Zeit zum Durchatmen – Zeit zum Nachdenken – Zeit für mich


Solange man die Möglichkeit hat zwischen „Ja“ und „Nein“ wählen zu können ist es leicht und/oder einfach sich für ein „Nein“ zu entscheiden, „Nein“ zu sagen. Wenn das Leben dir keine Wahl läßt, dich stattdessen mit einem „Nein“ konfrontiert“ dann ist diese Herausforderung mit der man sich konfrontiert sieht von einer ganz anderen Qualität.

Die Gelassenheit und dieses Gefühl des mit sich selbst im Reinen, im Gleichgewicht zu sein wenn man zwischen „Ja“ und „Nein“ die Wahl hat und sich für das „Nein“ entschieden hat  ist dann möglicherweise nicht mehr vorhanden.

In der letzten Zeit kommt mir sehr oft eine Situation, ein Ereignis in den Sinn, das ich während eines Besuches bei meinem Freund erlebte.

Wann immer ich ihn besuche und es sich ergibt komme ich auf diese Haltung zu sprechen, frage ihn ob er denn niemals mit sich selbst im Kampf liegt ist, nicht innerlich wütend über den Verlust einer Fähigkeit oder Sache ist. Und jedesmal erhalte ich von ihm die gleiche Antwort die von einem Lächeln begleitet wird.

Besonders Jetzt in dieser Frühsommerzeit wenn die Natur mit aller Macht und Kraft geradezu explodiert und uns mit Ihren Farben überschüttet, vermisse ich es durch die Strassen der Stadt, den Zoo oder den Palmengarten spazieren zu gehen, Menschen zu fotografieren. Ich vermisse das Wohlgefühl das der warme Wind auslöst wenn er mich umweht.

Ein zurückkehren durch einige Türen durch die ich gegangen bin oder wurde, eine Umkehr ist nicht mehr möglich.

Wenn ich auf das zurückliegende Jahr blicke so komme ich nicht umhin festzustellen das ich im Laufe des letzten Jahres mich mit „einigen Bergen“ konfrontiert sah bei deren Anblick ich oft glaubte und sagte: „Die zu überqueren, das schaffe ich nicht“. Jetzt staune ich und stelle fest das ich deren Überquerung nicht nur geschafft habe sondern nehme wahr das Vieles – besonders was den familiären Aspekt betrifft – von dem wie es sich entwickelt hat, wie es jetzt ist, an seinem rechten Platz ist. Das gibt mir ein gutes Gefühl und läßt mich ein wenig stolz sein auf das was ich bewältigt habe, darauf das ich es bewältigt habe. Das es so ist gibt mir Raum und Zeit für mich persönlich.

Am 5. Juni werde ich für 4 Wochen eine Reha in einer Klinik in Bad Orb machen. Ich hatte gehofft das der Mdk eine ambulante Reha hier vor Ort befürwortet. Aber das ich das volle Paket bekomme, das hätte ich nicht mal zu träumen gewagt.

Zeit zum Durchatmen. Zeit zum Nachdenken. Zeit um mich neu zu sortieren und zu positionieren.

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