Neues von Robin Blood – 17. April 2014 Welthämophilietag (akt)


Netzwerk Robin Blood ist Gesprächsbereit

Die Groko ist es nicht. Ihre Lösung: Sie setzt auf Zeit d.h. durch ihre Bereitschaft nicht zu handeln läßt sie Menschen sterben.

Abwarten bis alle durch den Bluter Skandal mit Hep C und HIV Infizierten gestorben sind = Geld gespart

* * *

16. April 2014 Andreas Bemeleit schreibt:

Sicher habt ihr euch schon gefragt, was aus meiner Petition „CDU/CSU + BAYER AG: Entschädigung der 3.000 Bluter des Medizinskandals“ geworden ist.

Hat die neue Regierung sich unserer Sache angenommen und treibt die Entschädigung der mit HI-und Hepatitisviren infizierten Bluter zügig voran? Werden auch noch nach 2015 Entschädigungszahlungen aus dem HIV-Hilfefond fließen? Werden endlich auch die mit Hepatitis Infizierten entschädigt? Setzt sich Gesundheitsminister Hermann Gröhe/CDU tatkräftig für die Opfer des Blut-AIDS-Skandals ein? Hat sein Vorgänger Jens Spahn unser Anliegen ordentlich übergeben? Was tut Karl Lauterbach/SPD als Berater Hermann Gröhes dafür, dass endlich Gerechtigkeit geschieht?

Die traurige Antwort lautet: Die Große Koalition und die Menschen, die diese vertreten, haben bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt NICHTS getan.

Einzig eine Studie zur Erfassung unserer Lebenssituation wurde in Auftrag gegeben. Aus einem persönlichen Schreiben von Jens Spahn lese ich, dass sich dahinter die Hoffnung verbirgt, infolge der verbesserten HIV-Medikation die Höhe der Entschädigungszahlungen verringern zu können. Ungeachtet dessen, dass eine Entschädigung für geschehenes Unrecht aussteht. Ungeachtet dessen, dass wir immer noch auf eine Entschuldigung warten.

Am 17.04.2014 ist Welthämophilietag. Dieser Tag gemahnt ganz besonders an die vielen unter Qualen gestorbenen mit HI-und/oder Hepatitisviren Infizierten zu denken. Und an die 3000 Hämophilen, die mit ihren lebensbedrohlichen Erkrankungen mehr schlecht als recht überleben.

So wie ich, Andreas Bemeleit vom Internetzwerk „Robin Blood“. Leider hat sich mein Gesundheitszustand in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Ich bin vorübergehend auf den Rollstuhl angewiesen und musste meine politischen Aktivitäten zurück fahren, einfach weil mir die Kraft dafür fehlt. Es scheint fast, als ob meine geschwächte Lage dem Nichtstun der Politiker in die Hände spielt. Umso mehr freut mich, dass noch immer Menschen diese Petition unterzeichnen. Fast 20.000 Unterzeichner unterstützen mich und die anderen Geschädigten in unseren Forderungen nach Entschädigungszahlungen. Herzlichen Dank, eure Zeichen der Anteilnahme sind ein Trost angesichts der fehlenden Aktivitäten der Politiker.

Lasst uns einen zweiten Anlauf nehmen und helft mir bitte, Herrn Gröhe wachzurütteln und an seine Verantwortung für die geschädigten Bluter zu appellieren.

Email an Hermann Gröhe hermann.groehe@bundestag.de :

Sehr geehrter Herr Gröhe,

viele Wochen seit Gründung der Großen Koalition ist bis heute noch immer nichts für die Opfer des Blut-AIDS-Skandals geschehen.

Wollen Sie und Ihr Ministerium so lange warten, bis alle an den Folgen der Infizierungen durch HI- und Hepatitisviren gestorben sind? Oder setzen Sie sich als Vertreter der Christlichen Partei endlich für deren Belange ein? Nach über dreißig Jahren drängt die Zeit, es geht vielen von ihnen schlecht. Helfen Sie ihnen mit sofortigen Entschädigungszahlungen, damit sie in Würde alt werden können und endlich der Gerechtigkeit Genüge getan wird!

Mit freundlichen Grüßen

*

Update 26. Juni 2014

„Wir werden notfalls wieder für die Entschädigungsrente kämpfen“

Um die 1.500 an Hämophilie Erkrankte wurden Anfang der 1980er in Deutschland durch Blutprodukte mit HIV infiziert, viele Tausend zudem mit Hepatitis C. Waltraud, heute 77, gehört zu den etwa 400 Überlebenden, die noch Unterstützung von einer eigens eingerichteten Stiftung erhalten. Deren Finanzierung ist jedoch gefährdet. Ein Interview von Axel Schock

Waltraud, wie hast du erfahren, dass du HIV-positiv bist?

Das war 1989, als ich an der Hüfte operiert werden sollte und ich vor der OP routinemäßig auch auf HIV untersucht wurde. Ich hatte diesem Test zugestimmt, denn ich hatte ja nichts zu befürchten. Umso mehr hat mich dann das Testergebnis getroffen.

„In den ersten Jahren bin ich durch die Hölle gegangen“

Wie bist du damals damit umgegangen?

In den ersten Jahren bin ich durch die Hölle gegangen. Ich hatte ja die „Lustseuche“, so sah man das damals. Ich wusste nicht, wem ich anvertrauen konnte, dass ich mit HIV infiziert war. Wie sollte ich meinen Verwandten, meinen Bekannten, meinem Mann klarmachen, dass ich HIV-positiv bin, ohne dass ich fremdgegangen bin?

Quelle <-> weiter geht es hier

* * * * *

Weitere/ähnliche Beiträge zu diesem Thema:

Dieser Beitrag wurde unter AIDS, Alter, Gesundheit, HEP C, HIV im Alltag, HIV/AIDS, Inland, Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Neues von Robin Blood – 17. April 2014 Welthämophilietag (akt)

  1. Sandrah schreibt:

    Politker halt😦

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s