Wenn zwischen Zusage und Alltag Welten liegen . . . . (akt 1)


. . . . dann ist etwas faul im Staate Dänemark

Was meine Hilfe im Alltag – pro Woche 2 Stunden “Hauswirtschaftliche Versorgung” sowie 2 Stunden “andere Verrichtungen” betrifft, so hat dies übergangslos funktioniert. Das Personal vom ambulanten Dienst des Frankfurter Verband, das ich bis jetzt kennengelernt habe ist nett und “unproblematisch”. Keine Spur von Berührungsängsten im Zusammenhang mit HIV. Das ich mich für den Frankfurter Verband enschieden habe geschah aus ganz pragmatischen Gründen. Zum Einen war der Besuch der Pflegedienstleiterin und das Gespräch bei mir zu Hause für mich “stimmig”, zum Anderen ist die Inanspruchnahme der Hilfe des ambulanten Dienstes des Frankfurter Verbandes auf Grund der Anzahl der Pflegekräfte auch bei Krankheit und/oder Urlaubszeit sichergestellt.

Dies war der Stand der Dinge per 6. Dezember 2012.

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Der Begriff der Sozialverträglichkeit wird auch im Sinne eines individuellen „verträglichen Sozialverhaltens“ verwendet.

Das Sozialverhalten umfasst alle Verhaltensweisen von Menschen und Tieren, die beim Menschen auf Reaktionen oder Aktionen anderer Menschen, bei Tieren auf Individuen der gleichen Art zielen. Sozialverhalten umfasst somit Formen des einträchtigen Zusammenlebens. Quelle Wikipedia

Eine funktionierende Beziehung – sei es auf der Ebene wie hier zwischen einem ambulanten Dienst und (s)einem Klienten oder auf der pers Ebene wie der einer Beziehung zwischen zwei Menschen, i.e. Ehepaaren, LebensPartnerInnen, Freunden ist nur dann möglich wenn man gesellschaftliche Normen, bzw Absprachen und/oder Regeln die man abgeschlossen hat einhält. Das im Laufe einer jeden Beziehung Probleme oder Schwierigkeiten auftreten können liegt in der Natur des Menschen. In der Regel können Diese gelöst werden. Vorausgesetzt man begegnet sich auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt und Wertschätzung, nimmt den Anderen ernst .

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Schreiben/Email an Pflegedienstleitung des Frankfurter Verbandes 5. Januar 2013

Seir Anfang Dezember nehme ich wie Sie ja wissen ihre Dienste – des ambulanten Pflegedienst des Frankfurter Verband – in Anspruch. Anläßlich ihres Besuches am 9. November 2012 bei mir habe ich Ihnen u.a. meine gesundheitliche Situation dargelegt, das ich wie vom Regenbogendienst geleistet weiterhin beabsichtige mit einer ihrer Damen die Mittwochs mit einem Auto kommen gemeinsam einkaufen zu gehen. Dies so versicherten Sie mir wäre für Sie – den ambulanten Pflegedienstes kein Problem. Das könnten Sie leisten. Somit bestätigten Sie das was auch u.a. auf der Webseite des ambulanten Pflegedienstes stand.

FVerband

Interessant ist in diesem Zusammenhang das nach meinerEmail am 5. Januar 2013  – das Bild ist ein Screenshot eines Teil des Angebotes vom 5. Januar – die Webseite des ambulanten Pflegedienstes des Frankfurteter Verbandes geändert wurde. Die neue Webseite ist was das Angebot betrifft um einiges „ausführlicher“ als sie zum Zeitpunkt meines Gespräches mit der Pflegedienstleiterin im November 2012 war. Gegenstand des Vertrages zwischen dem Pflegedienst und mir vom 13. November 2012 waren u.a. die mdl. Zusagen der Pflegedienstleiterin auf der Basis des Gespräches Anfang November 2012, der bis zum 5. Januar 2013 vorhandenen alten Webseite (siehe Screenshot) wie auch des Vertrages selbst.

Als ich die Zusage – mit dem/der MitarbeiterIn in dem Dienst PKW des Verbandes zum Einkaufen fahren – erstmals am Mittwoch den 12. Dezember 2012 in Anspruch nehmen wollte war ich sehr überrascht das die mich aufsuchende Pflegerin von dieser Aufgabe – Leistung nichts wußte. In dem Beisein der Pflegerin habe ich Sie angerufen und sie versicherten ihr „das es in Ordnung ist mit ihr zusammen zum Einkaufen zu fahren.“

Eine Woche später Mittwoch am den 19. Dezember 2012 kam eine neue Pflegerin zu mir. Auch Sie wußte nichts von dieser „Leistung“. Sie bestand darauf das sie diese Leistung die sie erbringen sollte „mit ihr zusammen einkaufen zu fahren – zu gehen “ von Ihnen schriftlich haben wollte um im Falle eines Unfalls auf der sicheren Seite zu sein. Wiederum telefonierte ich mit Ihnen und widerrum sagten Sie zu das „es in Ordnung sei das ich mit Ihr zusammen zum Einkaufen fahren gehen könne“.

(Auf Grund der mit beiden Damen überflüssigen Diskussionen und der telefonischen Rücksprache mit Ihnen die jedesmal einiges an Zeit in Anspruch genommen haben ist es natürlich nicht zu einem Einkauf gekommen.)

Später als mich die Pflegerin verlassen hatte rief ich Sie noch einmal an. Sie sagten mir das Sie am Donnerstag vormittag den 20. Dezember diesen Aspekt im „Verband“ noch einmal erörtern und mich entsprechend vom Ergebnis in Kenntnis setzen würden. Dies ist leider bis heute 5. Januar 2013 nicht geschehen. Als ich am Freitag den 21. Dezember bei Ihnen im Verband anrief um in Erfahrung zu bringen was den nun sei, teilte man mir mit das Sie in Urlaub sind und ihre Tätigkeit erst wieder am Montag den 7. Januar 2013 aufnehmen würden.

Am Samstag den 22. Dezember wie auch am Mittwoch den 2. Januar 2013  habe ich dann erfahren das es dem Verband nicht möglich ist die mir zugesagte Leistung obwohl sie es auf Ihrer Webseite bestätigen (siehe Anlage Screenshot) einzuhalten.

Auf meine Frage wie es denn andere Klienten halten „zusammen einkaufen zu gehen“ durfte ich mir dann anhören „Die Klienten bestellen dann ein Taxi und wir begleiten sie“.

Dazu kann ich nur folgendes sagen:

Sie haben mir wiederholt (9. November sowie den 12. und 19. Dezember 2012 ) zugesagt das Ihre Pflegerinnen und Pfleger die mich auf der Basis der Sachleistung der Pflegestufe 1 aufsuchen und die ein Auto haben diese Leistung erbringen.

Wäre ich finanziell in der Lage das ich mir „ein Taxi sowie die entsprechende Begleitung“ die in meinem Fall auf Grund der Voraussetzung i.e. meines gesundheitlichen Zustandes der Sachleistung Pflegestufe 1 die ja vom MdK als begründet festgestellt wurde leisten zu können, wir sprechen von Taxikosten incl 2 Stunden Begleitung beim Einkaufen in Höhe von ca Euro 60,– wöchentlich, dann so dürfen sie versichert sein würde ich mich privat um die Erfüllung einer solchen Leistung bemüht haben. Da dies jedoch nicht der Fall ist bleibt mir nur die Möglichkeit auf ein solches Angebot wie es im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben/Rahmenbedingungen – Sachleistung/Kombileistung Pflegestufe 1 – möglich ist zurückzugreifen und in Anspruch zu nehmen.

Aus diesem Grund bitte ich Sie sich an Ihre Zusage – Einkaufen mit Begleitung des Kunden/Klienten – zu halten ggf mir darzulegen (Email ist in Ordnung) warum sie diese Leistung jetzt nicht erbringen können.

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Antwort Pflegedienst Frankfurter Verband 9. Januar 2013

Wir haben aufgrund der in Ihrem Fall aufgetretenen Fragestellung zur Mitnahme von Pflegedienstkunden in den Dienst-PKWs nochmals eingehend die rechtliche Situation geprüft und uns auch mit unserem Hausjuristen beraten und müssen Ihnen leider mitteilen, dass uns Ihre Mitnahme in unseren PKW aufgrund der Haftungsproblematik und der uns nicht vorliegenden Berechtigung zur Personenbeförderung nicht möglich ist.

Update 21.2.2013 – Da ich kein Autofahrer bin wurde mir erst heute kommuniziert das dieser Bär nichts weiter war als ein weiterer Versuch mir selbigen aufzubinden

Das ist schlicht und einfach Mumpitz wie man so zu sagen pflegt da man i.e. Fahrer wie auch Beifahrer – durch die ganz normale PKW-Haftpflichtversicherung abgesichert ist.

Unsere Mitarbeiterinnen nehmen Sie gerne zum Einkaufen mit, der Transport zur Einkaufsgelegenheit kann jedoch nicht in einem PKW des Pflegedienstes erfolgen.

Ich entschuldige mich für die Zusage aus unseren ersten Gesprächen, die jedoch auf der jetzt festgestellten Rechtskonstellation so nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Unsere Fachbereichsleitung besteht auf unbedingter Einhaltung der Vorgabe.

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Herzlich Willkommen beim ambulanten Pflegedienst des Frankfurter Verband

Wo alles vertraut ist, da ist man daheim. Hier fühlt man sich geborgen, lebt mit seinen Gewohnheiten und Erinnerungen – und ganz nach den eigenen Vorstellungen. Man kennt die Nachbarn, die Geschäfte, das Viertel.

Wir machen Ihnen das Leben leichter – und das bereits seit 1995!

Ob eine plötzliche Erkrankung oder nachlassende Kräfte – es gibt viele Gründe, die einem die Dinge des täglichen Lebens erschweren können. Unser ambulanter Pflegedienst unterstützt Sie ganz individuell dort, wo Sie Hilfe benötigen. Damit Sie Ihr Leben weiterhin zu Hause so gestalten können, wie Sie es möchten. Quelle: HIER

*

Wenn man das ließt geht einem so richtig das Herz auf. Empathie, Mitgefühl und Verständnis soweit das Auge reicht. Ein Pflegedienst – Menschen dem der Erhalt der Lebensqualität von Menschen im Alter die in ihren körperlichen oder geistigen Fähigkeiten eingeschränkt sind, Menschen die Hilfe im Alltag zur Bewältigung ihres Alltags zu Hause – festgestellt und entschieden vom Medizinischen Dienst – benötigen am Herzen liegt.

Leben – der Kreislauf von Werden und Vergehen – beinhaltet u.a Krankheiten und/oder der Verlust bzw Einschränkungen von Fähigkeiten. Manchmal sind Fähigkeiten verloren gegangen, manchmal ist der Verlust von Fähigkeiten nur vorübergehend.

Unser ambulanter Pflegedienst unterstützt Sie ganz individuell dort, wo Sie Hilfe benötigen . . .

Das Zauberwort ist „individuell“. D.h das ein Pflegedienst der persönlichen individuellen Situtation des Klienten Rechnung trägt. Dies im Rahmen der vorgegebenen „politischen Rahmenbedingungen“. Diese Rahmenbedingungen legen fest welche Leistungen durch die jeweiligen Pflegekassen entsprechend abgerechnet, vergütet werden.

Auf der neuen Webseite des ambulanten Dienstes ist „jetzt“ u.a. eine „Broschüre der Leistungskomplexe der Pflegeversicherung“ als pdf Datei enthalten.

Da heißt es unter anderem unter dem Aspekt „Begleitung außer Haus“

LK 10
Hilfestellung beim Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
• An- und Auskleiden
Hilfestellung beim Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung (z.B. Treppe)

Beispiel
Sie haben einen Termin. Die Pflegekraft kommt, hilft Ihnen beim Anziehen des Mantels und der Schuhe und begleitet Sie die Treppe hinunter. Unten wartet bereits das Taxi, das Sie bestellt haben.

LK 12
Begleitung bei Aktivitäten
• An- und Auskleiden
Hilfestellung beim Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung (z.B. Treppe)
• Begleiten bei Aktivitäten, bei denen das persönliche Erscheinen erforderlich und ein Hausbesuch nicht möglich ist (keine Spaziergänge, kulturelle Veranstaltungen)

Beispiel
Die Pflegekraft begleitet Sie zum Arzttermin und bleibt die ganze Zeit bei Ihnen. Den Weg dahin fahren Sie mit dem Taxi (die Fahrtkosten werden von Ihnen bezahlt). Die Abrechnung erfolgt auf Zeitbasis, pro angefangene 15 Minuten

Dies ist schlichtweg falsch. Der Leistungskomplex der zu vergütenden, abrechenbaren Leistungen durch die Pflegekassen beinhaltet keine bzw bringt nicht explizit zum Ausdruck das im Fall von notwendigen Terminen „Taxifahrten der Klient des ambulanten Pflegedienstes selbst zu zahlen hat“.

In der Anlage zur Vergütungsvereinbarung nach § 89 SGB XI Leistungsbeschreibung und Vergütungsregelung im Rahmen der ambulanten Pflegeleistungen in Hessen (Modell M4) heißt es u.a. :

Leistungskomplex 10 – Hilfestellung beim Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung

Im Zusammenhang mit dem Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung einschließlich der Auswahl der Kleidung. Hilfestellung beim Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung Ggf. Treppensteigen, z.B. im Zusammenhang mit dem Besuch einer Tagespflegeeinrichtung. Quelle: HIER pdf Datei

Leistungskomplex 12 – Begleitung bei Aktivitäten

Die Hilfestellung beim Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung Ggf. Treppensteigen. Die Begleitung bei Aktivitäten, bei denen das persönliche
Erscheinen erforderlich und ein Hausbesuch nicht möglich ist (keine Spaziergänge,
keine kulturellen Veranstaltungen).
Es ist zu gewährleisten, dass der Pflegebedürftige unter ständiger Begleitung der
Begleitperson steht. Reine Fahrdienste können nicht abgerechnet werden. In der
Pflegeplanung muss nachvollziehbar dokumentiert sein, warum dieser Pflegeeinsatz
vom Pflegebedürftigen abgerufen wird. Quelle: HIER pdf Datei

Die Pflegekassen in den einzelnen Bundesländer haben „marginal“ voneinander abweichende Kataloge der abzurechnenden Leistungen der ambulanten Pflegedienste. Aber keine Pflegekasse – Bundesland schreibt „Taxifahrten“ per se vor. Solche „Bedingungen“ sind möglicherweise optional = frei verhandelbar zwischen Pflegekasse und ambulantem Pflegedienst. Es ist davon auszugehen das der Katalog der Vergütungsvereinbarung auf eine Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums bzw des entsprechenden Ausschuß zurückzuführen ist.

Er dürfte aber Länderspezifisch  nur unwesentlich von dem Protokoll der Sitzung des Grundsatzausschusses vom 11.09.2008 – Verbindliche Hinweise zu den Leistungskomplexen – (von NRW) abweichen. pdf Datei

In der Pflegeplanung muss nachvollziehbar dokumentiert sein, warum dieser Pflegeeinsatz vom Pflegebedürftigen abgerufen wird.

Dieser Aspekt ist die Basis dessen was der ambulante Pflegedienst so vollmundig mit Unser ambulanter Pflegedienst unterstützt Sie ganz individuell dort, wo Sie Hilfe benötigen umschreibt und wurde einfach mal so unter den Tisch fallen gelassen.

Individuell heißt EINZELFALL. In meinem Fall ist dies mein Krankheitsbild Myopathie – Muskelschwund in beiden Beinen – Ober und Unterschenkel – und Polyneuropathie in beiden Füßen. 100 % Schwerbehinderung, Buchstaben G und B weisen da auf ein übriges hin. Dazu kommen immer die „individuellen“ Einkommensverhältnisse des Klienten. Wer sich auf Höhe der Grundsicherung bewegt wird wohl schwerlich in der Lage sein, Taxifahrten zu Behörden, Ärzten oder zum Einkaufen aus eigener Tasche zahlen zu können. Und selbst bei Kombileistung der Pflegestufe bzw Sachleistung ist dies nicht möglich.

Es ist also eine Frage des „Wollens“ und nicht des „Könnens“ eines ambulanten Dienstes. Insofern ist die Ablehnung auf  Grund der Haftungsproblematik und der uns nicht vorliegenden Berechtigung zur Personenbeförderung schlicht und einfach ein Witz, stellt sie doch die Intelligenz seiner Klienten per se in Frage. Viele Pflegedienste sind im „Besitz einer Personenbeförderung“ und haben „Oh Wunder“ auch die entsprechende „Haftungsproblematik“ gelöst.

In diesem Zusammenhang ist es interessant festzustellen das weder auf der neuen Webseite des ambulanten Pflegedienstes das Wort „Bedürfnis“ auftaucht, zum anderen das in den „Leistungskomplexen“ das Wort Bedürfnis vorkommt. Dies ist insofern bemerkenswert da es die Möglichkeit der Interpretation von Leistungen den Pflegediensten offen – zuläßt.

Es geht um Bedürftigkeit, um „Bedarf“ im Sinne einer Notwendigkeit der selbst Rechnung zu tragen für einen jeden gesunden Menschen „normal“ ist. Dessen jedoch was ein Mensch bedarf, was also Notwendig ist insbesondere wenn er einer Pflegestufe „zugeteilt“ wurde, diese Bedürftigkeit ist nicht immer mir dem was der Mensch bedarf gleichzusetzen. Hier wird von Staats wegen bestimmt was der Mensch bedarf, welche Leistung Notwendig ist.

Die entsprechend dem Leistungskatalog vereinbarten Leistungsinhalte richten sich immer nach dem individuellen Pflegebedarf, den Selbstpflegemöglichkeiten des Pflegebedürftigen sowie den Möglichkeiten und Fähigkeiten der beteiligten Pflegepersonen. Quelle

Die Erbringung und somit Vergütung einer Leistung unter dem Aspekt der Bedürftigkeit wird idr alle paar Jahre neu verhandelt. Doch da man für die Pflege, die Gesundheit generell immer weniger bereit ist zu zahlen wird Vieles was eine Notwendigkeit im Sinne der Bedürftigkeit ist, gestrichen bzw nicht in den Leistungskomplex mit einbezogen. Insofern sind solche Sätze nichts weiter als „einen auf Schön Wetter machen“.

Das der Frankfurter Verband über genügend Geld verfügt, das er an der Pflegesituation in Frankfurt/Main „sehr gut verdient“ liegt auf der Hand. Wie sonst sollte man sich Werbemaßnahmen in den Jahren 2010 und 2011 von mehreren 1000 Euro erklären können?

 FVerband2

Der Begriff Marketing bezeichnet zum einen den Unternehmensbereich, dessen Aufgabe (Funktion) es ist, Waren und Dienstleistungen zu vermarkten. Quelle: Hier

Für mich ein Zeichen dafür das es dem Frankfurter Verband in erster Linie um den Profit und erst dann um ein Leben im Alter in Würde zu führen geht. Von einer individuellen Verbesserung der Lebensqualität im Sinne von Förderung der Mobilität (zum Einkaufen fahren/gehen) um möglicherweise in naher Zulunft nicht mehr die Dienste des ambulanten Pflegedienstes in Anspruch zu nehme ganz zu schweigen. Für mich stellt sich was die Professionalität und insbesondere die Haltung gegenüber Menschen die auf Hilfe angewiesen sind betrifft die gleiche Frage wie sie mir im Zusammenhang mit dem Thema „Übernahme des Regenbogendienstes der AH Frankfurt durch den Frankfurter Verband“ begegnet ist.

So wie sich die Leistungen auf der neuen Webseite des ambulanten Pflegedienstes jetzt darstellen ist die Leistung klar und eindeutig. Wäre die Kommunikation zu Beginn der Kontaktaufnahme in dieser Richtung abgelaufen, so wäre die Inanspruchnahme des ambulanten Pflegedienst des Frankfurter Verbandes für mich keine Option gewesen. Dieser Hick Hack so wie er sich während der letzten Wochen dargestellt hat finde ich höchst unprofessionell, braucht kein Mensch.

Es gibt einige Bereiche des Frankfurter Verbandes die einen guten Job machen, die zuverlässig sind und die sich an Absprachen halten. Was den ambulanten Pflegedienst betrifft, wird die Inanspruchnahme des Pflegedienstes des Frankfurter Vebandes eher auf ein Intermezzo als auf ein Dauergastspiel hinauslaufen.

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7 Antworten zu Wenn zwischen Zusage und Alltag Welten liegen . . . . (akt 1)

  1. Petra schreibt:

    Man benötigt einen Führerschein zur Fahrgastbeförderung und der/die Inhaber-in benötigt eine Genehmigung für den Verkehr Mietwagen nach dem Personenbeförderungsgesetz.
    Selbst unentgeltliche, freiwillige Mitnahme ist da nicht unbedingt eindeutig da man diese „Gefälligkeit“ auch als Werbung für den Pflegedienst ansehen könnte. Das würde mehr „Kunden“ anziehen, also einen wirtschaftlichen Vorteil zur Folge haben und somit ist es auch wieder gewerblich…..

  2. alivenkickn schreibt:

    Hallo Petra
    Wenn ein Pflegedienst eine Zusage macht – in diesem Fall Mitnahme des Klienten zum Zwecke des gemeinsamen Einkaufen fahren, zum Arzt, Behörde so wie es eben der Leistungskatalog vorsieht dann muß ein Pfegedienst natürlich die Voraussetzungen erfüllen. Und genau das ist möglich. Zudem muß ja laut Leistungskatalog begründet werden warum. Von daher gesehen ist der gewerbliche Aspekt den Du ansprichst ja irrelevant. Hier geht es um Menschen die eine Pflegestufe haben, deren Mobilität eingeschränkt ist, deren Fähigkeiten eingeschränkt ist, bzw verloren gegangen sind.Ich spreche hier von einer Notwendigkeit und nich mal so aus Jux und Dollerei mal eben so ne mich ma irgendwohin fahren zu lassen. DAS ist im Leistungskatalog explizit gesagt das eben dies NICHT möglich ist. Zudem ne Pflegestufe bekommt man nicht mal eben so . . .

    Im übrigen geht es hier schlicht und einfach darm das Zusagen die gemacht worden sind nicht eingehalten werden – wurden. Mein Job ist es mit Sicherheit nicht das ICH mich um die Voraussetzungen damit ein Pflegedienst seine Zusagen einhält zu kümmern. Dies ist Aufgabe des jeweiligen Dienstes. Wenn mir dann noch jemand mir ner wachsweichen Erklärung kommt dann hat er bei mir insofern Pech gehabt weil ich mich zu wehren weiß, und weiß wo ich welche Informationen abrufen kann.

    • Petra schreibt:

      Ist ein Fehler des Pflegedienstes aber deshalb bleibt es immer noch verboten dies ohne entsprechende Genehmigungen zu tun… Taxi mit Begleitperson nutzen, kein Problem , aber den Pflegedienst dazu benutzen ist ohne genannten Genehmigungen nicht erlaubt.

      • alivenkickn schreibt:

        Das ist der Punkt Petra. Er hat die Grundlagen – Voraussetzungen nicht um seine Zusage auch einhalten zu können. Aber in diesem Glauben hat er mich 6 Wochen bis zum 9. Januar 2013 gelassen. Kann er ja machen . . aber nicht mit mir. 😉 Es gibt da auch noch einen anderen Aspekt. Viele Menschen sind nicht in der Lage sich zu wehren wenn sie ein NEIN oder eine Absage erhalte. Sie nehmen es hin. In einem Fall jedoch wo Menschen eine Pflegestufe haben, einen Dienst in Anspruch nehmen müssen, ist es nicht selten das durch eine Absage die Lebensqualität leidet. Auch das erlebe ich sehr oft. Viele können sich nicht wehren, bzw haben nicht mehr die Kraft sich zu wehren. Und dies wissen viele Behörden, Ämter, etc. Wenn Leistungen die einem zustehen oder zugesagt worden sind nicht eingehalten werden, abgelehnt werden, wenn man sich dann nicht wehrt dann profitieren die jeweiligen Behörden, Ämter, Dienste . Geld das sie nicht ausgeben ist immer ein Profit. Auch das ist leider Alltag geworden . . . 😦

  3. Petra schreibt:

    Ja da gebe ich dir auch vollkommen recht……versprechen und dann nicht einhalten können/wollen ist armselig. Es ist ja nun keine Luxusleistung…..

  4. snoopylife schreibt:

    Jetzt mal abgesehen von den rechtlichen Bestimmungen finde ich es einfach nur traurig.

    • alivenkickn schreibt:

      Hallo Snoopy

      Mal abgesehen von den rechtlichen Voraussetzungen die natürlich was die Mitnahme von Klienten in einem Dienst PKW betrifft einiges an Organisatorischem und Zeitaufwand mit sich bringt (es gibt allerdings Pflegedienste die das auf sich nehmen eben um ihren Klienten bzw deren Situiation gerecht zu werden!), ist es grundsätzlich ein „Politisches Problem“. Kein Gesundheitsminister hat bis dato eine Pflegereform die dem Menschen gerecht wird in Angriff genommen. Bislang waren es nur „Reförmchen“ bzw von kosmetischer Art.

      Insofern liegt es auf der Hand das man einiges was in den Leistungskomplexen das sehr interpertierbar ist, ausnützt. Unter dem Strich gesehen läuft es dann natürlich auf eine Win Situtation für jeden Pflegedienst hinaus. Und natürlich für den Politiker von denen es sich ja keiner mit zukünftigen Arbeitgebern nach dem Ausscheiden aus der Poltik verscherzen will.

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