit come to the Liberty Tree

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“Frankfurt gegen Rassismus” 26.01.2015 um 18.00 Uhr Römerberg – Frankfurt am Main


Ünernahme des folgenden Aufruf per paste and copy auf meinen Blog mit freundlicher Genehmigung von Jan Pasternack aus dem Team.

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Frankfurt2gegenRassismus26.Jan2015Foto Copyright © Team Frankfurter Aufruf/Impressum

Wir haben Tage erlebt, die Europa erschüttert haben. In Frankreich wurden Menschen ermordet,  weil sie Karikaturen zeichneten, weil sie für Meinungsfreiheit und Menschenrechte eintraten, weil sie Menschen schützten und weil sie Juden waren – 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz. Wir trauern um die Opfer.

Seit dem Zweiten Weltkrieg waren weltweit noch nie so viele Menschen auf der Flucht. Gerade Muslime, Juden und Christen sind Opfer von Gewalt und Vertreibung. Dies droht europäische Gesellschaften zu spalten.

Menschen fliehen nach Europa vor Krieg und politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung, vor Hunger und bitterer Armut, vor Umweltzerstörung und vor brutalen Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat. Asylrecht ist ein wichtiges und aus geschichtlichen Gründen in der Verfassung verankertes Grundrecht. Angriffe auf Grundrechte unterschreiten die Standards, nach denen wir leben wollen. Allzu oft in unserer Geschichte, als Menschen ausgegrenzt und verfolgt wurden, haben zu viele zu lange nur zugeschaut. Eine menschenwürdige Gesellschaft wird aber nur entstehen und Bestand haben, wenn ihre Mitglieder bereit sind, sie gleichberechtigt zu entwickeln und zu verteidigen.

Rassismus hat in Frankfurt keinen Platz.

Wer gegen Sozialabbau, zu niedrige Löhne oder die politischen Verhältnisse demonstrieren will, der soll dies tun. Wer aber gegen Menschen, wegen ihres Glaubens oder ihrer Herkunft demonstriert, hat kein Verständnis verdient. Seine Wut gegen die vermeintlich Schwächsten einer Gesellschaft zu richten ist beschämend. Wir stehen an der Seite derer, die diesen haltlosen und dumpfen Angriffen ausgesetzt sind. Wer bei uns Zuflucht sucht, ist in Frankfurt willkommen!

Wir verurteilen jede Gewalt, die im Namen welcher Religion auch immer über Menschen ausgeübt wird. Keine Religion rechtfertigt das Verletzen oder Töten von Menschen. Ebenso haben wir kein Verständnis für antisemitische, antiislamische oder christenfeindliche Hetztiraden. Rassismus hat in unserer Stadt Frankfurt und in Deutschland keinen Platz.

Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Wir bekennen uns zu den in der Verfassung festgehaltenen Grundrechten, die unabhängig von Geschlecht, Religion und Herkunft für alle Menschen gelten: vor allem zu dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit sowie zur Presse-, Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Wir bejahen ausdrücklich die Diversität der Menschen in unserer Stadt und wollen die daraus entstehenden Konflikte im Rahmen der Rechtstaatlichkeit gemeinsam lösen.

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