Schimmelpilze in Futtermittel, Enterobakterien – E-coli in Hackfleisch . . . . (akt 1)


. . . . Pferdefleisch in der Lasagne (was ist eigentlich mit Hähnchen die nur mit Mais aufgezogen werden?) das als solches nicht kenntlich gemacht wurde, Bioeier die keine waren, alles halb so schlimm.

Das macht doch nichts, das merkt doch keiner

Halb so schlimm? deshalb weil . . .

Von 79 untersuchten Proben hat keine den Grenzwert für Aflatoxin überschritten, teilte die Behörde am Wochenende mit. Jedoch hätten 8 von 19 untersuchten Futtermittelproben mehr Aflatoxin enthalten als erlaubt. Quelle: TAZ

Journalisten und sonstige Hohlblocksteine im Verband der deutschen Milchindustrie wie auch im niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gehen dann – wen wunderts – Sätze wie

Aflatoxin in Futtermitteln – Milch und Milchprodukte unbedenklich

. . . bei einer geringfügigen Überschreitung der Höchstgehalte in der Milch eine Gefährdung des Verbrauchers unwahrscheinlich.“ und „eine Gefährdung für Verbraucherinnen und Verbraucher durch evtl. aflatoxinbelastete Trinkmilch ist unwahrscheinlich.“ Quelle: Milchindustrieverband

runter wie warmes Öl.

Und außerdem hat der serbische Minister Knezevic nachdem er vor laufender Kamera sich ein Glas Milch zu Gemüte geführt hat den Blüm gemacht: „Die Milch ist sicher.“ Was die serbische Regierung stehenden Fusses bekräftigt indem sie :

„den Grenzwert für Aflatoxin in der Milch um das Zehnfache – von 0,05 Mikrogramm auf 0,5 Mikrogramm pro Liter heraufsetzte“. Quelle: Tagesschau

*

Ließt man sich die entsprechenden Voraussetzungen die ein Öko – Bio Label erfüllen muß so sind die Bedingungen für die entsprechenden Produkte/Haltung eindeutig:

Folgende Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund:

  • kein Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln, Anbau wenig anfälliger Sorten in geeigneten Fruchtfolgen, Einsatz von Nützlingen, mechanische Unkraut-Bekämpfungsmaßnahmen wie Hacken und Abflammen;
  • keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel, Ausbringen von organisch gebundenem Stickstoff vorwiegend in Form von Mist oder Mistkompost, Gründüngung durch Stickstoff sammelnde Pflanzen (Leguminosen) und Einsatz langsam wirkender natürlicher Düngestoffe;
  • Pflege der Bodenfruchtbarkeit durch ausgeprägte Humuswirtschaft;
  • abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen mit vielen Fruchtfolgegliedern und Zwischenfrüchten;
  • keine Verwendung von chemisch-synthetischen Wachstumsregulatoren;
  • begrenzter, streng an die Fläche gebundener Viehbesatz;
  • Fütterung der Tiere möglichst mit hofeigenem Futter, wenig Zukauf von Futtermitteln;
  • weitgehender Verzicht auf Antibiotika.

Was daran so schwer zu verstehen ist entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann es mir nur so erklären das die Veranwortlichen Analphabeten oder Leghasteniker sein müssen.

Soweit ich das verstanden habe wird das Pilzgift Aflatoxin – dieses Substanz nicht explizit genannt. Was man aber weiß oder bekannt ist, Aflatoxine sind Gifte die zwar in der Natur vorkommen aber nichts in Lebensmittel zu suchen haben. Insofern ist es mir unerklärlich wie man sich überhaupt auf Grenzwerte von Stoffen – Giften – dabei spielt es keine Rolle ob sie synthetisch hergestellt werden oder in der Natur vorkommen – einlassen kann.

Zwar besagt der § 9 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuches

(1) Es ist verboten, Lebensmittel in den Verkehr zu bringen,

1. wenn in oder auf ihnen Pflanzenschutzmittel im Sinne des Pflanzenschutzgesetzes, Düngemittel im Sinne des Düngemittelgesetzes, andere Pflanzen- oder Bodenbehandlungsmittel, Biozid-Produkte im Sinne des Chemikaliengesetzes, soweit sie dem Vorratsschutz, der Schädlingsbekämpfung oder dem Schutz von Lebensmitteln dienen (Pflanzenschutz- oder sonstige Mittel) oder deren Umwandlungs- oder Reaktionsprodukte vorhanden sind, die nach Absatz 2 Nr. 1 Buchstabe a festgesetzte Höchstmengen überschreiten,

Diese Höchstmengen – Grenzwerte von den Menschen schädigenden Stoffe, Substanzen bringen nichts anderes zum Ausdruck das „ein bischen Schwanger“ ja nicht so schlimm ist“.

Wenn ich Lebensmittel in Sinne von Nahrungsmittel und Trinkwasser unter Berücksichtigung der Tatsache das sie toxikologisch relevante Stoffe enthalten können, zu mir nehme, dann soll in einem Lebensmittel nichts anderes enthalten sein was ein Lebensmittel ausmacht. Das heißt das kein Lebensmittel den Wert der Zahl 0 = Null übersteigen soll. Ich sage soll weil es auf der Hand liegt das 0 = mit 100 % Sicherheit gleichzusetzen wäre. Und 100% Sicherheit im Leben gibt es nicht. Insofern bringt es die Sache mit sich das „Fremde nicht Lebensmittelkonforme Substanzen“ in Lebensmitteln enthalten sein können. Aber bitte dann in den minimalsten möglichen Mengen. Das eine Absenkung von Werten technisch möglich und umsetzbar ist das ist aus der Medizin hinreichend bekannt.

Das es „passieren kann“ das sich SchimmelPilze, dem Menschen Schaden auf Grund von unsachgemäßer Bebauung, Lagerung, etc unter bestimmten Voraussetzungen bilden können, das ist bekannt. Wie man aber 45 000 Tonnen Futtermais als unbedenklich deklarieren kann, das geht im Grunde genommen nur wenn irgendjemand in der Kette vom Produzenten/Landwirt/Lebensmttelindustrie über die Großhändler-Konzern/Einkäufer  bishin zu den entsprechenden Kontrollorganen eine LmaA „Leck mich am Arsch“ Haltung inne hat.

Natürlich waren diese Skandale für die „Bayern Ilse“ die Gelegenheit sich wieder einmal wie ein Pfau aufzuplustern:

Ilse „Viel Lärm um Nichts“ Aigner wie aus dem Effeff. „A Sauerei is dös mit dem Pferd“ Quelle: Spiegel

Da es nicht der Erste „Skandel“ in ihrer Zeit als Ministerin ist kann man der Ilse nur wie  Frau Reiche begegnen. Ignorieren – Einfach nicht mehr beachten.

*

Was die erhöhte Keimzahl im Hackfleisch von REWE und zwei anderen Ketten betrifft, REWE hat reagiert äh ich meine gelernt:

Zum einen auf Ihrer Facebookseite kündigen sie jetzt an :

Rewe erklärte, man habe in dem betroffenen Markt eine Untersuchung der Hackfleischprodukte und Hygiene veranlasst: Von dem beanstandeten Hack gehe keine gesundheitliche Gefahr aus – sofern es durcherhitzt werde.

Aha . . . So ne E-Coli Bakterien im Hackfleisch, davon geht die Welt nicht unter. Erhitzen und gut is . . . . .

Und auf der Webseite von REWE heißt es:

Umstellung auf deutsches Rindfleisch

Als wäre eine „sachgerechte Verarbeitung – korrekte Kennzeichnung“ eine Frage des Landes wo – in diesem Fall ein Rind – aufgewachsen ist. Den Verbraucher für so Dumm zu halten da gehört eine gehörige Chuzpe dazu um in solcher Art und Weise zu argumentieren – reagieren.

Das die Kontrollmechanismen nicht funktionieren liegt auf der Hand. Das haben die Skandale wieder einmal gezeigt. Warum sollten die Konzerne zig Tausend Euro freiwillig in Qualitätskontrollen ihre angebotenen Waren und in „Transparenz“ investieren? Die Mengen/Beträge bei denen es im Fall einer zufälligen Aufdeckung von Mißständen – Verstößen geht  stehen in keinem Verhältnis zum Gewinn und werden idr aus der PortoKasse bezahlt. Nach einigen Wochen hat der Verbraucher alles vergessen. Bis zum nächsten Skandal in einigen Monaten ist dann wieder „Business as usual“.

Was die Politik betrifft tja da gäbe es einiges zu tun. Zum einen Stop mit den Subventionen für die Landwirtschaft und dafür das Geld Länderübergeifend in die Kontrolle unabhängiger Institute investieren. Zum anderen die wirtschaftliche finanzielle Macht der BRD auf EU Ebene dazu verwenden das EU weit klare für alle Länder gültige Niedrigst Grenzwerte  verabschiedet werden.

Aber welcher MinisterIn will es sich nach dem Ausscheiden aus der Politik mit (s)einem zukünftigen Arbeitgeber verderben.

So wie sich die Situation bis dato darstellt ist es so ne Art „Schwarzer Peter Karten Spiel“. Jeder schiebt den Schwarzen Peter dem Anderen zu. Am Ende vom Lied hat der Verbraucher immer den Schwarzen Peter. Die Konzerne lehnen sich entspannt zurück,  Ilse macht n neuen Termin bei ihrem Styleberater und der Verbraucher lern- und gedächtnisresistent wie er nun mal ist wundert sich wieder mal  . . . .oder besser gesagt wie immer.

*

Update 7. März 2013 –

Hauptsache billig . . . .Günstiger um jeden Preis

So hieß eine Sendung die am Montag abend im SWR gezeigt wurde. Inhaltlich ging es um dan Anbau von Obst/Gemüse in Almeria Spanien und das Verhalten der „Konzerne – Einkäufer“ bekannter Marken wie LIDL, Aldi, Netto etc über die bzw unter welchen menschenverachtenden Bedingungen Bekleidung produziert wird die in den bekannten BilligDiscounter vekauft werden, bis hin zur Produktion von Computer in China die zu Schnäppchenpreisen hier bei uns verlauft werden.

In Foren und sozialen Netzwerken haben viele die Backen darüber aufgeblasen das die Produkte von Apple in China unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden. Da fast alle PC´s, Smartphones, Handys in „Billiglohnländer“ unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert werden, . . . . ginge es wirklich darum dann wären 95% von uns nicht online.

Ungeachtet dessen liegt es in unserer Hand – des Verbrauchers – auf solche menschenunwürdigen produktionsbedingungen zu reagieren indem wir z.b. keine Bekleidung, Gemüse, Obst etc bei LIDL, KiK etc kaufen.

2 Tage alle Geschäfte zu boykottieren als ein Signal wäre ein Anfang.

 * * * * *

Weitere/ähnliche Beiträge zu diesem Thema:

Dieser Beitrag wurde unter A Day in the Life, Gesellschaft, Gesundheit, Iß Dich zufrieden, Inland, International, Menschenrechte/Human Rights, Politik abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Schimmelpilze in Futtermittel, Enterobakterien – E-coli in Hackfleisch . . . . (akt 1)

  1. Patrick schreibt:

    „sofern es durcherhitzt werde.“ steht schon lange auf allen verpackten Fleischwaren bei allen Discounter…warum wohl haha.. Ich konnte als Kind früher Hackfleisch roh verzehren ohne Probleme….vom Metzger natürlich…

  2. alivenkickn schreibt:

    Ich kenne dies schon seit meiner Kindheit das der Metzger deines Vertrauen generell sagte, das Schweine und/oder Rinderhack am gleichen Tag verwendet werden soll. Dies einzig und alleine deshalb weil jeder Metzger wußte das Hackfleisch sehr anfällig ist. Diese Info wurde auch ganz selbstverständlich kommuniziert. Wenn man Tartar verlangte so wurde dies immer vor Deinen Augen hergestellt – durch den Wolf gedreht. Dies aber als Erläuterung im Sinne einer „noch zu verwenden wenn Hackfleisch nicht ganz mehr einwandfrei ist“, finde ich schon eine Unverschämtheit. Bestes Extrembeispiel ist da der Gammelfleischskandal von Hack dessen Ablaufdatum überschrittten war und man es „neu“ umverpackt und mit einem neuen Ablaufdatum versehen hat. Früher stand für den Metzger die Gesundheit an erster Stelle, heute igeht es um Gewinnmaximierung um jeden Preis. Da liegen Welten dazwischen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s