Uwe Görke – Gott „One-Man-Aids-Aktivisten-Show“ wird mit der Verdienstmedaille der BRD geehrt


Oft belächelt – nicht selten verspottet, Uwe Görke – Gott hat sich auf seinem Weg nicht beirren lassen. Das Uwe Görke-Gott „sein Ding“ trotz aller Attribute mit denen man ihn bedachte „durchgezogen“ hat, dafür gilt ihm Respekt und Dank.

„Wie wichtig es sei, eben dorthin zu gehen, wo sonst niemand hingeht.“ Quelle: Blog.aidshilfe.de

Das es nach wie vor „30 Jahre nach HIV in Deutschland“ wichtig ist und war, zeigt dieser Artikel. HIV ist heute dank der div Medikamente zu einer chronischen behandelbaren Krankheit geworden. Das Problem jedoch ist nach wie vor die Haltung mit der uns große Teile der Politik und der Gesellschaft begegnen. Stigma und Diskriminierung, Ausgrenzung, Benachteilgung im Arbeitsleben, Ablehnung einer Behandlung durch nicht wenige Ärzte ist leider auch in den Großstädten 30 Jahre nach HIV in Deutschland immer noch ein Problem.

Das ist gelinde gesagt eine Schande.

„Viele der Dinge, die ich gemacht habe, hätte ich als festes Mitglied einer Aidshilfe wahrscheinlich nicht tun können“, ist sich Uwe sicher. Quelle:

Eine Sichtweise die ich sehr gut nachvollziehen kann. Keiner Organisation, keinem Verein anzugehören bedingt das man in seinen Entscheidungen frei ist das zu tun von dem man glaubt oder sich sicher ist das es das Richtige sei. Gehört man hingegen einem Verein, einer Organisation und/oder Instituition an so kommt es immer wieder zu Situationen wo man auf Grund von Lyolalität, Parteidisziplin sich selbst, seine eigene Sichtweise an zweite Stelle stellen muß. Man trägt Entscheidungen mit die man als Einzelperson nicht treffen würde. Dies liegt in der Natur der Sache, ist ein Teil dessen was zu Team – und Konsens/Kompromissfähigkeit dazu gehört. Doch da man immer mit anderen Menschen in Kommunikation steht und auf einander angewiesen ist, Konsens und/oder Kompromissfähigeit (ohne das ein inneres Nagen zurück bleibt) praktizieren muß, ist dies eine der wesentlichen Voraussetzungen für ein konstruktives und friedliches Miteiander.

Jeder Mensch und jede Instituition insbesondere eine AIDS Hilfe die aus der Selbsthilfe heraus entstanden ist muß mit Kritik (Intern wie ggf Extern) leben. Sie sollte sie aushalten können und sollte in der Lage sein sich ihr zu stellen. Das gelingt jedoch nicht immer. Eine Haltung, ein Menschenbild über „Klienten“ wie sie mir im Laufe der Jahre immer mal  wieder begegnet wie:

„Wir wissen genau was das Richtige für dich ist“ Wenn Du nicht das machst was wir sagen, dann . . .“

ist ein absolutes No Go. Insofern kann ich „Vorbehalte“ wie sie innerhalb der Community mitunter vorhanden sind sehr gut verstehen.

Auch was das Thema „Transparenz im finanziellen Kontext“ betrifft hat Uwe Görke-Gott gezeigt wie es funktionieren kann.

„Ich musste in den letzten zwei Jahren lernen, dass es ein neues Aids gibt. Aids ist eine chronische Krankheit geworden. Viele positive Menschen können beim Sex bereits das Kondom weglassen. Für mich, der in den 1990er Jahren mit Aids großgeworden ist, der seinen Lebenspartner durch die Krankheit verloren hat, war das ein riesiges Problem“, gibt er offen zu. „Ich kann mir HIV immer noch nicht schönreden“. Auch für einen Privataktivsten und „Alt-HIVler“ wie ihn sei es einmal Zeit, abzutreten und das Feld neuen Menschen mit neuen Ideen zu überlassen.“ Quelle

Diese pers Auseinandersetzung, seiner pers Infragestellung die legitim ist, sie zu benennen und ihr Rechnung zu tragen, zu sagen: Es ist besser das Feld neuen Menschen mit neuen Ideen zu überlassen“ das spricht für Ihn, den Bayern Fan Uwe Görke-Gott.

„Vor wenigen Monaten erst hat er den FC Bayern-München Fanclub Schwerte-Ruhr gegründet. Da wird nicht nur gemeinsam Fußball geguckt, sondern es ist für Uwe auch eine Gelegenheit, sich gegen Homophobie und Gewalt im Fußball zu engagieren.“ Quelle

 * * * *

Weitere/ähnliche Beiträge zu diesem Thema

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter AIDS, Diskriminierung, Gesundheit, HIV im Alltag, HIV/AIDS, Homophobie/Gewalt, Inland, Lesben/Schwule/Transgender, Medien, Politik, Prävention/Aufklärung, Stigma abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s