„Würde im Alter mit Heimvorteil“ – Sterbebegleitung . . .


Ließt man sich die Kurzbeschreibungen der div Pflegeheime auf dieser Seite durch, so findet man bei einigen Heimen unter „Bewohner Betreuung“ den Begriff der „Sterbebegleitung“. Bei näherer Betrachtung des entsprechenden Internetauftritt der entsprechenden Pflegeheime sucht man vergebens nach der Art und Weise wie Bewohner*Innen in einem Pflegeheim (dies dürfte von wenigen Ausnahmen abgesehen für alle Pflegeheime in der BRD zutreffen) während ihres Sterbeprozeß begleitet werden.
 
Vieles wird in den jeweiligen Internetauftritten der Pflegeheime erklärt, hervorgehoben bzw. betont. Warum wird kein Wort über das „Wie“ das Begleiten eines Menschen der im Sterben liegt verloren?

Den Königsweg einer „Sterbebegleitung“ gibt es nicht. Sie ist privat und individuell. Das steht außer Frage.

In der Sterbebegleitung geht es darum, Menschen in den letzten Wochen vor ihrem Tod beizustehen, sie zu trösten und rücksichtsvoll zu betreuen. Menschen jeden Lebensalters – das gilt für Kinder ebenso wie für alte Menschen, ihre Familien und die ihnen Nahestehenden – benötigen in der letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung. Quelle: Wikipedia Sterbebegleitung

*
Am 28.8.2012 wurde das Grundsatzpapier „Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen im hohen Lebensalter in Pflegeeinrichtungen“ auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Quelle: Deutscher Hospitz und Palliativverband e.V.

*

Meinem Vater wurde der Segen zu Teil zu Hause im Kreis seiner Familie sterben zu dürfen. Seine Familie bestand aus meiner Mutter und mir seinem Sohn. „Zu Hause Sterben zu dürfen“ ist ein Glück und heute 16 Jahre später ein Segen. Glück weil die Zahlen von Menschen die in einem Pflegeheim im Jahr 2020 leben und möglicherweise auch sterben bei bis zu 2,9 Millionen Menschen betragen könnten. 
Segen weil die Begleitung meines Vaters bei seinem Sterben für mich ein Segen war. Ihn bei seinem Sterben begleiten zu dürfen erfüllt mich heute immer wenn ich sein Bild in meinem Altar in dem Zimmer des Pflegeheimes in dem ich jetzt lebe betrachte mit Dankbarkeit.

© Wolfgang Kirsch

Die letzten Wochen meines Vaters vor seinem Tod waren von Weinen und Rufen nach Hilfe geprägt. Stundenlang saß meine Mutter an seiner Seite, hielt seine Hand. „Ich bin bei Dir“ sagte sie zu ihm. „Du brauchst keine Angst zu haben. Es ist alles gut so wie es ist“.

In der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember 2001 ist mein Vater friedlich im Schlaf gestorben.

*

In dem Wohnbereich in dem ich lebe liegen immer wieder Bewohner*Innen im Sterben. Dies gehört zum Alltag in jedem Pflegeheim. Wenn ich in meinem Pflegestuhl unterwegs bin höre ich oft ihre Rufe nach Hilfe. Das Pflegeteam begleitet Bewohner*Innen die im Sterben liegen nach besten Kräften; im Rahmen dessen was ihnen möglich ist. „Möglich“ deshalb weil die Teams in ihrer täglichen Arbeit ebenso den Bedürfnissen der übrigen Bewohner*Innen gerecht werden müssen.
Angehörige, Familie, Seelsorger*Innen, Freunde, sie begleiten – soweit möglich – ihre*n Angehörige*n, Freund*In wenn sieer im Sterben liegt.

*

Ich klage die Regierungen der letzten 30 Jahre an weil sie nichts getan haben das Menschen die ihren Lebensabend in einem Pflegeheim verbringen in „Würde alt werden und während ihres Sterbens begleitet werden“ so wie es den vielfach inflationären gebrauchten Begriff der „Christlichen Werte“ impliziert.

Im Januar 2008 wurde Claus Fussek für sein besonderes Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen. Ein Schlag ins Gesicht der Gesellschaft für die „Sterben und Tod“ immer noch ein Tabu Thema ist. Ein Schlag auch für Claus Fussek der nicht müde wird zu mahnen. Vor allen Dingen ein Schlag ins Gesicht all der politisch Verantwortlichen die nicht müde werden eine Pflegereform anzumahnen. Sie allerdings haben diesen Schlag ins Gesicht verdient. Sind letztendlich sie es die den Schwanz eingezogen haben bzw ziehen weil sie nichts weiter als Flickschusterei betrieben haben. Das was sie bis dato in die Wege gleitet haben wie z.b. die Reform der „Pflegestufen in Pflegegrade“ ist auch ein Schlag ins Gesicht von engagierten Altenpfleger*Innen weil diese „Reform“ mit einem erheblich bürokratischem zeitlichen Mehraufwand an Dokumentation für jedes Pflegeteam verbunden ist. Zeit die jedem einzelnen Pfleger*In fehlt um sich Bewohner*Innen zuzuwenden wenn diese*r der Zuwendung bedarf. Statt in qualifiziertes Pflegepersonal zu investieren werden Milliarden u.a. von Steuergelder verschwendet oder „EZB sei Dank gedruckt“ und Automobilkonzernen bzw Großbanken hinterhergeschmissen denen Anklagen wegen justitiabler Verfahren drohen.

*

Jedesmal wenn ich die Rufe nach Hilfe von Bewohner*Innen höre sage ich zu mir: 
Der Tod ist das Ende einer manchmal langen Reise. Diese Art zu sterben hat nichts mit einem „Sterben – Tod in Würde zu tun. Von „Würde im Alter“ ganz zu schweigen. „So möchte ich nicht sterben“

Advertisements
Veröffentlicht unter Abschied, Alter, Gesellschaft, Inland, Leben im Alter, Menschenrechte/Human Rights, Pflegeheim, Politik, Trauer | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Springer Verlag und HIV – Nichts dazu dazugelernt


Heute dacht ich so vor mich hin:

„Du hast lange nicht mehr die Google News zum Thema HIV aufgerufen. Schau doch mal was es so Neues gibt“.

Gesagt – Getan

Als ich die folgende Überschrift eines Artikel in der Welt vom 27. Sept. 2017 (aus dem TV Sender N24 der zum Springer Verlag gehört wird ab 18. Jan 2018 der TV Sender Welt ) las dacht ich: „Das darf doch nicht wahr sein“:

„Immunschwäche HIV-Infektionen bei Menschen ab 50 nehmen deutlich zu“

Unter Anderem bezieht sich der Autor Walter Willems von der Welt auf eine Studie die in der englisch sprachigen Ausgabe der Zeitschrift „Lanzet“ – ein Link oder die Nr der Ausgabe fehlt! – (höchstwahrscheinlich handelt es sich um diese Ausgabe/Artikel der Lanzet) veröffentlicht wurde. Eine Kernaussage ist (in der deutschen Übersetzung):

 „Das geht möglicherweise darauf zurück, dass HIV und seine Übertragung älteren Menschen weniger bewusst ist.“

Nun ja. „Ich vor 1967 geboren – weiß das es HIV gibt, weiß das ich mich mit dem Virus infizieren kann. Aber erst mal passiert es den Anderen. Nicht mir“.

Es wird vermutet das die Ursache „Mögliche Faktoren: Prostitution und Sextourismus“ sein könnten. Damit werden wieder einmal Stigma und Diskriminierung Tür und Tor geöffnet.

Das es auch anders geht: „Wir kennen die Ursachen in Deutschland letztlich nicht“, sagt die deutsche Co-Autorin Barbara Gunsenheimer-Bartmeyer vom Robert-Koch-Institut (RKI).

Zum Glück gibt es aber auch immer Jemand – Person oder Instituition – dem man den Schwarzen Peter zuschieben kann:

Der Trend zeige aber auch, dass diese Altersgruppe von „Aufklärungskampagnen“ vernachlässigt worden sei, betont sie (Tavoschi-Lanzet“.

In gleichem Maß wie die vor 1967 Geborenen älter – sexuell aktiv*er geworden sind, in gleichem Maß haben Aufklärung, Information, Wissen um HIV und HIV Medikamente zugenommen. Besonders was die Aufklärung in Schulen der heute 50+ betrifft. Die Meisten meiner Freunde die heute 50+ sind haben HIV mit all seinen Schrecken, seiner Tragödien pers. erlebt. Von wem zum Teufel spricht der Autor, die Autorin überhaupt?

Die Welt ist eine überregionale Tageszeitung die zum Springer Konzern gehört. Gerade der Springer Konzern hat in den „Anfangsjahren von HIV in Deutschland in einer Art und Weise über das Thema HIV berichtet“ die bewirkten das nicht wenige „Ältere Menschen mit HIV die der LGBTI Community angehören bzw Teil sind bis heute „traumatisiert sind“.

So heißt es im Spiegel vom Juni 1983 „Homosexuellen Seuche – AIDS . . . „. Im Nov 1984 schreibt der Spiegel „Die Seuche bricht aus dem Schwulen-Getto aus“.

Ich will es bei diesen Ergüssen belassen. Die damalige „journalistische Recherche“ vor allen Dinge die „Ausdrucksweise und der Tenor“ war und ist nach wie vor „oberflächlich“ um es höflich zu formulieren. Ein Tenor der jedoch immer noch bzw wieder verstärkt zu Stigma und Diskriminierung beiträgt.

Die heutigen 50+ wurden vor 1967 geboren. Als HIV Thema in Deutschland wurde (1982 – 1990) waren sie 15 Jahre und älter. Spätestens ab 1990 war Aufklärung zum Thema „Schutz vor HIV“  kein Thema mehr. Wenn man – Wer zu dieser Zeit „HIV nicht auf dem Schirm hatte“ der muß imho damals völlig verpeilt gewesen sein.

Allerdings gab es auch nicht Wenige die glaubten das „je weiter man von Deutschland entfernt <-> im Urlaub war, umso geringer war die Wahrscheinlichkeit sich mit dem HIVirus zu infizieren“. Wie sich herausstellen sollte traf dies besonders auf heterosexuelle Urlauber*Innen zu.

So gab es politische Überlegungen – sie standen im Kontext zu den Ängsten der Menschen der Gesellschaft bzgl HIV, der Unkenntnis über HIV weil man bzgl des Wissen medizinisch am Anfang stand und den Inhalten vieler schlecht recherchierter „journalistischer Ergüsse“ (in den USA war man uns in der BRD in dieser Hinsicht einen wenn auch kleinen Schritt voraus) -. . .

„Die Zeit von Aids-Hysterie, von Verfolgungs-Phantasien und Ausgrenzungs-Experimenten war auch die Hochzeit des CSU-Politikers Peter Gauweiler und seiner Politik, insbesondere des „Bayrischen Maßnahmen-Katalogs“. Quelle: 2Mecs Frank & Ulli

Heute schreiben wir den 1. Oktober 2017. HIV ist dank einer Vielzahl von HIV Medikamente – Kombinationen behandelbar. Mittlerweile ist es möglich das HIV-negative Menschen sich mittels einer PrEP (PräExpositionsProphylaxe) vor HIV schützen können. Das Wissen <-> die Informationen um HIV – Schutz und Erfahrung ist seit 1982 gewachsen, vorhanden und auffindbar.

„Das schlimmste an einer Krankheit <-> HIV ist nichts über eine Krankheit <-> HIV zu wissen.“

„Wissen, Information sind die Basis Stigma, Diskriminierung und Ängsten in Schach zu halten“.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf die Publizistischen Grundsätze wie sie im Pressekodex des Presserat, die die Maßstäbe hinsichtlich der Berichterstattung und des journalistischen Verhaltens festlegen, hinweisen.

 

 

Veröffentlicht unter Diskriminierung, Gesellschaft, HIV im Alltag, HIV und Alter, HIV/AIDS, Inland, International, Leben im Alter, LGBTI Community, Medien, Menschenrechte/Human Rights, Stigma | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Mir doch egal – Alltag im Pflegeheim


Aus dem Alltag des Pflege/Verwaltungspersonal im Pflegeheim

Subjektive Wahrnehmung? – Definitiv
Verallgemeinernd? – Definitv nicht
Interpretierend? – Nicht ausgeschlossen
Vom Standpunkt eines Beobachters aus? – Ja

*

Der Ladezustand der Batterie eines Personenliftes ist fast leer:„Oh die Batterie ist fast leer“

Anstelle die Batterie des Personenliftes in einer Ladestation aufzuladen wird der Liter einfach in das Bad gestellt. „Mir doch egal“ Die nächste PflegePerson die den Lifter benötigt um Bewohner*Innen mittels des Lifters aus dem Bett zu heben, kann diesen Lifter nicht benutzen und muß im Haus nach dem zweiten von 3 Personenliften suchen.
Angeblich kostet ein neuer Lifter € 10.000. Das Internet sagt anderes. „Das glaube ich nicht“ ist die Antwort. (Bewohner*Innen eines Pflegeheimes sind eben grundsätzlich nicht ernst zu nehmen.)

*

„Können wir (von einem anderen Wohnbereich) den Personenlifter haben oder braucht ihr ihn jetzt?“ „Ich bringe ihn Euch auch wieder zurück“.„Wir brauchen ihn im Moment nicht. Du kannst ihn mitnehmen. IdR wird der Lifter nicht zurückgebracht. „Mir doch egal“. In der nächsten Schicht fragt man mich ob ich weiß wo der Lifter ist. Wenn ich mitbekomme wer ihn holt weiß ich es. Ansonsten nicht. Folglich sucht das Personal einen Lifter in den übrigen Wohnbereichen des Hauses.

Statt miteinander arbeitet man gegeneinander. Die Zeit die jedeR des Pflegepersonals auf diese Art und Weise verwendet ist Zeit die dem Pflegepersonal fehlt um sich den Bewohner*Innen zuzuwenden i.e. dem eigentlichen Sinn und Zweck ihrer Arbeit.

*

Ähnliches gilt für Material wie Handtücher, Hygienemittel, Artikel zur Grundpflege etc. Man nimmt den letzten Hygieneartikel, Handtuch aus dem Bad und läßt Gott einen guten Mann sein. Auffüllen kommt in dem Wortschatz von Manchen nicht vor.  „Mir doch egal“. Ganz zu schweigen davon man das in den allmorgendlichen Teambesprechungen solches Verhalten der Kollegen*Innen thematisiert. Einige leben die Haltung „Mir doch egal“, Andere schlucken solches unkollegiale Verhalten.

*

In der Küche wäscht jemand Geschirr ohne Handschuhe mit einem Geschirrtuch. „Könnte ich bitte ein Brötchen haben?“ frage ich. „Ja“ sagte man mir. Sprachs, nahm mit der nassen Hand mit der das Geschirr gewaschen wurde, das Brötchen, steckte es in eine Plastiktüte und reichte mit die Plastiktüte. Da ist mir erst mal nix eingefallen. Das ich mir von einer solchen Person keine Mahlzeiten mehr reichen lasse liegt auf der Hand. Sollte es zu einer Aussprache – Konfrontation kommen ist die Haltung klar: „Es ist nicht wahr“!

*

In einem Pflegeheim zu wohnen heißte das man mit Menschen die den Querschnitt einer Gesellschaft repräsentieren zusammenwohnt bzw aufeinandertrifft. Das gilt für die Pflegekräfte wie für die Bewohner*Innen gleichermaßen.
Für die Bewohner*Innen gilt das man den Einen klarkommt mit Anderen nicht. Der Kontakt beschränkt sich auf in freundliches „Guten Tag“. Der Standard einer Begegnung ist freundlich.
Für das Pflegepersonal gilt neben dem respektvollen Umgang mit den Bewohner*Innen grundsätzlich eine Professionalität die eine spürbare ablehnende Haltung gegenüber demR Bewohner*In ausschließt. Diese „Professionalität“ wird leider nicht von allen Pflegekräften an den Tag gelegt. Der Eine oder die Andere aus dem Pflegeteam ist nicht in der Lage eine ablehnende Haltung gegenüber Bewohner*Innen bei der Arbeit außen vor zu lassen. Dies geht mitunter soweit das sich das in der täglichen Arbeit niederschlägt. Je nach pers „Tagesforn“ werden Routinen in der Grundpflege oberflächlich, mitunter auch grob <-> unachtsam verrichtet. Solch unprofessionelles Verhalten gipfelt dann – weil man sich persönlich angegriffen fühlt – in „moralinsauren“ Sprüchen wie z.b. „Jetzt hab ich ihnen einen heißen Pfefferminztee gebracht und sie trinken ihn nicht solange er heiß ist“.

*

IdR erfolgt der Urinbeutelwechsel bei mir wöchentlich. „Wöchentlich“ heißt nach meinem Verständnis im Rahmen des „Kathederwechsels“. Da dieser während der letzten Monate immer „Nachts“ durch den Arzt eines Bereitschaftsarztes stattgefunden hatte und der jeweilige BereitschaftsArzt*Ärztin immer einen „neuen Urinbeutel nimmt“ erfolgt der Urinbeutelwechsel an dem Tag einer Woche an dem der „nächtlichen Kathederwechsel durch den Bereitschaftsarzt stattgefunden hatte. Kommt er In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag, so erfolgt der Urinbeutelwechsel in der nächsten Woche „Donnerstags“.
„Wir wechseln aber immer Montags“. Klar wenn man Geld zum Fenster rauswerfen will.

„Warum sagen Sie nicht das der Urinbeutel gewechselt werden muß?“
Antwort: „Weil es nicht mein Job, die Aufgabe des Bewohners*In ist?“

Aber Wert darauf legen  vom Bewohner*In mit „Schwester“ angeredet zu werden“.
P.S.
Wie spricht man dann eine männliche examinierte Pflegekraft an? Bruder Martin*
Ungläubige Blicke.

Die Genderdiskussion wird in den nächsten Jahren auch in die Pflegeheime Einzug halten. Ungläubige, fragende Blicke wird die mildeste Form der Verwunderung sein.

*

Da ich seit 3 Monaten regelmäßiges Training in Pflegestuhl zwecks Stärkung meiner Muskulatur unter Anleitung von Fachpersonal einer Physiotherapiepraxis betreibe – was Erfolge zeitigt – betreibe bin ich in der Lage nachdem ich täglich mittels eines Personenlifters aus dem Bett in meinen Pflegestuhl gehoben wurde mich selbst zu waschen, rasieren und mich (T-Shirt, Oberhemd) anzukleiden. Sehr oft passiert es das Damen des Reinigungspersonals während ich mich wasche in das Zimmer in dem ich im Pflegeheim Wohnung bezogen habe, ins Bad platzen um es zu reinigen. „Kommen Sie doch bitte in 10 Minuten wieder. Dann bin ich angezogen, verlasse das Zimmer und Sie können in Ruhe das Bad und das Zimmer reinigen. Bis auf 2 Aufnahmen ist es als spreche ich mit einer Wand. „Ich bin alleine. Muß bis XX Uhr auch noch den X Stock reinigen.“ Kein Funken Respekt gegenüber meiner Würde. Ganz zu schweigen davon das sie keiner Argumentation“Wie würden Sie zu Hause reagieren wenn die Reinigungskraft die Sie zum reinigen Ihrer Wohnung ihr Bad reinigen möchten während Sie sich waschen?) zugänglich sind.

Es gibt nicht genügend Reinigungspersonal. Dies ist eine unumstößliche Tatsache.

Verwaltung: „Mir doch egal“. Hauptsache wir schreiben in unserer Bilanz – Gewinn/Verlust schwarze Zahlen.

*

Die Verpflegungspauschale für Nahrungsmittel pro Tag beträgt € 10,03. Nach Abzug der Personalkosten bleibt ca. ein Rest von € 5,40 für Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen und Abendessen. Was das über die Qualität der Nahrung (TK, Convenience Produkte minderer Qualität etc) betrifft liegt auf der Hand. Fast alle Pflegeheime haben Verpflegungspauschalen zwischen € 12,— und € 16,—.

Verwaltung: „Mir doch egal“. Hauptsache wir schreiben in unserer Bilanz – Gewinn/Verlust Bilanz – schwarze Zahlen.

*

Das Pflegeheim in dem ich wohne ist eines der teuersten Pflegeheime in Frankfurt.

*

Pflegeheime arbeiten Gewinnorientiert. Das zunehmend Pflegeheime zum Zweck der Kapitalanlage/Finanzinvestition verkauft werden ist kein Geheimnis. Pflegeheime inklusive all dessen was dazu gehört wie Catering, Hilfsmittel, Pharmaindustrie ist der Markt der Zukunft mit der größten und sichersten Rendite.

Veröffentlicht unter Abschied, Alter, Gesellschaft, Inland, Leben im Alter, Pflegeheim, Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

„Neue Besen kehren gut“ . . .


. . . so sagt der Volksmund

*

Da ich geschlafen hatte, habe ich den üblichen Rundgang des Nachtdienstes verschlafen. Irgendwann später bin ich aufgewacht, klingelte weil ich der Meinung war das mein Urinbeutel geleert werden müßte. Auf Grund meines Klingelns kam er – die neue Pflegehilfskraft – in seiner ersten Nacht hereingestürmt wie ein Panzer. Von 1/2 Schlaftablette die ich zum Einschlafen nehme war ich halbwach. Ohne sich vorzustellen schob er den Nachttisch zur Seite, stellte fest das sich in dem Urinbeutel nur wenig Urin befand und war stinksauer “ Der ist ja leer“ schnaubte er und stürmte wie ne Dampfwalze aus meinem Zimmer. Jetzt war ich hellwach. „Ich hab auch nur zum Spaß geklingelt. Schöne Nacht noch.“ Gab ich ihm auf den Weg.

Am 20. August gegen 5.30 bin ich wach geworden weil ich Durst hatte. Wenn ich schlafe rutsche ich im Bett immer etwas in Richtung Bettende. Ich ware gerade dabei mich zum Kopfanfang des Bettes hochzuziehen als besagter „Neuer Besen“ in mein Zimmer hereinfegte. Mit einem donnnerndem „Guten Morgen“ kam er ans Bett, griff an meine Einlage. Vielleicht glaubte er etwas verloren zu haben und meinte er würde es dort finden was allerdings nicht der Fall war. Er schob den Nachtisch zur Seite stürmte ins Bad um die Schüssel für den Urin zu holen. Weil wenig Urin in dem Beutel war sagte ich „das es sich nicht lohnen würde ihn zu entleeren“. Das hat ihn alles nicht interessiert. Es ist seine Pflicht den Beutel zu entleeren also entleert er ihn. #Basta Und die Bewohner*Innen – in dem Fall ich den er weil ich wach war „nur um etwas zu trinken“ mit einem donnerndem Guten Morgen zu beglücken.

Ich bat ihn den Nachttisch wieder so hinzustellen – Rückenlage und aus eigener Kraft nicht mobil“ sodas ich ihn erreiche. Im Grunde genommen den Nachttisch wieder so hinzustellen wie er stand als er mein Zimmer betrat. Alles was es dazu benötigt ist etwas das man gemeinhin als „Wahrnehmung“ bezeichnet. Doch anstelle der Wahrnehmung lief bei ihm das 0815 Programm ab. Einer lärmenden schnaubenden Dampfwalze aus der Zeit von 1873 knallte er mir mit einem Spruch „Dann machen sie´s doch selber“ den Nachttisch ans Bett und verließ wütend mein Zimmer.

Er gehört zu der Gattung Pflegehilfskräfte die meinen das alle Bewohner*Innen eines Pflegeheimes #GAGA sind. Vor allen Dingen müßte man Ihnen Dankbar sein das es Menschen wie ihn gibt. Menschen die andere Menschen – Bewohner*Innen eines #Pflegeheim von oben herab behandelten. So als wären wir „die Bewohner*Innen eines Pflegeheim“ „Menschen 2er Klasse“.

„Neue Besen kehren gut“ so sagt man. Die Stadt sucht immer wieder ungehobelte grobschlächtige, unsensible Grobmotoriker mit einem Defizit an Empathie zum säubern der Strassen und Bürgersteige (Damit möchte ich nicht die Arbeit des Personals der städtischen Reinigungskräfte herabwürdigen. Im Gegenteil. Es spiegelt – das gebe ich gerne zu – den Inhalt einer Schublade von mir wieder).  Zudem ist die Bezahlung besser als der Nachtdienst in einem #Pflegeheim.

*

In der Nacht gab es ein interessantes Gespräch.

Tenor: Es steht Aussage gegen Aussage.
Eine der üblichen Formulierungen wenn ein Unbeteiligter*E per se Partei von vorn herein Partei (weil sie z.b. der Vorgesetzt ist) für eine Person ergreift. Man selbst hat dann keine Chance. Beliebtes Muster vor Gericht im Kontext zwischen Instituitionen z.b. Polizei und Einzelpersonen.

Tenor: Ich habe gelernt das man das so und so macht . . .

Es ist diese Haltung die zum Ausdruck bringt das „alle“ Bewohneriner*Innen per se auf Hilfe angewiesen sind. Den Bewohner*Innen wird von vornherein unterstellt das sie in jedem Bereich ihres Alltages hilflos somit auf Hilfe angewiesen sind. Eine Differenzierung ist von vornherein ausgeschlossen. Auf die Idee das Bewohner*Innen möglicherweise in bestimmten Aspekten ihres Alltages „Selbstständig“ in Denken und Handeln sind kommt man nicht. Ganz zu schweigen von Würde im Zusammenhang mit Selbständig sein. „Bewohner*Innen sind hilflos und auf uns „Pfleger*Innen angewiesen.

*

Was mir immer wieder begegnet ist eine Haltung von Einigen des Pflegepersonals gegenüber Bewohneriner*Innen und auch ihren Kollegen*Innen die ich erschreckend finde weil sie ein Mangel an Würde und Respekt offenbart. Ich schwanke an deren Haltung zwischen „Besser Wisser“ oder schlicht und einfach „Überheblichkeit in Person“.

Da ich aus eigene Kraft nicht aufstehen kann werde ich mittels eines Lifters aus dem Bett -> in den Rollstuhl und zurück „geliftet“. Da ich täglich einige Stunden im Rollstuhl verbringe steht der Lifter bei mir im Bad. Hier im Pflegeheim gibt es 5 Wohnbereiche = 5 Etagen. Leider gibt im gesamten Pflegeheim nur 2 – in Worten „Zwei“ – dieser Lifter. Und das obwohl es a) viele Bewohner*Innen gibt die auf ihn angewiesen sind und b) besagte Personenlifter nicht die Welt kosten. Um die € 1.400 – 1.500.

Pfleger eines anderen Wohnbereiches:
Guten Morgen. Wir benötigen Ihren Lifter.
Kein Problem. Sind Sie bitte nur so nett und bringen ihn wieder zurück. Ich – wir benötigen ihn später.
Klar mach ich.

Natürlich hat er ihn nicht zurückgebracht. Nur Wenige bringen ihn tatsächlich zurück. Da ich wußte auf in welchem Wohnbereich er arbeitet bin ich einige Stunden später in diesen Wohnbereich gefahren. Als er mich sah hat er eine Bewohnerin auf ihr Zimmer begleitet . . . über einen Ausgang wo er nicht an mir vorbei mußte. Nach 10 Minuten – es war Ende der Übergabe kam er mir in Freizeitkleidung entgegen.

Hey sagte ich freundlich grinsend zu Ihm. In diesem Dress Style können Sie den Lifter auch zu unsmir auf den Wohnbereich bringen.
Ich hab jetzt Feierabend, sagte er.
Macht mir nix aus sagte ich.
Mir doch egal. Sprachs und ging in den „Feierabend“.

Ihn werde morgen mal fragen ob er sich dessen bewußt ist das er mit seinem Verhalten seinen Kollegen*In vor die Füße kotzt. Als ich ihn anderntags darauf angesprochen habe, blies er als Reaktion seine Backen auf.

Zum einen bringt dies eine Haltung zum Ausdruck das ihm Bewohner*Innen im Grunde genommen egal sind. Zum anderen – und das schnallt die Blitzbirne nicht – rennt er und seine Kollegen*Innen wenn er einen Lifter benötigt durch alle Wohnbereiche weil derdie Anderen nicht wissen wo ein Lifter ist wenn er nicht bei mir im Bad ist. D.h. er wie auch seine Kollegen*Innen machen sich gegenseitig das Leben schwer. Insbesonders da keineR demder Anderen bescheid sagt wo er ist. Ergebnis: JedeR hat n Hals.

Ähnliches gilt für den Akku. Wenn der Akku eines Lifters fast leer ist dann wird der Akku nicht in eine Ladestation (auf jedem Wohnbereich) angeschlossen sondern man nimmt sich einen anderen Lifter dessen Akku voll ist.

Statt Miteinander arbeitet man Gegeneinander. JedeR hat Hals ist jedoch unfähig oder nicht willens die Ursachen zu ändern.

*

Ich befürchte das die Qualität der zukünftigen Pflegehilfskräfte von erheblichen Defiziten geprägt sein wird. Dies betrifft die Haltung gegenüber Menschen die auf Hilfe von Pflegekräften angewiesen sein werden wie auch was das Thema Empathie betrifft.

* * * * *

Weitere/ähnliche Beiträge zu diesem Thema

Veröffentlicht unter Allgemeines, Alter, Diskriminierung, Gesellschaft, Inland, Leben im Alter, Menschenrechte/Human Rights, Pflegeheim, Politik | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Warten auf Godot 2.0 – Pflegeheim 2017


Warten auf Godot

Über das Schauspiel „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett das in der Spielzeit  2015/2016 vom Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus aufgeführt wurde heißt es unter anderem im Programmheft:

Eine Straße, ein Baum. Schon lange stehen Wladimir und Estragon hier und warten. Warten auf Godot. Von dem niemand weiß, wer er ist. Oder ob er jemals kommt. Doch eigentlich tut das nichts zur Sache. Denn längst ist die Zeit stehen geblieben. Zur Sache tut nur eins: Was um alles in der Welt unternehmen Wladimir und Estragon, um sich die Zeit zu vertreiben? Quelle: Programmheft „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett, Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus

*

Fazit nach 1 Jahr Aufenthalt in dem Pflegeheim meiner Wahl: Auf Grund meiner gegenwärtigen Gemütsverfassung wird dieses Fazit sehr subjektiv ausfallen.

Zwischenspiel

Über Spielereien, Clownereien, Amüsement und Ablenkung oder „Wie war das, damals, als ich noch in meiner Wohnung lebte . . . ?“

Ich stand mit den Jahreszeiten auf, erledigte meine Morgentoilette, kochte mir eine Tasse Kaffe und genoß sie am PC. Diese Zeit, dieses „in den Tag heineinkommen“ Procedere war mir wichtig. „Ungestört in den Tag hineinzukommen“

2 mal wöchentlich kam ein ambulanter Pflegedienst zu mir nach Hause. Die „Aufrechterhaltung sozialer Kontakte“ Kommunikation mit den betreffenden Personen des ambulanten Pflegedienste war ein Aspekt neben der Tätigkeit der vertraglich festgelegten Arbeiten. Pro Woche waren dies je 2 Std zum gründlichen säubern – Boden und Kacheln im Bad naß feudeln und Staub auf Schränken in meiner Wohnung i.e. an den Stellen die ich nicht erreichte wischen sowie 2 Std für den wöchentlichen Einkauf.

Danach habe ich mir mein Mittagessen zubereitet i.e. geschnibbelt, gemischt, gekocht. Anschließend erfolgte wie es sich für einen allein lebenden Mann geziemt der Abwasch von Topf, Pfanne, Gerätschaften und Teller.

Zufrieden und von einer leichten Müdigkeit umwoben legte ich mich dann für 1 oder 2 Stunden auf`s. Ohr. Langeweile oder das Gefühl etwas tun zu müssen – wollen kam nie auf.

Wäsche waschen (Waschmaschine anstellen) aufhängen, Wäsche in den Wäscheschrank einräumen, die Küchenspüle sowie den Herd säubern, dies war mir der ich während der letzten 2 Jahre in meiner Wohnung schon im Rollstuhl saß möglich. Insofern war mein Alltag „strukturiert“.

Allerdings will ich nicht mir selbst gegenüber ungerecht sein. Zeit mit Freunden zu verbringen „in Kontakt zu ihnen zu sein“, eine Schale Matcha zubereiten, Nahrung für ein Essen zubereiten, fotografieren, dies hat mich mit einer inneren Zufriedenheit im Sinne von „in Balance mit mir selbst sein“ ausgefüllt.

Und hier? Im Pflegeheim?

*

Alltag 2017

Im Eingangsbereich hängen neben zahlreichen „Qualitäts Zertifizierungen div Organisationen“ Bewohner*Innenverzeichnisse je nach Wohnbereich. In dem Wohnbereich in dem ich wohne gibt es insgesamt 34 Bewohner*Innen mich eingeschlossen. Pflegepersonal: 13
Auf dem Wohnbereich in dem meine Mutter lebt, wohnen 37 Bewohner*Innen. Pflegepersonal: 17
Das Fenster des Medikamentenraumes ist seit 8 Monaten mit 12 Fotos der Geburtstagsfeier – große Tafel mit div Speisen – der Wohnbereichsleiterin mit dem auf dem Wohnbereich arbeitenden Pfleger*Innen und Pflegekräfte gepflastert.

Eine Lesart: Schaut her – Sind wir nicht ein tolles Team?
Eine Andere: Wir – das Team steht an erster Stelle. Die Bewohner*Innen sind zweitrangig.

Unterstrichen wird diese Aussage durch den folgenden Sachverhalt: Das Pflegeheim ist in 5 Wohnbereiche = Etagen aufgeteilt. 4 der 5 Wohnbereiche war mit österlichen Motiven i.e. Zweigen an denen ausgeblasene, bunt bemalte Eierschalen sowie „Osterhasen“ geschmückt. Die meisten Bewohner*Innen die dement sind haben nicht nur solche Traditionen verinnerlicht; sie finden durch diese „traditionelle Volkskunst“ aus ihrer „Welt der Demenz heraus und leben – je nach dem – für einen bestimmten Zeitraum in der Gegenwart. Sie nehmen am Alltag teil. Erinnern sich bewußt an einen Teil ihres früheren Lebens. Auf meine Frage warum der Wohnbereich in dem ich wohne nicht geschmückt ist antwortete man mir: „Es ist nicht unsere Aufgabe – die Aufgabe des Pflegeteams – den Wohnbereich zu schmücken“.

*

Die soziale Kälte ist spürbar, fast greifbar. Erdrückend. Emotionale Nähe die durch eine Kommunikation auf Augenhöhe entstehen, ja möglicherweise wachsen kann ist nicht möglich. Gewollt? Ich neige dazu dies mit einem „Ja“ zu beantworten. Zwangsläufig ergeben sich Spannungen die sofern man sie nicht herunterschluckt sich dann in einer „Konfrontation“ entladen. Natürlich gilt dies nicht für alle Bewohner*Innen des Pflegeheimes. Ca 2/3 der Bewohner*Innen sind dement. Der Grad der Demenz ist, soweit ich das als Laie in der Lage bin zu beurteilen, höchst unterschiedlich. Sie ist wie ich persönlich immer wieder erfahre auch von der Häufigkeit der die Bewohner*Innen besuchenden Freunde bzw Familienangehörige abhängig. Nicht zwangsläufig. Doch der soziale Kontakt hat einen immensen Einfluß – Wirkung auf das Wohlbefinden vieler Bewohner*Innen die an einer Demenz leiden. Ich erlebe es nicht nur mit meiner Mutter sondern mit vielen Bewohner*Innen wenn diese von Familienangehörigen besucht werden. Gemessen an der Zahl der Bewohner*Innen in dem Wohnbereich in dem ich auch lebe sind es nur Wenige. Wenn ich oder eine Freundin meine Mutter in ihrem Wohnbereich besucht, dann ist sie sehr oft „in der Gegenwart“ präsent. Auch wenn sie schweigt nimmt Sie ihre Umgebung wahr, nimmt teil am Leben.
Ein anderer Aspekt ist der Personalschlüssel. In der Frühschicht von 6.00 – 14.00 arbeiten max 6 Pflegekräfte, in der Spätschicht 3 Pflegekräfte. Dem organisatorischen Aspekt wie Pflegen, Nahrung austeilen im Speisesaal und den Zimmer der jeweiligen Bewohner*Innen, die Versorgung mit Medikamente etc ist schon ein Wunder. Gleichzeitig muß jedes Team die entsprechenden Anforderungen der „div Qualitätssiegel“ grecht werden i.e. dokumentieren was einen immensen Zeitaufwand beansprucht. Dazu kommt noch die übrige Dokumentation im Kontext der aktuellen Geschehnisse der Bewohner*Innen im Alltag.  Allein damit ist eine Pflegekraft in jeder Schicht beschäftigt. Für Kommunikation mit den Bewohner*Innen ist weder Raum noch das Personal vorhanden. Versorgung von Grundbedürfnissen und Verwaltung der Bewohner*Innen. Das ist der Alltag. Total Versagen der Gesellschaft <-> der Politik.

Das wirft mich wieder auf mich selbst zurück. Die Kommunikation mit Freunden Off und Online sind ein „wider Erwarten“ positiver Aspekt. Der Kontakt zu alten Freunden ist nach wie vor ungebrochen. Da meine Freunde über ganz Deutschland und der Schweiz verstreut wohnen findet die Kommunikation über die sozialen Netzwerke bzw auf telekommunikativem Weg statt.

Eine Frage die sich mir stellt, die immer mal mehr, mal weniger vorhanden war  ist „Habe ich nicht schon immer auf etwas gewartet? War es nicht immer so das mein Dasein von der Ambivalenz  von „Sinnlosigkeit <-> Sinnhaftigkeit“ geprägt war? Das Gefühl der inneren Leere ist seit Langem kein fremdes Gefühl für mich. Hoffnung und Hoffnungslosigkeit wechselten sich ab. Zeiten die mit „Spielereien, und Absurditäten angefüllt waren wechselten sich mit einem verstärkten Gefühl der innere Leere ab. Heute – ohne Struktur und gewohnten Alltagsspielereien- und absurditäten wird mein Dasein – mit Hoffnungslosigkeit überschwemmt. Die gegenwärtigen Spielereien, Absurditäten und die Unzulänglichkeiten, das distanzierte Verhalten des Pflegepersonals verstärken diese innere Leere sodaß ich der Wahrnehmung der „inneren Leere“ nicht entkommen kann, ihr ausgeliefert bin. Den Alltag im Pflegeheim ist mehr von Sinnentfremdung als Spielerei und Absurdität zu sehen. Selbst im Gefängnis war das Verhalten der Wärter was dem Verhalten des Pflegepersonals entspricht weit von „Spielerei, Absurdität und Clownerei entfernt. Ich wurde damals wie heute verwahrt. Damals wie heute bin ich auf mich zurückgeworfen.

Der Alltag im Pflegeheim ähnelt der durch den Krieg heraufbeschworenen Endzeitstimmungen wie sie Beckett zum Ausdruck bringt. Man kann es durchaus mit dem Gefühl eines nicht enden wollenden Zwischenzustands vergleichen. Insofern sehe ich mich mit vielen Bewohner*Innen auf der gleichen Stufe. Der Ausgang ist gewiß, die Dauer dieses Zustandes ist ungewiß. Eine Ungewißheit die gefühlt ewig anzudauern scheint.

„En attendant Godot“ – der Titel des französischen Originals – trifft den Nagel auf den Kopf: Das was während des Wartens auf Godot passiert – nicht davon, wofür sich das Warten lohnt; davon, wie man sich die Zeit vertreiben kann, mit allerlei Spielereien und Clownerien, Spuren eines längst untergegangenen Varieté und Zirkus, dessen ausrangierte Nummern Wladimir und Estragon zu letztem Amüsement und Ablenkung dienen – nicht davon, wie omnipräsent die alles verschluckende innere Leere werden kann, wenn jeder Antrieb, jedes Ziel verloren gegangen ist. Quelle: Programmheft „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett, Staatstheater Darmstadt, Kleines Haus

*

Ihre Vermählunge geben bekannt: Frau Antriebslos und Herr Mutlos

9 Monate später gab das Ehepaar Antriebs-Mutlos die Geburt ihres Kindes „Hoffnungslos“ bekannt.

*

„Warten auf Godot 2.0.“

* * * * *

Weitere/ähnliche Beiträge zu diesem Thema

 

Veröffentlicht unter Abschied, Alter, Gesellschaft, Gesundheit, Inland, Leben im Alter, Menschenrechte/Human Rights, Pflegeheim, Politik, Stigma | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Diary of „Challenges Ahead“ – Tagebuch „Die vor uns liegenden Herausforderungen annehmen“


Am 8. November 2016 ist in den USA Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden. Am 20. Januar 2017 wird er in das Amt eingeführt.

Für viele Menschen aus der LGBTI Community in den USA ist dies ein Worst Case Scenario. Die New York Times schreibt in einem Artikel vom 10. November 2016. “ Trump Victory Alarms Gay and Transgender Groups „.

Ed Wolf der seit 1983 in vielen Bereichen von HIV/AIDS tätig war und ist, Ed ist einer der Interviewpartner die in dem Dokumentarfilm “ We Were Here “ von David Weissmann mitwirkten und befragt wurden, teilt täglich auf seiner Facebook Seite in narrativer Form, seine persönlichen Gedanken und Erfahrungen, seine Ängste und Hoffnungen im Kontext zu der Wahl von Donald Trump 45. Präsident der USA, wie den „Challenges Ahead – den vor uns liegenden Herausforderungen“ zu begegnen sei.

Mit seiner freundlichen Genehmigung darf bzw werde ich seine täglichen „Gedanken“ in diesem Artikel übernehmen. Das Copyright der in den Texten erscheinenden Fotografien liegt bei © Ed Wolf. Der Artikel ist von der Creative Commons 3.0 BY-NC-ND) ausgenommen.

*  *  *

Day 1 – 8. November 2016

I can’t tell if this night is killing me or making me stronger.

„We could never learn to be brave and patient if there were only joy in the world. „Helen Keller

We’ve been through dark nights of the soul. We’ve experienced painful realities that shattered our illusions. We’ve all lost. We know what it feels like to be afraid and disappointed and angry. We also know what it’s like to take deep breaths, to comfort each other, to get some rest and wake up tomorrow knowing we will find ways to move forward.


15025681_10209185406444627_5817530205390717187_o

Day 3 – Finding this helpful today, by Norman Fischer of the Everyday Zen Foundation

I usually don’t completely believe what I think, so when Trump won the election I was, like everyone else, surprised, but not that surprised. Bodhisattvas are committed to their practice, which means to sit, to get up, and to sweep the garden — the whole world, close in and far away — every day, no matter what. They have always done this, they always will. Good times, bad times, they keep on going just the same. Bodhisattvas play the long game. They have confidence in the power of goodness over time. And they know that dark times bring out the heroic in us.

For those older among us who hold liberal and progressive political views, lets not forget we survived Nixon, Reagan, and Bush. It wasn’t pleasant but we survived. We will survive Trump. This is not to say that the policies of those presidents weren’t bad, and that they did not make any lasting impact. They were and they did. Still, we survived. We will survive Trump. As of today, we don’t really know what will happen under Trump because nothing he has said so far means much. He seems not to have much commitment to his own words.

We have been fortunate to have had eight years with a decent, intelligent, thoughtful and caring human being in the White House. This is more than we would have expected. Lets not forget that the same people who elected Obama elected Trump.

It’s OK to freak out, grieve, and vent for a while. Holds each others’ hands. Then we can get back to work, as always, for the good.

Day 4: Can’t hold no more.

Woke up with revulsion for any images of the Donald and the 10s of millions who didn’t vote. Made coffee and phone calls. So much focus and energy going outwards, so much discouragement coming in. No right way to do this, no wrong. Need to take action and feel inspired again. Here’s what some of you are doing:
1. Sending personal thank you notes to Barack, Michelle, Bernie, Hillary and Elizabeth. (Addresses below.)
2. Having a contact list of all the non-Trump senators nearby and calling them: http://www.senate.gov/senators/contact/
3. Joining the ACLU; we need them now more than ever: https://action.aclu.org/…/our-civil-liberties-are-under-att…
4. Signing the Electoral College petition to vote for Hillary:
http://www.vox.com/…/electoral-college-petition-clinton-tru…
5. Circling with friends.
6. Figuring out how to approach Trump supporters in strategic ways.

— Michelle and Barack Obama, The White House, 1600 Pennsylvania Avenue NW, Washington DC 20500
— Office of Hillary Rodham Clinton, 120 West 45th Street, Suite 2700, New York, NY 10036.
— Bernie Sanders, 1 Church St, 3rd Floor; Burlington, VT 05401
— Elizabeth Warren: 2400 JFK Federal Building, 15 New Sudbury Street, Boston, MA 02203

15016304_10209206518732421_1903638868654414836_o
Day 5
, still alive.

Experience is what we get when we don’t get what we want.

15110298_10209217387724139_598199959684349714_o
Day 6
: A Blessing from Buzz Bense . . .

As many of you know, Buzz has been ill for quite a while now. Community activist, sex positive warrior, advocate for the erotic in public spaces, gentle heart . . . he sends us this blessing:

Three Minute Blessing: A Prayer for Those Who Feel Shunned

I have walked down the street feeling invisible.
I know you have too.
I have felt inadequate and ignored.

I can see it in your eyes.
The meat market is hard —
But if I can bless you and you can allow the forces of love
and the universe to come in,
you’ll find yourself sitting in a circle
being inspired and inspiring other people.

And know that this is where you belong.

Day 7. Responding to hate.

I met a young gay man on the AIDS Unit at San Francisco General when I worked there in the 80s. He had just been diagnosed with KS lesions in his lungs and was told he had a short time to live. The medical team contacted his parents, who lived far away, and they came immediately. During a five-minute meeting with the doctor they found out their son was dying and also that he was gay. When I met the father he told me it was harder for him to find out his son was a fag than to hear that he would be dead soon. It took almost 3 weeks for their son to die; every day his parents watched as the nurses (primarily lesbians and gay men, some with AIDS themselves) continued to care for him, clean him, and lessen his pain as much as possible. I was there the morning he died. When the father stepped out of the room and saw me, he hugged me and cried and cried and cried. He was as tall as me and his grief was so vast; I remember thinking we were both going to fall down; he kept saying his boy was gone. The next day the parents returned to say good-bye. They thanked everyone for their love and care of their son. The mom took me aside and said she was going to miss me; she said, smiling, that she and her husband had talked and wished they could adopt me and bring me home with them. I kept in touch with them for a while; they started a support group for Parents of People with AIDS in their community.

Day 8. White water

“He will never be my president, we have to give him a chance, I can’t tolerate racists and homophobes, we have to engage with them, you should wear a safety pin on your pocket, take that safety pin off – what were you thinking, it’s the end of the world, it’s the beginning of the next chapter, I can’t bear to see his face or hear his voice, we have to listen and pay attention more than ever, I’m moving to Canada, now we need you more than ever.”

I was once in a raft that flipped over in a dangerous section of the Merced River outside Yosemite. There were 8 of us. Several clung to a rock until they were saved; others were helped into nearby rafts; some had safety lines tossed to them and were pulled to shore. I couldn’t get to a rock or into another raft and the safety lines couldn’t reach me; I was on my way into Quarter Mile Rapid with only a paddle. I was freezing, panicked and afraid, but I remembered what our guide had told us earlier: If you get tossed out, go with the current, your feet downstream, and use your paddle to steer. Keep your head above the white water and don’t struggle against the river; you will exhaust yourself and not be ready to swim ashore when the current slows down.

Day 9. Looking for a sign . . .

15123095_10209247448915650_7353299969414479101_o
Day 10.
What to eat when you’re still nauseous . . .

15037220_10209255399794417_2992408778089230407_n

Day 11. Paradox is the only basket large enough to carry truth.

My car got broken into recently and I lost my un-backed up computer. One of the most painful losses was all my photos, gone forever. I made a final phone call to Apple just now for assistance and met Lynne from Fresno. I told her my break-in story and she was, miraculously, able to access my stolen computer from afar and started transferring all my photos to my new lap top. While we waited for this download to finish I found out she voted for Trump. She said if Hillary had won, she would’ve been terribly disappointed, but had decided to withhold judgement for the first 100 days and she hoped I would give Donald that courtesy. I shared my concerns about his recent nominations and what they portend. She said the thing about narrow minded people is that they exist in both parties, which made me angry, even as I watched her returning 1000s of treasured photos to me.

Weiterlesen

Veröffentlicht unter A Day in the Life, Abschied, Gesellschaft, HIV/AIDS, Homosexualität, International, Lesben/Schwule/Transgender, LGBTI Community, Menschenrechte/Human Rights, Politik, Prävention/Aufklärung, Rassismus | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

(Mein) Alltag in einem Pflegeheim


Viele von uns werden ihren Lebensabend in einem Heim verbringen (müssen). Grund genug, sich früh damit auseinanderzusetzen.

Unabhängig von der Tatsache, dass ich mittlerweile 66 Jahre alt und seit Dezember 1985 nachweislich HIV-positiv bin: „Wir alle haben die Hoffnung alt zu werden und  gesund zu bleiben“.

Viele denen das Geschenk der Gesundheit im Alter versagt bleibt, leben in einer eingetragenen  Partnerschaft, einer eheähnlichen Beziehung oder sie sind verheiratet. Dabei ist es unerheblich in welcher Gender-Konstellation man zusammen lebt bzw. wohnt. Alles worauf es ankommt ist, das man sich liebt.

Einige mögen im Alter finanziell in einem Maß abgesichert sein, das es Ihnen ermöglicht zu Hause „In Würde zu altern und sterben zu können“. „In Würde zu altern“ beinhaltet unter anderem, dass das soziale Netzwerk relativ engmaschig ist, sodass im Fall der Pflege die damit verbundenen Tätigkeiten auf mehrere Schultern verteilt werden können. Familie, Freunde, ambulanter Pflegedienst, Haus- und auch Facharzt, der bei Bedarf Hausbesuche macht und, falls notwendig, die Möglichkeit eine Palliativversorgung (1) zu Hause in Anspruch zu nehmen.

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Bis 2009 war die Rechtslage im Zusammenhang mit Patientenverfügungen mangels gesetzlicher Regelung in vieler Hinsicht unklar, unsicher und von der Rechtsprechung der Gerichte geprägt.(2)

Seit 2001 hat es verschiedene Urteile des BGH gegeben. Auf Grund der fortschreitenden Entwicklungen im medizinisch-technischen Bereich gibt es immer wieder Diskussionen im Zusammenhang mit Patientenverfügungen. Eine der – meiner Meinung nach –  „besten“ Patientenverfügungen ist die unter Punkt (3), siehe Link).

Krankheiten gehören zum Leben. Sie sind Teil des Lebens. So kann es durchaus vorkommen das es aufgrund oder im Verlauf einer Erkrankung dazu kommt, dass man seine Angelegenheiten nicht mehr, wie gewohnt, selbst wahrnehmen kann oder in der Zukunft selbst wieder wird wahrnehmen können.

Sich den Themen Alter, Krankheit und Sterben zu stellen, bedarf einer Menge Mut und noch mehr Überwindung.

Viele HIV-Positive haben die Erfahrung gemacht das Krankheit und Tod nichts Abstraktes sind oder etwas, das erst mal nur andere betrifft. Ich denke da besonders an die vielen Langzeit-Überlebenden, deren Freunde*Innen, Partner*innen an HIV verstorben sind.

Insofern macht es durchaus Sinn, sich diesem Thema zu stellen. Für einander sorgen beinhaltet auch die Sorge um seine*n Partner*in im Fall das sie/er nicht mehr in der Lage ist, für sich selbst Entscheidungen zu treffen.

Grundsätzlich gilt:
Eine (auch notarielle) Vollmacht geht der gesetzlichen Betreuung vor, wenn die Angelegenheiten durch einen Bevollmächtigten ebenso gut wie durch einen Betreuer geregelt werden können. (4)

Die Basis für das eine wie das andere ist Vertrauen. Auch wenn man in einer Ehe, einer eingetragenen Partnerschaft oder einer eheähnlichen Verbindung / Beziehung lebt, kann es schwierig werden, vor allem wenn es keine Patientenverfügung, Vorsorge-Vollmacht bzw. gesetzliche Betreuung gibt (am besten notariell hinterlegt).

Ich finde es sehr traurig, wenn nach dem Ableben eines Ehepartners*in, Partner*In, liebgewonnenen Freundes*in auf einmal die „Blutsverwandtschaft“ auf der Matte steht und Dinge einfordert, nur weil sie die leiblichen Eltern oder Angehörigen sind.

Pflegeheim

Im Laufe der Jahre hat sich meine Sichtweise in Bezug auf  Krankheit und HIV verändert. Der Stellenwert von HIV ist, trotz aller Probleme wie Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit HIV, ein anderer geworden. HIV/Aids als Krankheit spielt für mich persönlich keine Rolle mehr, da Krankheiten zum Leben dazu gehören, somit ein Teil des Leben sind.

Ende 1985 wurde mir von einem Arzt der JVA Kleve zwischen Tür und Angel an den Kopf geworfen das ich HIV-positiv sei. 1996 wurden die Probleme durch das HI-Virus massiv. Seitdem nehme ich eine HIV-Therapie (5). Die Nebenwirkung der lang bestehenden HIV-Infektion und der unterschiedlichen Kombinationstherapien sowie des Alters sind Polyneuropathien (6), schlaffe Paraparese und Paraplegie (G82, 09G) und Muskelschwund in beiden Beinen und Armen, was dazu führt, dass ich seit Februar 2016 nicht mehr laufen kann.

Auf Grund einer sich ausbreitenden peripheren Neuropathie, die meine Blasenfunktion einschränkt, wurde mir zwecks Entleerung der Blase ein suprapubischer Katheder (8) gelegt.

Nach einer mehrwöchigen Krankenhausodyssee mit anschließender Kurzzeitpflege bin ich, da ambulante Pflege in meiner Wohnung nicht klappte, seit dem 6. Juni ein Bewohner eines Pflegeheimes.

Innerhalb des Magistrat von Frankfurt am Main gibt es ein „Rathaus für Senioren“ (9) das ausschließlich für die Belange von Bürger*Innen über 50 zuständig ist. Einer der Vorteile dieses „Seniorenrathaus“ ist, dass es ein „Frankfurter Forum für Altenpflege“ (10) bzw. ein Heimverzeichnis „Würde im Alter mit Heimvorteil“ online wie offline (in gebundener Ausgabe) ins Leben gerufen hat.

„Darin präsentieren sich die Altenpflegeheime der Mainstadt mit ihrem vielfältigen Angebot: vom selbständigen Wohnen mit Service bis hin zum Leben in der stationären Altenpflege.“

Meines Wissens ist Frankfurt die einzige Stadt in Deutschland, die sich des Themas „Würde im Alter“ von kommunaler Seite in dieser Art und Weise angenommen hat.

Dieses Thema hat mich zu diesem Zeitpunkt schon längere Zeit beschäftigt. In Zusammenarbeit mit der Aids-Hilfe Frankfurt fand am 11. Juli 2009 in Frankfurt am Main eine Tagesveranstaltung „Leben im Alter – In Würde alt werden“ (akt. 2) (11). Ein Ergebnis war u.a. die „Frankfurter Resolution In Würde alt werden“ (12)

Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung und Resolution lag auf Menschen aus der LGBTI Community. Es war in dieser Zeit als ich von dem „Frankfurter Programm Würde im Alter“ Kenntnis erlangte.

Anfang des Jahres 2000 wurde mir auf Antrag und mit dem Einverständnis meiner Eltern die gesetzliche Betreuung vom Amtsgericht Offenbach ausgesprochen. Der Wunsch meiner Eltern war,  bis zu ihrem Ableben in ihrem Haus leben zu können. Mein Vater verstarb 2001 in seinem Bett zu Hause. Leider zeichnete es sich ab, dass sich der Wunsch im eigenen Bett zu sterben, den auch meine Mutter hatte, nicht erfüllen würde. Es heisst, „einen alten Baum verpflanzt man nicht“, dennoch musste sie mit 85 Jahren in ein Pflegeheim umziehen.

Da ich wusste, was meine Mutter wollte – (Einzel)Zimmer mit Blick ins Grüne, ruhige Lage, kein Strassenlärm – habe ich mit ca. 50 „Pflegeheimen“ in Frankfurt, die 2012 in diesem Heimverzeichnis (10) aufgeführt waren, telefoniert.

Meine Standardfrage war: „Haben sie für eine ältere Dame von 85 Jahren ein Einzelzimmer mit Blick ins Grüne und in ruhiger Lage frei“? Auf zwölf Pflegeheime in Frankfurt trafen diese Kriterien zu. Bei den übrigen waren die Antworten alle gleich. „Nein wir sind voll belegt“ oder „Wir haben lange Wartelisten“. Während der folgenden Tage habe ich diese zwölf Pflegeheime unangemeldet besucht.  Es waren einige dabei die den Namen „Ort des Grauens“ eher verdienten als „Pflegeheim – In Würde altern“. Die einen waren innen dunkel, machten einen kasernenartigen Eindruck. In anderen schlug mir beim Öffnen der Tür eine Welle von Uringestank entgegen. Es waren letztendlich drei Heime, bei denen mir mein Bauchgefühl signalisierte „Ja das passt“. Angenehme Atmosphäre. Helle, lichtdurchflutete Räumlichkeiten. Die Farbe der Wände übte eine beruhigende Wirkung aus. Das Essen war frisch gekocht. Die Pfleger*innen waren entspannt. Sie waren freundlich und hörten zu. Attribute die ich in einigen Heimen vermisste. In diesen drei Pflegeheimen nahm man sich Zeit, führte mich durch das Haus, zeigte mir Zimmer, die frei waren.

Die Fragen, die ich zu diesem Zeitpunkt stellte, um abwägen zu können in welchem Heim meine Mutter die letzten Jahre ihres Lebens verbringen würde, stellte ich nach bestem Wissen und Gewissen sowie nach meinem damaligen Informationsstand.

Diesen Prozess des Umzuges im Alter in ein Pflegeheim habe ich auf meinem Blog unter „Leben im Alter“ (13) dokumentiert.
Seit dem 6. Juni 2016 wohne ich in dem gleichen Pflegeheim, das ich vor vier Jahren für meine Mutter ausgewählt hatte. Da ich, wie meine Mutter, auf Hilfe im Alltag angewiesen bin und meine Familie aus nur noch zwei Personen besteht – meiner Mutter und mir – fiel es mir leicht diese Entscheidung zu treffen.

Generell muss man unterscheiden zwischen „mobilen Bewohnern“,  die in der Lage sind, sich alleine anzukleiden, zu waschen, sich mittels Rollstuhl oder auf eigenen Beinen fortzubewegen und Bewohner*Innen, die Hilfe benötigen. Dieser Anteil hat in den letzten Jahren in allen Pflegeheimen erheblich zugenommen. Bewohner*Innen mit Pflegestufe 2, die bettlägerig und/oder dement sind, findet man in allen Wohnbereichen. Dies stellt erhöhte Anforderungen an jedes Pflegeheim.

Mittlerweile bin ich seit vier Monaten Bewohner des Pflegeheimes, das ich für meine Mutter ausgesucht hatte. Würde ich dieses Pflegeheim ein zweites Mal für meine Mutter
auswählen? Spontan sage ich: Nein. Nicht nach dem, wie ich den Alltag hier erlebe. Andererseits gibt es keine Alternative.

Heute würde ich andere Fragen stellen. In Fällen wie meinem der ich 24/7 auf dem Rücken im Bett liege, nicht mobil bin:

Grundpflege: Wird man jeden Tag von Kopf bis Fuß gewaschen, oder nur drei mal in der Woche?
Wie oft wird man in der Woche geduscht? (Bei Bedarf sollte Standard sein)
Wieviele Bewohner*Innen mit einer Pflegestufe 2 leben in einem Wohnbereich? Nach ihnen richtet sich der Personalschlüssel. (14)

In Baden-Württemberg sind beispielsweise folgende Personalschlüssel vorgesehen: Verhältnis Pflege- und Betreuungskräfte, davon mindestens die Hälfte Pflegefachkräfte, zu pflegebedürftigen Bewohner
Pflegestufe I: 1:3,96 bis 1:3,13
Pflegestufe II: 1:2,83 bis 1:2,23
Pflegestufe III: 1:2,08 bis 1:1,65

Für die Betreuung von pflegebedürftigen Bewohnern, die zusätzlich an Demenz leiden, gilt folgender Schlüssel:
Pflegestufe I: 1:2,38
Pflegestufe II: 1:1,70
Pflegestufe III: 1:1,25

Die Einhaltung dieser Werte werden durch die Heimaufsicht und die Medizinischen Dienste der Krankenversicherungen (MDK) überwacht. (Wobei das dem Bereich „Märchen aus dem Jahr 2016“ zuzuordnen ist da die Bewertungen sich im Durchschnitt bei 1,5 bewegen. Alles eitel Sonnenschein). Der Personalschlüssel ist in allen Bundesländer ähnlich. Erfüllt wird er nicht. Alle Pflegeheime sind, was Pflegefachkräfte betrifft, unterbesetzt.
Wie hoch ist der Personalschlüssel in der Spätschicht von 13:00 bis 20:30, an den Wochenenden? Mehr als drei Personen?
Drei Personen (Pflegefachkraft, Pflegehilfskräfte, Aushilfen, Pflegeschüler*Innen?) müssen ca 30 Personen versorgen, Tische im Speisesaal decken, Essen aus- und verteilen, Grundpflegen, zwischendurch „säubern“. Zudem nimmt die tägliche Pflegedokumentation  (15) durch das Pflegepersonal einen Großteil der Arbeitszeit ein.

Was muss dokumentiert werden?
Bei der Frage, was dokumentiert werden muss und welche Angaben nicht erforderlich sind, hilft ein Merksatz von Reinhard Lay:

„Was praxisrelevant, vergütungsrelevant, prüfungsrelevant oder juristisch erforderlich ist, wird vollständig, wahr und klar dokumentiert.“ Oder: Alles, was zur Darstellung des Befindens und des Verlaufs der Pflege notwendig erscheint, ist in der Pflegedokumentation darzustellen.

Gab es Notfälle? Jede Schicht besteht dann aus: Einer qualifizierten Fachkraft, Einer Pflegehilfskraft und einE Helfer*In FSJ oder ähnliches.

Wie hoch ist der Personalschlüssel in der Nacht? 3 – 4 Pflegekräfte für beispielsweise 145 Bewohner*Innen*  in der Nacht? Personal pro Wohnbereich, Eineinhalb Stockwerke = Wohnbereiche? Eine Pflegefachkraft? Eine Pflegehilfskraft? Aushilfe?

Die Pflegedienstleistung weiss um diese Problematik, ändert daran aber nichts. Kein Pflegeheim erfüllt den Personalschlüssel. Es fehlt an qualifizierten Fachkräften. Auch das ist jeder*m Pflegeheimleiter*In, jedem Geschäftsführer*In, dem MDK und der Heimaufsicht bekannt. Geändert wird nichts. Das Pflegepersonal ist völlig überfordert. Von Solidarität untereinander und vor allen Dingen mit uns, den Bewohner*Innen keine Spur. Viele aus den Pflegeteams sind sich ihrer Überforderung bewußt.

Wenn Ihr in den Pflegeheimen in denen ihr arbeitet Mißstände wie z.b.Personalmangel , schlechte Bezahlung oder schlechte Pflege Einzelner wahrnehmt, wenn Euch die Pflege und die Würde der Bewohner*Innen wirklich am Herzen liegt warum seid ihr nicht untereinander solidarisch und fordert von der Pflegeverwaltung – PDL, Heimleitung – Geschäftsführung das mehr Personal eingestellt wird, ihr besser bezahlt werdet und einzelnen Personen gekündigt wird? Solange ihr untereinander nicht solidarisch seid, ihr die Argumentation eurer „Vorgesetzten versteht“ seid ihr Täter. Macht Euch diese Karte „Täter“ zu eigen. Ihr seid für die Zustände in den Pflegeheimen in denen ihr arbeitet verantwortlich. Niemand sonst. „Wer schweigt und sich nicht wehrt, stimmt den Zuständen zu.“ Also hört auf zu jammern wie schlecht alles ist, das es zu wenig Personal gibt und kommt endlich in die Gänge. Seid mutig und solidarisiert Euch.

Ein anderer Aspekt ist die Online-Präsentation vieler Pflegeheime. Schön klingende leere Worte. Nichtssagend, Allgemeinplätze die, wenn man um die Inhalte weiss, einen Personalstand erfordern, der schlicht und einfach nicht gewollt ist. Transparenz ist ein unbekanntes Wort.

Soweit mir bekannt, verfügt kein Pflegeheim über „Internetanschluss in den Zimmern der Bewohner*Innen. Alle Pflegeheime haben in der Verwaltung Onlinezugang. Die Möglichkeit, dass Bewohner online Kontakt zur „Aussenwelt“ aufnehmen, muss viele Pflegeheimleiter*Innen in Angst und Schrecken versetzen. Zudem herrschen oftmals in den Köpfen Bilder über Pflegeheimbewohner*-Innen aus dem letzten Jahrhundert. Wer in einem Pflegeheim wohnt, muss senil sein – hat von dem ganzen IT Kram eh keine Ahnung. #Neuland

Auf die Frage wer aus dem Pflegeteam in diesem Heim wohnen möchte, eine klare Antwort: Nicht ein*e Einzige*r würden in einem der drei Pflegeheime, die ich kenne, ihr „Leben im Alter“ verbringen wollen.

Gemessen daran, was ich in anderen Pflegeheimen während meiner Kurzzeit- und Verhinderungspflege erfahren habe, gehört das Pflegeheim in dem ich jetzt lebe zu den „besseren“ Heimen. Die Anzahl der qualifizierten Pflegerinnen (drei Jahre Ausbildung) in jedem der fünf Wohnbereichen ist hoch. Zu einigen von Ihnen entwickelt sich so etwas wie eine Beziehung.
Mit Ausnahmen, die man an einer Hand abzählen kann, wird kein Pflegeheim in Frankfurt dem Anspruch, den das „Frankfurter Programm Würde im Alter“ hat, tatsächlich gerecht.

Die ersten Wochen waren heftig für mich. Es hat eine Weile gedauert, bis sich zwischen mir und dem Pflegeteam ein gutes Verhältnis entwickelt hat.

Kapitalanlagemodell „Pflegeheim“ (16)

Sparbuch? Tagesgeld? Festgeld? Bundesschätzchen? Zinsen? Das war gestern. Wer schlau ist investiert sein Geld in Unternehmen deren Geschäftsbereich „Pflegeheime“ beinhaltet.

Die Ursache der desolaten Situation liegt in den politischen Rahmenbedingungen. Diese sind vor allem unter dem Aspekt der Gewinnmaximierung von Interessengruppen geschaffen worden.

“ Wir – die Korian Gruppe – gestalten die Zukunft der Pflege und Betreuung – mit Menschen, Einrichtungen und Lebensräumen, die würdevolles Altern möglich machen.“

„Allein in Deutschland werden im Jahr 2020 über 2,9 Millionen Menschen in Deutschland Pflege benötigen.“

Das Korian Management, deren Mitglieder allesamt Philantrophen sind, werden, um ihrem Anspruch „würdevolles altern“ gerecht zu werden, zwecks Einstellung von qualifiziertem Pflegepersonal auf 50% ihres Gehalt verzichten. (Vorsicht Ironie)

Auf dem Internetauftritt der CASA REHA Unternehmensgruppe, die im Nov. 2015 an die Korian Gruppe, Frankreich verkauft  wurde, werden Überlegungen geäußert die schlicht und ergreifend an den Haaren herbeigezogen sind. (16.1)

„Das Pflegesystem in Deutschland baut auf das Prinzip, dass die Leistungen das Maß des Notwendigen nicht übersteigen dürfen. So lautet es im Gesetzestext des SGB XI.“

Diese Prinzipien–Begründung ist vom Gesetzgeber so abenteuerlich wie willkürlich ins Leben gerufen worden.

“Es ist notwendig, bessere Rahmenbedingungen für die Pflege zu schaffen, die den Ansprüchen und Anforderungen der Menschen entsprechen.“

Das ist pure Augenwischerei. Eine Änderung der willkürlichen politischen Rahmenbedingungen würde u.a. mehr Pflegepersonal, bessere Verpflegung = weniger Gewinn bedeuten. CASA REHA, wie alle anderen Altenheimunternehmensformen, haben kein Interesse daran. Als eine der größten wirtschaftlichen Interessengruppen – Lobbyisten – hätten sie durchaus die Möglichkeit, Einfluss auf die politischen Rahmenbedingungen zu nehmen. Dazu kommen: Hilfsmittelhersteller, Lebensmittelproduzenten, Cateringunternehmen, Hersteller von Convenienceprodukten, Pharmaindustrie.
Da das Pflegeheim in erster Linie als Kapitalanlagemodell fungiert, wird dringend benötigtes Personal eben nicht eingestellt.

Interview br.de und Claus Fussek:

„Kein Pflegeheim ist ohne Mängel. Doch wenn man mit offenen Augen durch eine Einrichtung geht, gerne mehrmals und unangemeldet, dann merkt man schnell, was für ein Ton herrscht. Ob das Personal überfordert ist oder sich selbst kreativ einbringen kann. Ob die Leitung gewinnorientiert arbeitet oder offen für neue und kreative Lösungen ist. Gute, menschenwürdige Pflege ist machbar. Daran sollte man immer denken. „

*

Nachtrag 5. Dezember 2017

Als das Pflegeteam des Wohnbereiches in dem #Pflegeheim in dem ich jetzt wohne gehört hat das ich HIV + bin haben es Alle abgelehnt mich anzufassen, zu pflegen. Keiner wollte mit mir etwas zu tun haben. Hab ich heute zum ersten Mal erfahren. #Erstaunt

Erst dann haben Sie erfahren das es in dem Haus noch andere Menschen gibt die HIV + sind. Und sie haben erfahren das der Arzt – mein HIV Arzt schon Jahrelang hierher kommt.

P.S. Was für eine PDL ist dass die ihr Pflegeteam (aber auch nur auf dem Wohnbereich auf dem ich lebe) erst 1 Minute vor 12, also erst dann informiert wenn ich schon hier bin. Diese Frau ist nicht nur unfähig und völlig fehl am Platz, sondern . . . . . das erspar ich mir jetzt.

Das Team hat dann meinen Doc gebeten sie aufzuklären.

Meine Wahrnehmung war das „HIV“ kein Thema für das Pflegeteam ist. Dem war nicht so. Es war ihre „Proffessionalität“ sich nichts anmerken zu lassen.

Dann kommt da so n Typ der direkt und offen ist, und schon mal mit der Tür ins Haus fällt. Wobei die Türen die in dem „Haus jedes Einzelnen*R aus dem Pflegeteams“ einstürtzten, deren Türen waren. Ich bewege mich mich auf ner anderen Etage. Dort gibt es Vorhänge oder Schiebetüren aber keine der herkömmichen Türen. 🙂 Auf meine Frage warum sie mich nicht direkt angesprochen haben: „meine Direktheit und Offenheit hat sie verunsichert“. Sie wußten nicht wie sie mit mir „HIV+“ umgehen sollten.

Fall ich mit der Tür ins Haus? Eine Frage der Interpretation – vorherrschenden Angst Unwissenheit bzw. Unsicherheit. Meine Maxime ist es „generell auch situativ“ über HIV zu sprechen wie über das einzige richtige Rezept von „Risotto Milanese“.

Mittlerweile gehen die Meisten mit mir völlig entspannt und ohne Angst um. Dank an Dr. L. aus F. in H./ D.
Der Eine undoder die Andere hat „möglicherweise“ noch n Problem mit HIV.

Nachdem sich heute eine Pflegerin und ich darüber unterhalten habe, bzw sie mir erzählte wie schwer der Umgang mit mir für das Team war, kam mir kurz der Gedanke auf . . . . Nein Ich werde an meiner Maxime nichts daran ändern. Wenn wir die wir HIV+ sind wollen das die Gesellschaft mit uns „Normal“ umgehen soll, dann muss ein Jede*R mit der Gesellschaft im Kontext zu seiner HIV Infektion „normal „damit umgehen.
„Normal“ heißt das ich in der Art und Weise wie ich sage das n „Butterbrot“ für mich köstlich ist auch darüber rede das ich HIV+ bin.
Es ist möglich über Schatten zu springen. Obwohl es Mut und Bereitschaft, Überwindung von Angst und mehrmals Anlauf nehmen und Luft holen braucht. Viele von uns sind über ihre pers Schatten gesprungen. Dies sind Aspekte die zum Leben gehören. Was sie nicht sind ist das diese Aspekte „Krankheits bedingt sind“

Wenn das so verstanden wird . . . . nun ja

*

(1) Palliativversorgung – http://www.bmg.bund.de/themen/krankenversicherung/leistungen/palliativversorgung.html
(2) Rechtslage bis 2009 – https://de.wikipedia.org/wiki/Patientenverf%C3%BCgung#Rechtslage_bis_2009
(3) Patientenverfügung undVorsorgevollmacht – http://bergmannsheil.bg-kliniken.de/fileadmin/Dateien/bergmannsheil/files/patienten/ethik_komitee/patientenverfuegung_2014.pdf
(4) Gesetzliche Betreuung vs Vorsorge- ggf notarielle Vollmacht – http://www.ra-notar-schulz-berlin.de/index.php/schwerpunkte/anwaltliche-taetigkeit/betreuungsrecht-vormundschaftsrecht#Alternativen
(5) HAART – http://www.hivandmore.de/hiv_therapie/haart.shtml
(6) Polyneuropathie – http://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-41870/Periphere_Neuropathien_bei_HIV-1-Patienten_in_der_cART-Aera.pdf
(7) Paraparese (G8.2) http://www.icd-code.de/icd/code/G82.-.html
(8) Suprapubischer Katheder – https://de.wikipedia.org/wiki/Blasenkatheter#Suprapubische_Blasenkatheter
(9) Rathaus für Senioren – https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2983&_ffmpar%5B_id_inhalt%5D=102359
(10) Frankfurter Forum für Altenpflege – http://www.ffa-frankfurt.de/pflegeheime/broschuere.html
(11) „Leben im Alter – In Würde alt werden“ (akt. 2) https://alivenkickn.wordpress.com/2009/04/28/leben-im-alter-in-wurde-alt-werden/
(12) Frankfurter Resolution „In Würde alt werden“ – https://alivenkickn.wordpress.com/2009/09/09/frankfurter-resolution-in-wurde-alt-werden/
(13) Leben im Alter – https://alivenkickn.wordpress.com/leben-im-alter-3/
(14) Personalschlüssel – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegeheim#Personalausstattung
(15) Pflegedokumentation – Quelle http://www.pflegewiki.de/wiki/Pflegedokumentation#Was_muss_dokumentiert_werden.3F
(16) Kapitalanlagemodell „Pflegeheim“ – Quelle: http://www.korian.de/
(16.1) Unternehmensgruppen – Quelle: https://alivenkickn.wordpress.com/2016/09/12/alterspyramide-demografischer-wandel-pflegeheim-kapitalanlage-und-rendite/

Weitere Links zu dem Thema

Woran erkennt man ein gutes Pflegeheim? Interview br.de und Claus Fussek – http://www.br.de/nachrichten/check-pflege-pflegeheim-100.html

Wer ist Claus Fussek? – http://www.pflegewiki.de/wiki/Claus_Fussek

„BIVA“ Interessenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen -> http://www.biva.de/

Veröffentlicht unter Alter, Arbeit und Recht, Gesellschaft, Gesundheit, Inland, Leben im Alter, Politik | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , | 2 Kommentare