„Leben im Alter – In Würde alt werden“ (akt. 2)


Zeit: Samstag, 11. Juli 2009, ca. 12 bis 18 Uhr

Ort: Bürgerhaus Bornheim, Arnsburger Str. 24,1. Stock,

Frankfurt/Main

Impuls-Referat, Projekt-Präsentationen, Schwerpunktthemen, Podiumsdiskussion mit:


Dr. Marco Pulver, Dipl.-Sozialpädagoge, „Netzwerk Anders Altern, Projekt Regenbogenvilla“/Schwulenberatung e.V., Berlin

https://alivenkickn.wordpress.com/2008/0 … lt-werden/

http://www.schwulenberatungberlin.de/up … nvilla.pdf

Lisa Weiss, Vorstand „Villa Anders“ und Gabriele Wedde, Bewohnerin „Villa Anders, „Verein Schwul-Lesbisches Wohnen e.V.“, Köln

http://www.villa-anders-koeln.de/

Carlos Stemmerich, Dipl-Pädagoge, AIDS-Hilfe Köln

Michael Jähme, Dipl-Sozialpädagoge, Selbsthilfe Aktivist und „Frischer Fünfziger“, Köln

Georg Lindner, Frankfurt/Main – Initiative Telefonberatung für ältere homosexuelle Männer, Gruppe 40 Plus/Schwules Forum Frankfurt

Heiko Gerlach, Diplom-Pflegewirt, Coach, Altenpfleger, Hamburg

Moderation

Diana Zambelli, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Leitung „rosaAlter“, AIDS-Hilfe München

http://www.muenchner-aidshilfe.de/index … &dat=haupt


* * * * * * *

Insbesondere in den Großstädten Deutschlands können wir davon ausgehen, dass ca. 10% der Einwohner, Menschen mit schwuler oder lesbischer Lebensweise sind. Unter den schwulen Männern wiederum ist der Anteil von Menschen mit HIV und AIDS so hoch wie bei keiner zweiten Gruppe in Deutschland. Gleichwohl kommt HIV unverändert in allen Bevölkerungsgruppen vor.

Stand 2009 ist festzustellen, dass deutschlandweit jene Einrichtungen, die auf die Versorgung und Betreuung älterer Menschen und/oder Menschen mit Pflegebedarf, eingerichtet sind, in der Regel nicht adäquat auf die Bedürfnisse von Schwulen, Lesben, Transgendern oder Menschen mit HIV und AIDS eingestellt sind. Die bestehenden Einrichtungen gehen von der Versorgung des heterosexuellen Normalfalles aus, wenn sie sich überhaupt weiterführende Gedanken zur Lebenswirklichkeit ihrer Bewohner, und den damit verbundenen Konsequenzen  für den Arbeitsalltag der MitarbeiterInnen machen.

Es ist nicht verwunderlich, dass sich zunehmend Zusammenschlüsse von Menschen finden, die über alternative Formen des Zusammenlebens im Alter nachdenken. Hierbei gibt es vielversprechende Ansätze, die privat umgesetzt werden können. Dies spiegelt auch den Wunsch der allermeisten Menschen. Denn das Bedürfnis der Menschen zielt in der Regel nicht auf die Unterbringung in einem Heim ab. Zumal nicht unter den Bedingungen, die für die allermeisten Menschen nur finanzierbar sind. Die hübsche Seniorenresidenz im Grünen – sie bleibt der Ausnahmefall für Wohlsituierte.
Gleichwohl sind sich viele bewusst, dass insbesondere die gesundheitliche Verschlechterung, bei gleichzeitig nicht (ausreichend) vorhandenem sozialen Netzwerk, eine Unterbringung oftmals – früher oder später -notwendig macht. Dieser Realität gilt es sich zu stellen.

In dieser Auseinandersetzung gilt ein zentrales Augenmerk der Überlegung, dass es nicht sein darf, dass sich Schwule, Lesben und Transgender als ältere Menschen plötzlich in Verhältnissen wiederfinden, in denen das alte Trauma der Geheimhaltung der eigenen sexuellen Orientierung wiederbelebt wird, und Ausgrenzungserfahrungen spürbar werden. Gleiches gilt für Menschen mit HIV und AIDS, die zudem verstärkt noch die soziale Ausgrenzung über die irrationalen Ängste der Menschen ohne HIV befürchten müssen.

Zur Veranstaltung tragen unterschiedliche VertreterInnen bei, die über erste Projekte in Deutschland berichten, als Bewohnerin oder als Projektkoordinatoren, die über die Anforderungen an Pflegepersonal referieren oder die über ein Älterwerden mit HIV und AIDS nachdenken.
Die Veranstaltung möchte zu einer lebhaften Diskussion des facettenreichen Themas einladen und auch einen weiteren Anstoß dafür liefern, in Frankfurt zur besseren Vernetzung von Interessierten beizutragen.

Des weiteren haben Carolina Brauckmann
Arbeitsschwerpunkt im RUBICON: Koordinatorin der Lesbischen ALTERnativen – kommunal gefördertes Netzwerk für ältere lesbische Frauen, Leitung des Modellprojektes „Von Golden Girls bis Silver Queens“ Bestandsaufnahme lesbischer Seniorinnnearbeit in NRW (2003 – 2005)

und Markus Schupp
Arbeitsschwerpunkte im RUBICON: Koordinator der Schwulen ALTERnativen – kommunal gefördertes Netzwerk für ältere schwule Männer, Öffentlichkeitsarbeit

http://www.rubicon-koeln.de

ihr Erscheinen zugesagt.

Veranstalter: AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. in Kooperation mit: alivenkickn

* * * * *

ksta.de: Hilfe für schwule Senioren

Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft, HIV und Alter, HIV/AIDS, Inland abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten zu „Leben im Alter – In Würde alt werden“ (akt. 2)

  1. ondamaris schreibt:

    na gratulation 🙂
    hast ja ne klasse veranstaltung geplant – ich drück die daumen!

  2. alivenkickn schreibt:

    Danke . . . . . Es ist soweit alles in trockenen Tüchern wie man so sagt. Ich bin gespannt wie die Veranstaltung wird, wieviel Teilnehmer kommen, wie die Themen aufgenommen werden und wie/ob sich die Diskussion entwickeln wird.

  3. Pingback: Klein aber fein « alivenkickn

  4. Pingback: Das Trauma AIDS muss im Gespräch mit schwulen Senioren einen Platz haben « Termabox

  5. Pingback: Wir sind die Stonewall-Generation! Uns kriegt keiner mehr zurück in den Schrank! Im Alter erst recht nicht! | koww's - webblog

  6. Pingback: Generation 60plus – Cafe Karussell im Switchboard – Frankfurt/Main « alivenkickn

  7. Pingback: Sie ist „HIV Positiv“ – Eine Geschichte aus einem Altenheim!? « alivenkickn

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s