Du wilst eine ehrliche Antwort . . . ?

Vor einigen Tagen fragte mich mein „japanischer Freund“, der mehr als nur ein guter Bekannter aber dennoch weniger als ein Freund ist,

„Wieviel Freunde hast Du?“

„Du willst eine ehrliche Antwort“? „Zwei“ sagte ich.

Beide wohnen ca 600 km von meinem Wohnort entfernt. Der Eine oben in Norddeutschland, der Andere in Berlin. Ilona ist vor 4 Jahren gestorben, eine andere Freundschaft ist nach 12 Jahren zerbrochen.

Was das berühmte soziale Netzwerk betrifft, nun das gibt es auf einer oberflächlichen Ebene schon, nur eben nicht hier wo ich zur Zeit lebe. Dies ist einer der Gründe warum ich umziehen will. Zum einen weil die Menschen zu denen ich Kontakt habe in Frankfurt leben, zum anderen weil es mir mit meiner eingeschränkten Mobilität auf Grund der Infratsruktur der Zugänglichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Stadt möglich ist diese Kontakte zu pflegen.

Hier wo ich zur Zeit lebe ist mir die Inanspruchnehme der öffentlichen Verkehrsmittel einfach nicht möglich. Der Einstieg in einen Bus oder in die Strassenbahn, diese Stufe von ca 35 cm zu erklimmen, ist mir einfach nicht möglich. Das Laufen ist und wird immer beschwerlicher. Meine Einkäufe habe ich bislang versucht so zu legen das sie mit Besorgungen die ich für meine Mutter im Rahmen meiner Betreuung durch die Inanspruchnahme eines Taxi erledige auf einem Weg liegen. Doch auch das wird mir in absehbarer Zeit nicht mehr möglich sein.

Heute morgen habe ich mir die Frage gestellt was es heißt „Versorgt zu werden“, ab wann man versorgt werden muß weil man für bestimmte Dinge des Alltages nicht mehr selbst für sich sorgen kann.

Auf den Punkt gebracht heißt das im Grunde genommen, das ich, da ich Einkäufe nur noch in begrenztem Umfang selbst erledigen kann, versorgt werden muß. Das Hilfsangebot hier wo ich lebe ist eine Katastrophe, die AIDS Hilfe ein Witz und mein, das berühmte soziale Netzwerk“ nicht mehr in dem Maß vorhanden wie es war. Mit anderen Worten die Option/Situation/Lösung wie sie sich mir zur Zeit darstellt, ist der Umzug in ein Heim. Ich sehe mich, wenn ich ehrlich bin, mit der gleichen Situation wie meine Mutter am 25. Juli. konfrontiert.

Samstag kurz vor High Noon . . .

. . . flattert mir ein Wohnungsangebot in einer Senoirengerechten Wohnanlage in Offenbach ins Haus . . . .

Vertrauen in das Leben . . . wenn Du Urvertrauen nicht erfahren hast, dir Urvertrauen fremd ist, dann ist es schwer Vertrauen in das Leben zu haben, dann ist es schwer Vertrauen zu lernen.  Nur langsam wird der fragende, zweifelnde Blick in einem Auge dem Vertrauen weichen . .

Solcherart ist das Leben

* * *

Copyright © Wolfgang Kirsch

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