Das Sovaldi „Dallas Buyers Club“ Prinzip


Der Film „Dallas Buyers Club“ basiert auf der Lebensgeschichte des AIDS-Patienten Ron Woodroof, der in den 1980ern nicht-genehmigte Medikamente von Mexiko nach Texas schmuggelte.“

In den USA, Australien und anderen Ländern in denen Sovaldi, das zusammen mit anderen Medikamenten zur Behandlung einer HEP C eingesetzt wird und in den USA US $ 84.000,– kostet, hat sich ein „Medikamenten Tourismus“ entwickelt.

Der Inhaltsstoff  Sofosbuvir  – Handelsname Sovaldi – ist ein medizinischer Wirkstoff, der in Kombination mit anderen Arzneimitteln (Peginterferon α, Ribavirin) zur Behandlung der chronischen Hepatitis C bei Erwachsenen angezeigt ist. In klinischen Studien konnten bis zu 90 Prozent der betroffenen Patienten geheilt werden.

Sofosbuvir wird als ein unentbehrliches Arzneimittel in der Liste der Weltgesundheitsorganisation aufgeführt. Quelle Wikipedia

Das GILEAD über diesen „Sovaldi Tourismus“ not amused ist liegt auf der Hand entgeht GILEAD doch durch diese Art des „Tourismus“ Mio $ Gewinne da die „Touristen“ sich erfrechen anstatt auf das teure Medikament im eigenen Land  „USA, Australien US $ 84.000 undoder Deutschland? € 48.000 der ?“ zurückzugreifen, das Generika Produkt aus Indien „Preis für eine 3 monatige Behandlung US $ 1.000“ zu kaufen.

GILEAD hat während des letzten Jahres mit 7 indischen Generika Herstellern Lizenz Abkommen abgeschlossen, das es diesen Firmen ermöglicht Sovaldi „3 Monate Behandlungsdauer/90Tabletten für US $ 1.000,-  dem Preis einer Tablette pro Tag in den USA“ in Indien sowie in „91 Entwicklungs Länder“ zu verkaufen.

Der Preis für eine 3-monatige Behandlung einer HEP C mit Sovaldi von US $ 1.000,– zielt dabei auf einen in Indien und den besagten „91 Entwicklungs Länder“ stärker werdenden Mittelstand “ auf Menschen mit einer HEP C“ ab, der sich diese $ 1.000,- leisten können. Dessen ungeachtet sind jedoch Menschen mit einer HEP C die nicht zu diesem „neuen Mittelstand“ gehören und nicht über ein entsprechendes Einkommen verfügen um sich diese Behandlung leisten zu können, von einer Behandlung mit Sovaldi ausgeschlossen. Sie bleiben auf der Strecke.

Laut RKI sind etwa 130 – 170 Millionen Menschen chronisch mit HCV infiziert, das entspricht 2 – 3% der Weltbevölkerung.

Für Gilead rechnen sich solche „Lizenzabkommen mit den Generika Firmen in Indien zumal Gilead 7 % Lizenzgebüheren kassiert.

Das perfide an dieser Art der Großzügigkeit von GILEAD liegt darin das in den zur Zeit weltweit stattfindenden div Verhandlungen zu neuen Freihandelsabkommen mit verschiedenen Freihandelszonen (bilaterals.org -> Negotiations) der Patentschutz von Medikamente nicht nur geschützt sein wird, sondern das es Indien und ggf anderen Ländern wie z.b. Brasilien  nicht mehr möglich sein wird auf Grund eines nationalen Gesundheitsnotstandes (DOHA Abkommen) zum Schutz der Bevölkerung im Rahmen einer Zwangslizensierung bestimmte Medikamente zu einem „bezahlbaren Preis für Menschen die von einer Krankheit betroffen sind“ herzustellen.

” Von daher ist die Erklärung nun auch so zu lesen, dass das TRIPS-Abkommen bestätigt und gestärkt wird. Nun heißt es, dass die Minister darin übereinstimmen, dass das TRIPS-Abkommen kein WTO-Mitglied davon abhalten sollte und tatsächlich abhält, Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit zu ergreifen. Sie versichern, dass TRIPS so interpretiert werden könne und solle, dass es das Recht der WTO-Mitglieder unterstütze, die öffentliche Gesundheit zu schützen und den Zugang zu Medikamenten für alle zu fördern. In dieser Perspektive versichern sie erneut, dass die WTO-Mitglieder das Recht haben, die bestehenden Regeln zu den genannten Zwecken zu nutzen. Als Teil der bestehenden Regeln wird das Recht zur Erteilung von Zwangslizenzen ausdrücklich betont, einschließlich des Rechts eines jeden Mitglieds, die Bedingungen für den Lizenznehmer selbst festzulegen. Zweitens hat jedes WTO-Mitglied das Recht, souverän
darüber zu entscheiden, unter welchen Bedingungen ein nationaler Notstand als Voraussetzung für eine Zwangslizenz vorliegt. AIDS, Tuberkulose, Malaria und andere
epidemische Krankheiten werden explizit als nationaler Notstand im Sinne von TRIPS anerkannt. ” Quelle: Die WTO Ministerkonferenz in DOHA 2001 pdf Datei,

Die Vertragspartner von Verhandlungen zu neuen Freihandelsabkommen sind idR Freihandelszonen wie die EU und Ländern wie Indien, den USA, China etc pp. Sollte ein Land innerhalb einer Freihandelszone gegen eine in den Freihandelsabkommen aufgeführte Bedingunge verstoßen haben, so besteht die Möglichkeit das Konzerne der Vertragspartner z.b. GILEAD in den USA die entsprechenden Länder der Freihandelszonen wegen dadurch entstandenem Verlust von Gewinn diesen Verlust vor einem Schiedsgericht das hinter verschlossenen Türen tagt einzuklagen.

Schiedsgerichte regeln Investor-Staat-Klagen auf der Basis von Investitionsschutzabkommen in einem “parallelen Rechtssystem”. Ist ein Staat in ein Investitionsschutzabkommen eingebunden, so kann ein Konzern gegen jede Politik im Gaststaat klagen, die das Eigentum oder geplante Gewinne aus Investitionen bedroht (und sein es wegen neuer Gesundheits- oder Umweltauflagen oder gestiegene Sozial- oder Arbeitsschutzstandards). Das Besondere ist, dass diese Streitfälle nicht im normalen Rechtssystem des Gastlandes ausgetragen werden, sondern vor internationalen Schiedsgerichten. Diese Schiedsgerichte bestehen i.d.R. aus drei von den Streitparteien ernannten Privatpersonen und tagen geheim. Quelle: Know TTIP – Schiedsgericht

Schiedsgerichte, einer der umstrittensten Teile der Abkommens. Solche Gerichte sind bisher Standard in weltweit rund 3.200 Handelsabkommen: Konzerne können Staaten verklagen, wenn sie wegen gesetzlicher Regelungen etwa zum Umweltschutz ihre Investitionen gefährdet sehen. Die Schiedsgerichte tagen und urteilen geheim und bewegen sich jenseits nationaler Rechtssysteme. So wurde Kanada verklagt, weil es Fracking zeitweise verbieten wollte, oder Deutschland wegen des Atomausstiegs. Solche Gerichte sollen nach bisherigem Stand auch Teil von TTIP werden. Quelle TAZ vom 06. Juni 2015

TTIP – der Freihandel der EU mit den USA – werde der „größte Wirtschaftsdeal der Geschichte“ schwärmen Politiker: Wachstum, Wohlstand und mehr Jobs für 800 Millionen Menschen, dazu faire Regeln für die Globalisierung. Doch Kritiker warnen: Durch das TTIP werden nicht nur Verbraucher-, Umwelt- und Datenschutz dem Kapitalismus geopfert, sondern auch Grundrechte der Demokratie. Quelle: arte

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