Ein Zeichen setzen


Ich verfolge Phillippes „Projekt“ schon seit einigen Tagen auf Facebook und finde es außerordentlich bemerkenswert was er da macht. Phillippe Andrianakis hat sich am 30. Mai in Bregenz aufgemacht um zu Fuß nach Wien zu gehen. (757 Kilometer) Dort wird er am 4. Juli, einige Tage vor dem LIFE BALL, erwartet. Mit diesem Fußmarsch will er ein Zeichen für HIV und AIDS setzen, will die Menschen dazu anregen, sich das Thema HIV und Aids wieder stärker ins Bewusstsein zu rufen.

Auslöser dafür war, das er miterlebte wie ein Bekannter seines Vaters am HI-Virus erkrankte. Besonders in Erinnerung blieb ihm dabei, dass die Welt dem AIDS-Infizierten den Rücken zukehrte und am Ende nur noch Philippes Vater für seinen Freund da war.

Geprägt von diesem Erlebnis absolvierte Philippe seinen Zivildienst bei der AIDS-Hilfe Steiermark und arbeitete als Model für eine Anti-AIDS Kampagne, um Betroffenen helfen zu können. Quelle

Für diejenigen die mit dem HIVirus leben ist es dank der zur Verfügung stehenden Medikamente möglich geworden ihre Lebenspläne und Ziele zu leben bzw zu erreichen. Für die Anderen, für diejenigen die nicht mit dem Virus leben hat HIV/AIDS heute einen merkwürdigen Stellenwert bekommen. Der Fußball WM in Afrika sei Dank ist HIV/AIDS bis zum 11. Juli mehr oder weniger in den Medien präsent. Hier in Deutschland wird HIV/AIDS nur noch dann wahrgenomen wenn es irgendwelche Sensationen gibt die uns von dem Boulevard um die Ohren gehauen werden das man meint der Himmel wird uns demnächste auf den Kopf fallen.

Schon alleine daher ist die ruhige, sachliche und unaufgeregte Art und Weise mit der Phillippe ein Zeichen setzt und sich für Prävention und Aufklärung stark macht wohltuend.

Mir geht es um die Prävention. Mir begegnen immer wieder Leute, denen nicht gefällt, was ich mache. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Das alleine reicht mir. Quelle

Gefragt ob er ein Träumer ist antwortet Philippe:

Ich? Nein. Ich gehe in diesem Moment von Bregenz nach Wien. Ich träume nicht. Andere denken in meinem Alter schon jetzt an die Pensionsvorsorge – das sind die Leute, die träumen. Quelle

Zum Thema Sponsoring und der Entstehungsgeschichte des Projekts:

Gemeinsam mit T-Mobile hat sich der 20-jährige Philippe Gedanken gemacht, wie man sein Anliegen am besten kommunizieren kann. Herausgekommen ist dabei „Jeder Schritt zählt“ – eine Tour zu Fuß quer durch Österreich – von Bregenz bis nach Wien. Das von 30. Mai bis 4. Juli laufende Projekt ist Philippes HIV-Awareness-Kampagne mit Unterstützung von T-Mobile. „Die Bevölkerung Österreichs soll auf diesem Weg daran erinnert werden, dass HIV und AIDS noch immer ein ernstes Thema sind. Neben dem Aufklärungsgedanken werden parallel auch Spenden für AIDS LIFE gesammelt, um HIVBetroffenen in Not schnell und unbürokratisch zu helfen“. Quelle

. . . und für all die Kritiker die sich wegen des Sponsoring echauffieren: Begleitet Philippe zwei, drei Tage, redet mit den Menschen denen ihr begegnet. Und wenn ihr dann abends  die Blasen an Euren Füßen versorgt, werden euch Eure Theorien und Kritiken als nichtig erscheinen.

Es gibt nichts Gutes außer man tut es. Erich Kästner

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