Paul Hartmann AG hilft heilen


„Hartmann hilft heilen“

Die Pflege älterer oder kranker Menschen erfordert nicht nur medizinische und pflegerische Kenntnisse. Vor allem die richtigen Produkte erleichtern die Arbeit für das Fachpersonal oder die Angehörigen und verbessern die Lebensqualität der Bewohner. HARTMANN bietet für diesen Zweck ein umfangreiches Sortiment: Quelle: Paul Hartmann AG

„Es gibt Vorschriften an die muß man sich halten“. so die Aussage eines Mitarbeiters der Paul Hartmann AG. Und die besagt das pro Monat jedem Patienten für die Versorgung mit Inkontinenzmaterial nur ein Karton mit insgesamt 56 Einlagen zustehen bzw verschickt werden dürfen. Sollte die Inkontinez stärker auftreten so hat er/sie eben Pech gehabt.

Laut Krankenkasse (mündliche Absprache zwischen dem Hersteller und der KK des Patienten an die sich der Hersteller „eigentlich halten sollte“)) jedoch stehen jedem Patienten max 6 Einlagen pro Tag i.e 180 Einlagen im Monat = 3, 2 Kartons a 56 St zu. Sollte ein Mehrbedarf bestehen so werden alle Unklarheiten seitens des Versenders/Hersteller in einem Gespräch zwischen der Krankenkasse und der Firma aus dem Weg geräumt.

Bis vor 3 Jahren war es möglich, das ein Patient der auf Inkontinenzmaterial angewiesen ist über ein Rezept ausgestellt von  seinem Hausarzt jede Menge über die örtliche Apotheke seine Wahl beziehen konnte.

Im Rahmen einer dieser unzähligen großartigen angekündigten Gesundheitsreformen handelten dann die Krankenkassen Verträge mit den Herstellern von Inkontinenzmaterial aus mit dem Ergebnis das man das entsprechende Material nicht mehr über eine Apotheke seiner Wahl sondern nur noch bei dem entsprechenden Hersteller beziehen darf. Das dies mitunter die Versorgung und Pflege eines Angehörigen erschwert liegt auf der Hand.

Im Klartext heißt dies das laut Aussage der Paul Hartmann AG einem alten Mensch der als Folge seines Alters inkontinent ist nur eine bestimmte Menge Inkontinenzeinlagen pro Tag = 1,86666 zur Verfügung steht, das er/sie nicht öfter als 1,86666 täglich inkontinent sein und nicht mehr als auf  1,86666 Inkontinenzamaterial pro Tag zurückgreifen darf. Tritt die Inkontinenz stärker auf so hat er schlicht und einfach Pech gehabt und wird wenn seine Tagesration von Inkontinenzmaterial verbraucht eben in seinem Urin leben müssen.

Die Firma Paul Hartman AG in Heidenheim steht da für ein ganz besonderes Beispiel dafür was das „Einhalten solcher Vorschriften“ betrifft. Da interessiert es auch nicht ob ein Arzt der die Rezpete aussstellt in Urlaub ist oder das es mitunter Situationen gibt wo die kontinuierliche Versorgung eines alten Menschen mit Inkontinenzmaterial organisatorisch nicht so reibungslos über die Bühne geht wie es sich „ein Hersteller in seinen Vorschriften“ ausgedacht hat.

„Alter – alt werden“ bringt sehr oft den Verlust körperlicher Funktionen mit sich. Der Verlust von körperlichen Funktionen sich einzugestehen und Diese bewußt anzunehmen fällt sehr vielen alten Menschen schwer. Für Viele ist es unmöglich, nicht wenige zerbrechen daran. Ein Leben unter solchen Bedingungen ist für Viele nicht mehr lebenswert.

Jede Gesellschaft sollte alles dazu beitragen das alte Menschen ein „Leben in Würde“ führen können. Eine der Voraussetzungen sind gesundheitspolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, damit dies möglich ist. Davon ist unsere Gesellschaft meilenweit entfernt. Nicht nur das – sie trägt vermehrt dazu bei das ein „Leben im Alter in Würde“ immer mehr zu einer Fiktion wird.

* * *

In all meinen Artikel habe ich aus Gründen des Respektes immer darauf geachtet das „Menschen nicht das Gesicht verlieren„. Wenn die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen ein respektvolles und menschenwürdiges gesellschaftliches Miteinander pervertieren, dann ist eine Grenze überschritten sodaß ich mich nicht mehr an diesen Code zu halten verpflichtet fühle.

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