If you like the Spruch „Respekt für Menschen mit HIV“ drück „Gefällt mir“ (akt 1)


Freibier und Pommes für alle. If you like that Spruch drück „Gefällt mir“

Um was geht es eigentlich? Geht es um bunte Respekt Bildchen? Geht es darum das diejenigen die sich respektieren sich immer wieder in verschiedenen Konstellationen – Zusammensetzungen zu den div Workshops, Kongressen undoder Veranstaltungen treffen um das 45. Konzept, das 21. Rezept zu entwickeln (weil die vorhergehenden nicht funktioniert haben!) wie man diejenigen die uns Menschen mit HIV nicht respektieren ENDLICH den Respekt zollen den wir gerne hätten bzw den wir uns wünschen?

Mein Tip als nicht organisierter keiner Gruppe/Verband/Organisation etc angehörender MannMensch der seit 29 HIV + ist und seit Jahren sich mit „Demder MannFrau auf der Strasse“ darüber unterhält das er HIV + ist so als würde man sich darüber unterhalten wo s das beste Schnitzel, den billigsten Spargel gibt oder wie heiß die Mädels in ihren Sommeroutfits sind (ok ner Frau natürlich direkt🙂 ) sage ich:

Geht auf die Strasse und redet mit dem Mann auf der Strasse.

Dazu braucht es keine Veranstaltungen mit immer den gleichen Protagonisten, Menschen die HIV + sind, die sich eh einig sind, dazu brauchts auch keine großartigen kostenaufwendige Veranstaltungen/Konzepte.

Dazu brauchts nur eines. Den Mund, den Kopf und Anfangs ein wenig Überwindung.

Seit ein paar Jahren habe ich Probleme beim Laufen. Muskelschwund in den Beinen und ne Polyneuropathie in den Füßen plus zur Zeit noch n Bandscheibenproblem mit Matschbirne auf Grund von Medis die ich gegen die Schmerzen nehme. Ergo brauche ich einen starken Arm bei dem ich mich einhängen kann wenn ich z.b. Einkaufen gehe oder zum Arzt fahre. Ob es sich dabei um die Menschen vom Pflegedienst die zweimal in der Woche zu mir kommen handelt, ob es sich um den Taxifahrer handelt der mich zum Arzt fährt, oder wie heute die beiden Krankenwagenfahrer die mich zu ner MRT gefahren haben und die Schwestern vor der MRT die ich gebeten habe mir ihren starken Arm zu leihen. Selbst wildfremde Menschen auf der Strasse bitte ich um ihren Arm wenn ich diese Art der Hilfe benötige.

Ich frage die Menschen um Hilfe:

„Würde Sie mir bitte beim aufstehen (von der Liege bei der MRT, dem Krankenstuhl vom Krankenwagen) helfen, würden Sie mir ihren Arm leihen das ich mich einhängen kann, ich fühle mich auf den Beinen unsicher?“

Daraus ergeben sich idr immer Gespräche. Wieso? Was ist los? Ich erzähle, sage Ihnen dann das ich seit 29 Jahren HIV +bin, das ich als Folge von 29 Jahren HIV und 15 Jahren Einnahme von HIV Medis schlecht laufen kann (Muskelschwund in den Beinen und ne Poly in den Füßen) das ich zur Zeit deswegen in der Hoffnung auf Verbesserung meiner Mobilität, meines gesundheitlichen Zustandes 4 Std in der Woche eine Phsyiotherapie mache, Training zu Stärkung der Beinmuskeln an den enstprechenden Geräten. Ein Wort ergibt das andere. So wie heute als der eine Krankenwagenfahrer sagte: „Ach, das ist aber schade“. „Ja“ sagte ich und grinste. „Mit dem Sex is es mit HIV nicht mehr so einfach wie ohne HIV“. Da mußte er Lachen. „Ja sagte er das kann ich mir vorstellen.“

„Ist es nicht egal welchen Namen eine Krankheit hat?“ frage ich irgendwann immer. „Krankheiten sind ein Teil vom Leben, gehören zum Leben dazu. Und wie jede Krankheit so hat HIV auch seine eigene Dynamik“. So ergibt ein Wort das andere – so kommuniziere ich mit Menschen über HIV als etwas „alltägliches“.

Über diese Art der Kommunikation werden da bin ich mir sicher viele „Fragen“ wie auch möglicherweise vorhandene „Vorurteile und Ängste“ aufgelöst. „Über HIV zu reden ist für mich so normal wie über ein Thailändisches oder ein Kuchenrezept zu reden“ sage ich manchmal. Auf diese Art über HIV zu reden ist auch ein Ausdruck von HIV als Normalität zu kommunizieren. In all den Jahren habe ich nur selten negative Erfahrungen gemacht. Ein Arzt dem der Abscheu im Gesicht stand bekam beim Abschied dann zu hören. „Keine Angst ich gebe ihnen nicht die Hand zum Abschied.“ Wenn mir einer wirklich blöd kommen sollte . . . . . Ich kann blöder.

Und klar, es gibt die Ressistenten, diejenigen die auf ihrem Standpunkt beharren, nicht von ihm abweichen wollen. Die gibt es immer egal um was es sich handelt. Das ist nicht nur deren Recht sondern – schlicht und einfach nicht mein sondern deren Problem . . .

So gehe ich seit Jahren mit HIV um. Respekt, Toleranz, Akzeptanz, das behaupte ich mal in meiner einfachen Art und Sichtweise passieren dann idr automatisch.

*

19. Juni 2013 Solidarität unter Menschen mit HIV/AIDS steht seit Denver außer Frage. Wenn man uns unsere Rechte wie sie jedem anderen Menschen zustehen verweigert oder sie uns nicht – aus welchen gründen auch immer – zugesteht, dann müssen wir sie einfordern, darauf bestehen weil alle Menschen unabhängig von ihrem Status, Gesundheit, Hautfarbe, Herkunft, Religion oder keiner Religionszugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung im Sinne von „Love the one you re with“ die gleichen Rechte haben.

* * * * *

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2 Antworten zu If you like the Spruch „Respekt für Menschen mit HIV“ drück „Gefällt mir“ (akt 1)

  1. john schreibt:

    Was mich an dem Artikel stört? : “ Ich bitte um den Arm.. “ – das stört mich! Ich habe wie ich schon mal schrieb keine HIV, aber die lapidar und bagatellisierend „poly“ genannte Erkrankung – entstanden durch Vergiftung mit Blei Benzol, beginnend als „Porphyrie“ die eben zu –> „Poly“ welche zu den „athrophien – „schwunden“ – findet “ und letztlich eben zum Tode führt.. OHNE! wenn und aber.. Du erwachst irgendwann und ohne dich artikulieren tzu können erstickst du – auf dem Totenschein steht „Lungenentzündung“ oder ähnlicher NONsens.. „poly“ beschreibt nämlich verharmlosend, die Zerstörung, Schädigung und fortschreitende Schädigung der Leitungen im Körper – der Nerven – Reiße aus einem nagelneuen PC alle Leitungen heraus und Du, Mensch, weißt was „poly“ ist – der Pc ist voll funktionstüchtig und trotzdem – eben.. Ohne Leitung NICHT funktionabel! und im menschlichen Körper sogar noch etwas „komplexer“ da Nerven physikalisch/chemisch funktionieren – d. h. auf dem Wege zum Muskel, muss sich ein chemisch Signal umwandeln zu physikalischem um dann wieder zurückzukehren zum chemischen um dem Muskel mitzuteilen was.. nennt man auch „Synapse“ und könnte man lapidar mit „Hotspot“ Funktion in Net Verbindungen – oder wie Handy funzt – beschreiben.. und ganz übel, es gibt weder Medikation, noch Therapie gegen Nervenschmerz – und all seine Folgen, auch fakt – und wei sagte die Dame vom Amt – benötigter „Mehrbedarf“ der bei der „poly“ notwendig um einigermassen „gesund“ sich zu ernähren – nicht möglich – auf der Liste zur Berechtigung hierzu steht nur MS HIV und Ruh! Ich hab „nur“ Poly.. Doch zurück zum Arm! ist es nicht arm um den ARM bitten zu müssen? sein Visavis , welches ein geistbegabtes beseeltes Wesen – genannt Mensch – repräsentiert? als ich noch vor die Tür konnte – was längst nicht mehr möglich – und es zu einem Zusammenbruch meinereiner als Folge der „poly“ in athropie kam und ich in mir zusammensank.. sah JEDER – der ist wohl krank.. UNFASSBAR! dabei – es kam unerwartete Hilfe – in Wesen und Art eines Golden retriever – dieser große Hund drückte mich in Richtung Mauer – bot mir seinen Körper und half mir durch sein sich erheben wieder hoch zu kommen.. SO ist Mensch im Leben.. DEN muss man bitten.. TIER fühlte es einfach und tat.. Hammerhart! ud seit dem Geschehen weis ich zu hundert Prozent: der bessere Mensch ist das Tier – so wie diese hier: http://www.vita-assistenzhunde.de/

  2. alivenkickn schreibt:

    Hallo John

    Das was Du als Kommentar geschrieben hast steht nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit meinem Artikel. Mein derzeitiger gesundheitlicher Zustand „(m)eine Situation wie sie jetzt ist, bei mir, der Mensch hinter dem BloggerNamen „alivenkickn“, der zur Zeit Hilfe benötigt um seinen Alltag zu bewältigen“, steht nur als Beispiel für eine bestimmte Situation im Kontext zu HIV.

    Deine Verbitterung und Wut, dein Schmerz der in Deinem Kommentar zum Ausdruck kommt kann ich sehr gut verstehen. An anderer Stelle hast du ja über deine Situation kurz darüber geschrieben. Da ich ja auch ne Poly habe kann ich mit dir mitfühlen wie es DIR geht, wie es sich anfühlt.
    Vielleicht solltest Du deine Situation, wie es Dir geht, wie Du Dich fühlst auf (D)einem eigenen Blog zum Ausdruck bringen. Ich könnte mir vorstellen das es Menschen gibt denen es ähnlich geht wie Dir, Menschen die nicht HIV positiv sind.

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