HIV + und der Gang zum Zahnarzt – Die Situation in Frankfurt/Main (akt2)


Vor 2 Jahren fühlte ich 69 Zahnärzte in Darmstadt und dem Kreis Dieburg auf den Zahn, um zu erfahren wie sie sich verhalten würden wenn Sie wüßten das ein Patient der HIV positiv ist ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte. Das Ergebnis dieser Umfrage war mehr als ernüchternd.

Vor zwei Monaten bin ich von Darmstadt nach Frankfurt/Main umgezogen. Laut den Gelben Seiten gibt es in Frankfurt/Main 421 Zahnärzte. Meine Hoffnung war das das Verhalten der Zahnärzte in einer Großstadt wie Frankfurt/Main entspannter bzw das Zahnärzte mit Menschen die HIV+, HEP C sind in einer Art und Weise umgehen wie es in den Empfehlung des RKI Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene Seite 1 pdf Datei beschrieben ist. Dies besonders unter dem Aspekt da das HIVCenter in Frankfurt/Main einen Ruf hat der weit über die Grenzen der Stadt hinausgeht. Doch leider sollten sich meine Hoffnungen als trügerisch erweisen.

Ursprünglich hatte ich vor bei allen 412 Praxen anzurufen. Nachdem ich 180 Zahnärzte angerufen hatte von denen ich 152 erreicht habe, (die Differenz von 28 Praxen – angerufen 180 Praxen, erreicht 152 Praxen – lag darin begründet, das diese Praxen entweder schwer zu erreichen waren  – permanent besetzt – oder ein Rückruf nicht erfolgte.) habe ich mich entschlossen die Aktion abzubrechen da das an dem Ergebnis imo nichts wesentliches geändert hätte.

In dieser Zeit der Befragung telefonierte ich u.a. mit einem Mitarbeiter des RKI der an der Ausarbeitung der Empfehlungen des RKI mit daran beteiligt war, ich telefonierte mit der LandeszahnärzteKammer in Hessen um mich zu vergewissern ob es irgendeine Vorschrift gab, die besagte das Zahnärzte „zwei paar Handschuhe bei der Behandlung von HIV Patienten“ tragen müßten, ich telefonierte mit einer sehr netten Dame (an dieser Stelle herzlichen Dankk) von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Hamburg – Zahnmedizin – die mir einige Broschüren „BG Regeln Desinfektionsarbeiten im gesundheitsdienstvom Juli 1999, Reinigungsarbeiten mit Infektionsgefahr im med Bereich 2001“ zukommen ließ und ich telefonierte mit einem Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Frankfurt/Main der maßgeblich an der Ausarbeitung und Umsetzung eines Prokjektes aus 2005 – Bericht „Hygiene und Infektionsprävention 2009/2010 Frankfurt/Main“ mit beiteiligt war und ist. Wie auch im Bereich der Altenpflegeheime geht die Stadt Frankfurt/Main – das Gesundheitsamt  hier einen eigenen Weg der einen Qualitäts Standard festlegt, um der Würde von Menschen im Alter wie Patienten die med Behandlung in Anspruch nehmen gerecht zu werden versucht.

Meine Recherche geschah hauptsächlich deswegen um einer Grundlage/Vorgabe/Bestimmung für die besonderen Desinfektions und Hygienemaßnahmen bei der Behandlung von Menschen mit HIV mit denen die Vergabe der berühmten „Randtermine“ von den meisten Praxen begründet wurde auf die Spur zu kommen.

Letzte Nacht – es war eine dieser schlaflosen Nächte – stöberte ich im Netz und fand in der Ausgabe 2011_10 des Zahnärzteblatt von Baden – Württemberg in einem Bericht  Behandlung von Patienten mit HIV-Infektion (Teil 2) – Keine Angst vor HIV unter anderem die folgende Aussage:

Kaum etwas hält sich so hartnäckig wie die Unsicherheiten und Ängste vor einer Infektion mit dem HI-Virus bei der zahnärztlichen Behandlung. In den meisten Fällen sind fehlende Informationen der Grund. Heute hat die Medizin enorme Fortschritte in der Behandlungsfähigkeit erzielt. Die sich in ärztlicher Behandlung befindlichen HIV-Infizierten haben eine extrem geringe Viruslast. Infektionskrankheiten wie HBV und HCV stellen in der zahnärztlichen Praxis eine weitaus größere Infektionsgefahr dar. Doch immer wieder berichten HIV-Patienten, dass sie nicht behandelt werden, wenn sie in der Zahnarztpraxis wahrheitsgemäß ihre HIV-Infektion angeben. Zu viel Angst vor einer Ansteckung scheint der Grund der Ablehnungen zu sein.

Keine Sonderbehandlung. Bei Einhaltung der Hygienevorschriften stellt die Behandlung von HIV-positiven Patienten nach heutigem Wissensstand kein erhöhtes Gesundheitsrisiko für das Praxisteam dar. Deshalb gilt: Schluss mit den weitverbreiteten Fehlinformationen von der Einbestellung HIV-infizierter Patienten zum Ende der Sprechstunde, Verdoppelung der Schutzausrüstung, Desinfektion der gesamten Flächen im Raum einschließlich Fußboden und danach ein Betretungsverbot für diesen Raum von einer Stunde.

Quelle: www.zahnärzteblatt.de: Dr. Norbert Struß, Vorsitzender des Praxisführungsausschusses der LZK BW

Dem ist im Grunde genommen nichts mehr hinzuzufügen

*

Der Hinweis das die Behandlung von Patienten die HIV positiv sind nur vor der Mittagspause oder am Ende des Tages behandelt werden können basiert nicht auf den Empfehlungen des RKI sondern entspringt irrationalen Gründen bzw Ängsten.

Einer der Gründe, dieser „irrationalen Annahme“ war so erklärte mir ein Mitarbeiter des RKI „das Zahnärzte zuwenig über das Thema Infektion im Studium erfahren bzw in dem Studiengang der Zahnmedizin sehr „stiefmütterlich“ behandelt wird“. Insofern nimmt es auch nicht Wunder das man solche Aussagen immer wieder zu hören bekommt.

Die Behandlung von Menschen mit HIV und/oder HEP C wenn bekannt auf einen  „RandTermin“ mit der Begründung einer anschließenden gründlichen Desinfizierung der Räume, Gerätschaften und Sperren der Räume zu legen läßt in mir die Frage aufkommen:

„Was geschieht eigentlich mit dem Raum, den Geräten in dem eine Behandlung wie z.b. eine überaus schwierige Extraktion eines Weishheitszahnes von „Otto Normalo“ vor mir stattgefunden hat?

*

„Guten Morgen. Mein Name ist x.x.x. Ich bin vor kurzem nach Frankfurt/Main umgezogen und befinde mich jetzt wieder auf der üblichen Arzt Odysee. Der Grund warum ich anrufe: Ich bin seit über 20 Jahren HIV Positiv. Hätten Sie damit ein Problem im Fall des Falles?

„Nö, damit haben wir kein Problem, (aber) . . . „

war die am häufigsten getroffene Aussage der Damen/Zahnarzthelferinnen am anderen Ende des Telefon.

„Das heißt„, antwortete ich,

„Zu den üblichen Routieuntersuchungen mache ich einen Termin bei Ihnen aus und wenn ich morgens mit einer dicken Backe oder Zahnschmerzen aufwache, dann rufe ich Sie an und Sie behandeln mich am gleichen Tag  . . . . . . .“

„Ja“ sagten die Damen, „bei einer akut Situation behandeln wir Sie am gleichen Tag, . . . . „

Im Einzelnen ergab sich somit das folgende Bild:

152 Zahnärzte = 100 %

Kein Problem mit der Behandlung hatten 34 Praxen.

. . . . „aber“ . . . . 80 Praxen führten eine Behandlung nur während der berühmten „Randtermine“ i.e. kurz vor der Mittagspause oder Abends als letzter Termin durch.

17 Praxen legten mir die Behandlung in der Uniklinik – Carolinum nahe. Die Bandbreite der Begründung dieser „Empfehlung“ war wie gewohnt abenteuerlich.

Wir ziehen keine Zähne
Wegen Kinderbehandlung nicht möglich
Wir sind wegen der Hygiene und Desinfektion und so nicht auf die Behandlung von Menschen mit HIV eingestellt
Wir haben nicht genug Instrumente
. . . normalerweise ist die Uniklinik dafür zuständig. Es wäre also besser wenn Sie dahin gehen würden
Wir haben nur einen Behandlungsraum

11 Praxen sagten ganz klar: „Nein wir behandeln keine Menschen die HIV Positiv sind“

Diverse Gründe waren das die TelNr falsch war, die Praxis nicht mehr existierte „Ich bin Rentner, habe die Praxis geschlossen“ oder die Praxen waren wegen Urlaub geschlossen.

*

Aussagen einiger Zahnärzte und Zahnarzthelferinnen mit denen ich telefonierte wie

„Wir müssen uns ja bei jedem Patienten den wir behandeln entsprechend schützen da wir ja nicht wissen ob ein Patient mit HEP C oder einem der anderen Krankheitserreger, wie in der Empfehlung des RKI Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene Seite 1 pdf Datei beschrieben, infiziert sein könnte.“

waren eher die Ausnahme (22%) als die Regel.

Ein großer Teil der Zahnarzthelferinnen am anderen Ende des Telefon fanden es „Ganz toll“ das ich so offen über meinen Status „HIV +“ sprach. Einige wollten meine Daten wissen (So würden Sie wissen das ich HIV positiv bin falls ich bei Ihnen anrufen würde um einen Termin auszumachen) bzw wollten mir gleichen einen Termin geben. Ich wies Sie darauf hin das ich meine „Routineuntersuchung“ in diesem halben Jahr schon hinter mir habe und im Moment mit meinen Zähnen alles ok ist.

„Wenn Sie dann anrufen um einen Termin auszumachen dann sagen Sie bescheid das sie HIV + sind.“

Der größte Teil der Damen am Telefon waren der Annahme das ein HIV Positiver seinen Status „Ich bin HIV +“ angeben muß.

„Sie müssen ja auch den Anamnesebogen (wahrheitsgemäß) ausfüllen.“

So oder so ähnlich sehen die meisten Fragebögen/Anamnesebögen aus die man zum Ausfüllen bekommt wenn man das erste Mal zu einem Zahnarzt geht.

Als ich die Damen fragte ob sie sich tatsächlich mit mir auf eine Diskussion über das  „wahrheitsgemäße Ausfüllen des Anamnesebogens“ einlassen wollten, wurde ganz schnell klar dass das Wissen darüber ob man seinen Status HIV positiv angeben muß nicht immer auf der Realität sondern auf Annahme und vorhandenen irrationalen Gründen – Ängsten beruhte.

*

Grundsätzlich gilt das man seinen Status, die Frage ob man „HIV Positiv“ ist nicht wahrheitsgemäß beantworten muß. In meinen Augen ist es aber eine ambivalente Angelegenheit.

Das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein nimmt zu dem Thema „Hinweise zur Verwendung standardisierter Anamnesefragebögen“ u.a. wie folgt Stellung:

Aus diesem Grund werfen solche Anamnesebögen datenschutzrechtliche Fragen auf. Gemäß § 28 Abs. 7 Bundesdatenschutzgesetz dürfen Ärzte Angaben über die Gesundheit des Patienten nur soweit erheben, wie dies zum Zweck der Gesundheitsvorsorge, der medizinischen Diagnostik, der Gesundheitsversorgung, der Behandlung oder der Verwaltung von Gesundheitsdiensten erforderlich ist. Bei der Frage, welche Angaben des Patienten der Arzt für notwendig hält, steht ihm allerdings ein weiter Beurteilungsspielraum zu. Denn gerade zu Beginn einer Behandlung kann regelmäßig nicht exakt abgeschätzt werden, welche Angaben im weiteren Verlauf der Behandlung erforderlich werden. Der Arzt ist vielmehr zu einer vollständigen Anamnese verpflichtet (siehe dazu Laufs/Uhlenbruck, Handbuch des Arztrechts, 2. Auflage 1999, § 48 Rn 4), die eine umfassende, ganzheitliche Behandlung ermöglicht.

Ich pers halte die wahrheitsgemäße Beantwortung „HIV positiv = Ja“ aus mehreren Gründen für sinnvoll. Der wichtigste ist der das im Zahnarztalltag trotz aller Vorsichtsmaßnahme eine Nadelstichverletzung bei der Behandlung eines Patienten der HIV + ist theoretisch möglich sein kann. Quelle: http://www.datenschutzzentrum.de: Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein

*

Ein Zahnarzt erzählte mir im Laufe meiner Recherche das er sich unter Einhaltung seines Schutzes mit einer Nadel im Laufe der Behandlung eins Patienten der HIV + ist gestochen hat. Trotz des Wissen das eine HIV Übertragung nur „theoretisch möglich ist“, spülte er seinen Finger mit der Einstichwunde kräftig in Alkohol aus. Während der folgenden 6 Wochen war ihm nichtsdestoweniger „sehr mulmig“ zu mute. Ein anschließender Test ergab  das er sich nicht infiziert hatte. Was und wie Angst funktionert, vielleicht vergessen wir das manchmal und sind deshalb schnell dabei, vorhandene Ängste in den Wind zu schlagen und sie stattdessen auf die „Stigma und Diskriminierungs Goldwaage“ zu legen.

Einerseits schütze und verhielt er sich jedem Patienten gegenüber so als wäre jeder Patiet mit irgendeinem Virus, Bakterien etc infiziert. Auf der anderen Seite bedingte das „Wissen um den Status dieses Patienten „HIV +“ das er die nächsten Wochen schlicht und einfach Angst hatte infiziert zu sein. Es ist ein Unterschied ob man intellektuell von der Annahme ausgeht das „jeder Patient infektiös“ ist oder ob ein Patient vor der Behandlung sagt das er HIV + ist. Der emotionale, psychologische Aspekt entwickelt (s)eine ganz eigene Dynamik die idr dem „Wissen vom Verstand her“ diametral entgegengesetzt verläuft.

Dazu das „Zahnärzteblatt Baden-Württemberg Ausgabe 2011_10„:

Was muss der Zahnarzt wissen? Der Zahnarzt muss bei jedem Patienten dieselben Hygienemaßnahmen und Maßnahmen zur Infektionskontrolle durchführen, unabhängig davon, ob der Patient seine Infektion angibt oder nicht. Eine Sonderbehandlung von HIVpositiven Patienten ist nur bei den hochgradig Immunsupprimierten in folgenden Fällen notwendig:

  • Der Patient hat weniger als 200 Helferzellen. Hierdurch können orale Veränderungen auftreten, die einer speziellen Behandlung bedürfen.
  • Die Zahl der Blutplättchen (Thrombozyten) liegt unter 60.000/ml. Das kann zur Folge haben, dass eine Blutung nach dem Zähneziehen nicht oder nur schwer zu stillen ist.
  • Die Zahl der neutrophilen Granulozyten (Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die bei einer Infektion zur Bakterienabwehr benötigt werden) liegt unter 500 Zellen/ml. In diesem Fall ist eine Vorsorgebehandlung mit Antibiotika notwendig.

Medikamenteneinnahme. Ein weiterer Grund, sich mit dem HIVExperten in Verbindung zu setzen, sind mögliche Wechselwirkungen zwischen den in der zahnärztlichen Praxis verwendeten und den HIVMedikamenten. Nach der Medikamenteneinnahme muss unbedingt gefragt werden. Das Beruhigungsmittel Dormicum® verträgt sich z. B. nicht mit der Einnahme von Sustiva® und Norvir®. Theoretisch besteht die Gefahr einer Atemlähmung durch Blutspiegelerhöhung. Die gleichzeitige Einnahme von Cymeven® und Penicillin verstärkt die Neigung zu epileptischen Anfällen. Quelle: Zahnärzteblatt Baden-Württemberg Ausgabe 2011_10

Persönlich halte ich die Information an den Zahnarzt „Ich bin HIV positiv – Haben Sie ein Problem damit?“ ein gutes Intro um über das Thema „HIV – Stigma und Diskriminierung im Alltag“ im Laufe einer Zahnbehandlung die sich möglicherweise über mehrere Termine hinzieht auf einer persönlichen Ebene „Auge in Auge“ zu kommunizieren. Persönlich habe ich idr damit gute Erfahrungen gemacht.

* * *

Update 26. April 2012

Mein persönliches Fazit der Situation „zahnärztliche Behandlung von Menschen mit HIV in Frankfurt/Main“:

Die Vergabe von Randterminen zwecks der Behandlung von Menschen mit HIV hat imo weniger mit Stigma/Diskriminierung als schlicht und einfach mit irrationaler Angst der meisten Zahnärzte zu tun, da 114 Praxen auf meine Frage „Haben Sie n Problem damit . . . .?“ als erstes mit „Nein damit haben wir kein Problem . . .“ geantwortet. (Mir scheint ich hab mich da ein bischen einlullen lassen so nach dem Motto, „Na ja das is halt so  . . .)

Dazu eine Aussage einer Freundin:

Irrationale Ängste sind Ausdruck und gleichzeitig Hintergrund von Stigmatisierung. Von daher würde ich Deiner Schlussfolgerung nicht ganz zustimmen. Eher sind die irrationalen Ängste ganz klar der Beweis, bzw. sind ganz klar gleichzusetzen mit Stigmatisierung 😉 Das ist inbegriffen in der Begriffsdefinition von Stigmatisierung. 😉

Aus „Leben mit HIV und Stigmatsierung“ – Was sind die Ursachen

Schutz und Angst vor dem Tod

Bei der Frage nach den Ursachen wird oftmals zwischen „instrumenteller“ und „symbolischer“ Stigmatisierung unterschieden. Dabei geht es um die Frage, ob die Stigmatisierung die Funktion hat, vor einer als real wahrgenommenen Bedrohung zu schützen („instrumentelle Stigmatisierung“) – oder ob es darum geht, eine gesellschaftliche Ordnung zu bewahren, die als schützenswert angesehen wird („symbolische Stigmatisierung“). Während bei der ersten Funktion tatsächlich die Angst bzw. der Schutz vor z.B. einer tödlichen Infektion im Vordergrund steht, geht es bei der zweiten Form meist um gesellschaftlich definierte Werte und Moralvorstellungen, die geschützt werden sollen. Verhalten, das als vermeintlich gesellschaftsschädigend angesehen wird, wird demnach verurteilt und die Menschen, die mit diesem Verhalten in Verbindung gebracht werden, ausgegrenzt. In Bezug auf HIV/ Aids waren vor allem in den 80er Jahren beide Formen sehr stark ausgeprägt.

Quelle:positive-stimen.de: HIV und Stigmatisierung

Update Freitag 27. April 2012

Gestern Donnerstag Vormittag hatte ich Besuch einer Gutacherin (wegen eines Antrages auf Feststellung einer Pflegestufe) bei mir zu Hause. Im Laufe der Begutachtung kamen wir auch auf das Thema HIV und Stigmatsirieung zu sprechen. Sie erzählte mir von der Erfahrungen aus ihrem Berufsalltag als Gutachterin wie auch aus ihrer früheren Tätigkeit als Krankenschwester in einem Krankenhaus das „Ablehnung – Stigmatisierung von Menschen mit HIV“ ihr in ihrer früheren Arbeit als Krankenschwester sehr oft begegnet ist und ihr auch heute als Gutachterin für den Mdk immer wieder (durch Gespräche mit HIV Positiven) begegnet. Besonders in einem Krankenhaus wird man mit Infektionen konfrontiert die weitaus tragischer sind als die Infektion von Menschen mit dem HIVirus die mittlerweile durch die vorhandenen Medikamente so gut eingestellt sind das von einer Infektionsgefahr bei regelmäßiger Einnahme von Menschen die HIV Positiv heute nicht mehr zu sprechen ist. Die Hartäckigkeit der Bilder die sich in den Köpfen Vieler in der Gesellschaft eingebrannt hat ist auch für sie völlig unverständlich. Sie stellte fest das es trotz aller vorhandenen Information scheinbar nicht möglich ist diese Bilder aus den Köpfen heraus zu bekommen.

Dies deckt sich auch mit meinen Erfahrungen

* * *

Update 4. Mai 2012

In HIV Foren wird immer mal wieder das Thema Zahnarzt thematisch aufgeworfen. „Wie haltet Ihr es wenn ihr zu einem Zahnarzt, Arzt geht. sagt ihr das ihr HIV + seid?“

Ich sehe gar nicht ein warum ich es einem Zahn – Arzt sagen solldas ich HIV + bin.

Schon dem gar nicht dem Zahnarzt!!!

Solche Aussagen – Antworten kann man dann immer wieder zu lesen.

Viele von Uns haben in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht = sind diskriminiert worden, wenn wir einem Zahnarzt oder Arzt gesagt habt das wir HIV + seid. Wir wurden entweder ans Ende der Sprechstunde bestellt oder man hat uns an eine Klinik – Uniklinik verwiesen. Aus diesem Grund weil man uns abgelehnt hat sagen viele nicht dem Arzt zu dem sie gehen das sie HIV + sind.

Diskriminierung, von einem Azrt wegen HIV, einer Krankheit, abgelehnt zu werden fühlt sich schlecht an. Abgelehnt zu werden heißt „verletzt zu werden“ Und das fühlt sich alles andere als gut an. Deshalb sagen sich Viele:

„Nö bevor mich n Arzt wieder verletzt, mich ablehnt werde ich nicht sagen das ich HIV + bin.“

„Wenn wir schweigen, Uns nicht wehren dann wird sich nichts ändern. Wir werden immer wieder aus den gleichen Gründen abgelehnt und verletzt werden.

Kein Arzt darf Euch ablehnen – Euch verletzten!

Kein Zahnarzt darf Uns einen Termin am Ende der Sprechstunde, einen „Randtermin“ geben. Jeder Zahn – Arzt muß Uns wie jeden anderen Patienten auch behandeln.
Wenn man Uns so kommt dann beschwert Euch.

Im Rahmen meiner Umfrage habe ich mit der Landeszahnärztekammer Hessen gesprochen -> http://www.lzkh.de/Content/Pages/200/200D/200DD . Wendet Euch an diese Frau.

In der LandeszahnärzteKammer Baden Württemberg gibt es auch einen fähigen Mann.  Wendet Euch an Ihn.

Ruft die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Telefon (040) 202 07 – 0, in Hamburg an, beschwert Euch auch dort.

Ruft das zuständige Gesundheitsamt in Eurer Stadt an und beschwert Euch

Und ruft auch das RKI an. Bittet die Zentrale das man Euch mit einem Mitarbeiter der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionspränention verbindet der an der Empfehlung für Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene mitgearbeitet hat und teilt ihm Eure Erfahrung mit.

Während meiner Recherche habe ich mit all diesen Leuten telefoniert. Sie hören Euch zu. Und sie werden reagieren je mehr Ihr von Euren Erfahrungen redet, ihnen sagt das man Euch abgewiesen hat, das man Euch wieder mal einen Randtermin gegeben hat.

„Wenn wir Uns nicht wehren, dann wird sich nichts ändern. Dann werden wir die wir HIV + sind immer weiter, immer wieder diskriminiert werden.“

* * *

Update 9. Juli 2012

HIV-positiv beim Zahnarzt: Es reicht … ziehen wir Zahnärzten den Zahn

Diesen Zahn (der Diskriminierung HIV-Positiver) müssen WIR den Zahnärzten ziehen!

Oder wird es Zeit, dass HIV-Positive den Deutschen Zahnärzte-Tag aufmischen, hier ihren Protest deutlich hörbar machen? Der nächste Deutsche Zahnärztetag wäre dann am 9. und 10. November 2012 in Frankfurt. Kurz vor dem Welt-Aids-Tag und der Paulskirchen-Veranstaltung der Frankfurter Aids-Hilfe … ein guter Zeitpunkt, dass Zahnärzte sich endlich dem Thema HIV stellen, Position beziehen. Und klar machen, wie sie zum Thema Behandlungsverweigerung und Stigmatisierung HIV-Positiver stehen.

Quelle: Ondamaris

Sehe ich genauso. Gehn wir s gemeinsam an!

* * * * *

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17 Antworten zu HIV + und der Gang zum Zahnarzt – Die Situation in Frankfurt/Main (akt2)

  1. ondamaris schreibt:

    danke, dass du an dem Thema dran bleibst!

  2. mgerschwitz schreibt:

    Ich musste meinem Zahnarzt in Berlin damals (1996) erst einmal den Unterschied zwischen HIV und AIDS erklären, denn der Patientenbogen sah nur »AIDS« vor. Wir haben ein wenig gestritten, aber er hat’s dann begriffen und sagt mir heute noch manchmal, dass er mir dankbar ist, dass ich ihm die Augen geöffnet habe. 🙂
    Ich habe zwar auch (fast) immer Randtermine, aber bei mir ist das eher auf eigenen Wunsch. Das passt also …

    • alivenkickn schreibt:

      Hallo MGerschwitz 😉

      Wenn s paßt mit einem Randtermin, dann ist auch nichts dagegen einzuwenden. Dann paßt s ja. Im Laufe dieser Umfrage bin ich immer hellhöriger geworden. Während der Umfrage habe ich div „Desinfektionspläne“ im WWW entdeckt. Ab da war mir klar das bei der „Vergabe eines Termines an einen Randtermin“ einfach zuviel „Irrationales/Ängste mit hinein spielten.

  3. alivenkickn schreibt:

    Ich war bis heute Nacht „eigentlich“ sehr nachsichtig gestimmt. Auch was das Thema „Randtermine“ betrifft. Dann entdeckte ich den Artikel im „ZahnärzteBlatt von Baden-Württemberg. Das war der Moment wo „meine milde Nachsichtigkeit“ ein abruptes Ende gefunden hat.

    Was man – ich – positiv hervorheben muß sind die Bemühungen des Gesundheitsamtes Frankfurt/Main im Kontext zu den Hygieneberatung u.a. im med Bereich. In Zusammenarbeit mit der Landeszahnärztekammer Hessen und dem Sozialministerium hat die Stadt Frankfurt ein Angebot – Konzept entwickelt das nicht nur notwendig und sinnvoll ist sondern das „eigentlich“ auch ein Angebot – Einladung an alle hess Kommunen, Städte und Landkreise ist. Leider hapert es da ganz gewaltig.

    Von der Idee bis zur Umsetzung das wird in diesem Jahresbericht sehr gut dokumentiert.

  4. garuda schreibt:

    Ein ganz aktuelles Thema. Meine Erfahrung im Carolinum (Uni Klinik Frankfurt): Ich saß schon auf dem Behandlungsstuhl und wurde dann, nachdem der Arzt den Patientenbogen studiert hatte, darauf hingewiesen, dass ich, aufgrund meiner Infektionserkrankung, von den Studenten des Carolinum nicht behandelt werden kann bzw. darf. Die von mir gewünschte Kontrolluntersuchung wurde dort gar nicht vorgenommen!

  5. fantasylife schreibt:

    Ich hätte ja nicht gedacht, dass in der Zahnmedizin solche Ansichten herrschen, dieser Artikel erstaunt mich doch sehr. Scheinbar ist die Aufklärung über HIV dort immer noch sehr schlecht. Hygienemaßnahmen sind zwar immer wichtig, aber man muss schon abwägen wie hoch das Infektionsrisiko wirklich ist, denn es gibt viele andere Infektionskrankheiten bei denen die Gefahr einer Ansteckung wesentlich höher ist.

  6. Zahnarzt XXL schreibt:

    Danke für den tollen informativen Artikel. An sowas hab ich bislang als Patient vorher noch nie gedacht gehabt. Da muß ich erstmal ne Nacht drüber schlafen wie ich es finden würde, wenn jemand mit HIV vor mir behandelt wurde. Glaube das mit den Randterminen würde ich OK finden, da dann wohl beim Zahnarzt alle Geräte desinfiziert werden.

    • Landei schreibt:

      Das mit den Randterminen finde ich auch okay. Ich hoffe nur, das der Arzt/das Personal nur so kurz vor dem Feierabend wirklich noch konzentriert und bei der Sache ist, das da keine Keime übersehen werden.
      Genauso, wie sie es tagsüber machen sollten!!!
      Es wäre ja der Horror, wenn ich als Randterminpatient mich vielleicht mit irgendeinem Keim infizieren könnte, den der vorhergehende Patient da hinterlassen hat.

      Hab doch mit meinem schon genug zu schaffen.

  7. Andraes Wolff schreibt:

    War in einer UNI-Klinik in Behandlung bekam auch immer nur Randtermine. Was ich noch hin nehmen konnte, aber das mit der übertriebenen Schuttkleidung des Personals war schon merkwürdig. Doch das kein Zahnstein Entfernung gemacht wurde und selbst bei der Provinziellen Zahnreinigung die ich selbst bezahlen musst wurden die Belege nicht entfernt mit der Begründung das sie es bei HIV + nicht machen wegen der möglichen Kontaminierung des Behandlungsraum. Selbst der Hinweis das meine Viruslast unter der Nachtweißgrenze liege interessierte sie nicht.

    • alivenkickn schreibt:

      Hallo Andreas

      Ein Randtermin zur Zahnbehandlung in einer Uni Klinik vor allen Dingen mit der Begründung der „Kontaminierung des Behandlungsraumes“ ist echt ein dicker Hund. In einem solchen Fall wie diesem würde ich mich an die Landeszahnärztekammer des Bundeslandes wenden in dem diese Klink liegt. Mittlerweile werden die LZK´s – Landeszahnärztekammern was die Behandlung von Menschen mit HIV betrifft immer aktiver. Die meisten der LZK´s sind sich bewußt das dieses diskriminierende Verhalten der Vergabe von Randterminen leider immer noch Alltag ist. Sie sind aber die Einzigen die einen direkten Einfluß auf ein solches Verhalten eines Zahnaztes resp. Klinik nehmen können.

      Danke für Dein wenn auch negatives Feedback. Solche Feedbacks sind, so Menschenunwürdig sie auch für einen selbst sind, insofern wichtig da man nur dann gegen „solche Mißstände“ angehen kann wenn man von ihnen Kenntnis hat.

      LG alivenkickn

  8. Marion schreibt:

    Wow. Das sind harte Fakten. Wir hören im Rahmen unserer Community immer wieder von solchen Fällen. Es ist schockierend, diese Fakten zu lesen und ja, ich stimme Dir zu: „Randtermine“ sind definitiv Ausdruck der Stigmatisierung HIV positiver Menschen. Wir hatten erst jüngst einen Fall, bei dem eine Chirurgische Praxis (MKG Chirurgie) einen HIV positiven Patienten nicht behandeln wollte und ihm nahe gelegt hat, direkt in die Uniklinik „vor Ort“ (~100km) zu fahren, da man ohnehin nicht dafür ausgerüstet sei. Auch dort hat er nur einen Randtermin bekommen. Das ist verletzend und unverschämt zugleich. Ich frage mich immer, ob solche Ärzte (oder insbesondere auch deren Personal) nicht wissen, dass bei jeder Infektionskrankheit eine deutlich größere Dunkelziffer besteht? Das kann es im Jahr 2014 doch wirklich nicht sein, oder? Solch ein Verhalten ist dann der „Dank“ für die Offenheit und das Verantwortungsbewusstsein HIV positiver Menschen, die sich im Anamnesebogen eben nicht zu einem Verschweigen hinreißen lassen…

    Tolle (Telefon-)Arbeit!!

    LG
    Marion

  9. alivenkickn schreibt:

    Hallo Marion
    Mittlerweile habe ich ja einige solcher TelAktionen auch in anderen Städten durchgeführt: Darmstadt/Dieburg, Würzburg und Dresden. Die Ergebnisse waren sich ähnlich. Ähnlich bzw gleich waren meine Fragestellung und die Ansprechpartner. Die Mädels am Empfang. Noch während der TelAktion in Dresden wurde mir klar das Zahnmedizinische Fachangestellte auf grund von mangelndem Wissen/Unsicherheit Aussagen wie Randtermine, Verweis an eine Uniklinik treffen. Insofern werde ich bei einer der nächsten Aktionen nicht nur die „Unsicherheit“ ansprechen sondern bitten den ZArzt zu fragen. Natürlich lehnen ZÄrzte die Behandlung ab oder verweisen auf eine Uniklink. Ich denke aber das ein Teil der Randtermine auf mangelnde Kommunikation zwischen Arzt und Team zurückzuführen ist. Dies dürfte zum Teil auch auf das bürokratische System zurückzuführen sein. Nur wenige ZÄrzte sind bereit oder in der Lage ihr Zahnmedizinisches Fachpersonal zur Weiterbildung zu schicken zumal die Kosten für die Weiterbildung von Ihnen dem ZmedFachpers selbst getragen werden muß. Und so dicke verdienen die Mädels auch nicht ihre Kohle.

    LG Wolfgang

  10. Laura schreibt:

    Es ist mehr als nur ein Witz sich über die Vergabe von Terminen gegen Ende der Sprechzeit aufzuregen! Seid doch einfach froh, dass ein Arzt samt Assistenz ihren Arsch für eure Zahngesundheit riskieren. Die Übertragung kann niemals ganz ausgeschlossen werden… schon beim Legen einer Füllung oder beim Entfernen von Zahnstein tritt zwangsläufig Blut aus. Das ist einfach eine Tatsache! Die Kanüle aus der Anästhesie ist ebenso eine Risikoquelle und dies kann man in jedem Fachkundebuch für Zahnmedizin nachlesen. Deshalb ziehe ich mir – egal ob HIV, TBC, Hep C – doppelte Handschuhe sowie Schutzbrille an. Warum? Weil es mir egal ist, ob sich jemand in dieser Gutmenschengesellschaft diskriminiert fühlt nur weil ich meine eigene Gesundheit nicht gefährden möchte. Und infizieren kann man sich definitiv – wenn bei einem Risikopatienten ohne Schutzbrille und Handschuhe gearbeitet wird. Warum wir das Zimmer danach sperren? Um sich zu 100% absolut sicher sein zu können, niemand anderen zu gefährden! So sollte auch jeder normale Mensch mit Infektionskrankheit denken! Wenn ihr den Zahnarzt nicht über eure Infektion informiert besteht ein gestörtes Arzt-/ Patientenverhältnis und der Arzt kann die Behandlung ganz legitim verweigern.

    Anstatt Dankbarkeit dem Arzt gegenüber zu zeigen, fordert ihr die bestmögliche Behandlung ein und seid dann auch noch unverschämt wenn das Praxisteam um 20:30 Uhr nicht mehr Dauerlächelt….. Egal ob HIV positiv oder nicht.

    • alivenkickn schreibt:

      1) Keine Angst vor HIV!
      Informationen für medizinisches und pflegerisches Personal

      Bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung von Menschen mit HIV oder Aids kommt es immer wieder zu Fragen, Unsicherheiten und Ängsten – ob in der häuslichen Pflege, im Krankenhaus oder in der Arztpraxis, in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen und Wohnprojekten.

      In dieser Broschüre für medizinisches und pflegerisches Personal, bieten wir die wichtigsten Informationen zum Thema und geben Antworten auf häufig gestellte Fragen.

      2) Das ganz normale Leben führen

    • Verärgert schreibt:

      Liebe Laura, ich muss grad echt sehr ärgern über Sie.
      Wenn Sie Zahnärztin sind, na dann prost Mahlzeit. Sowas wie Ihnen gehört die Zulassung entzogen.

      Sie ja genau Sie sind nämlich der Grund warum ich meine Infektion nicht angeben werde. Genau solche Zahnärzte wie Sie, die nämlich keinen Plan von nichts haben. Befindet man sich nämlich in Therapie, ist die Ansteckungsgefahr bei 1 Prozent. Und diesen 1 Prozent haben Sie bei jedem Patienten.

      Der Zahnarzt ist verpflichtet dazu, sich bei jedem Patienten ausreichend zu schützen. Den Der Patient könnte es ja auch nicht wissen oder es nicht angeben – bei uns in Österreich ist man nicht verpflichtet.

      Jetzt kommt aber das Beste, Ich als HIv Patient kann nichts für ihre Unfähigkeit.
      Ihre Unfähigkeit sich ausreichend zu informieren oder sich in diesem Thema fortzubilden.

      Daran sieht man ja schon mal wieviel Ihnen ihre eigene Gesundheit wert ist.
      Sie sollten nämlich mal lernen, sich bei jedem Patienten ausreichend und kompetent zu schützen.

      Sie wissen ja gar nicht wie hoch die Dunkelziffer ist, wieviele Patienten sie tagtäglich mit Infektionskrankheiten oder sonstigen ansteckenden Krankheiten behandeln.

      Und ganz ehrlich??? Mittlerweile fürchte ich mich eher vor Ihnen. Ich wünsche mir selbst das ich nicht an so eine unverantwortliche Ärztin wie Sie gerate.

      Denn, ich muss ja bei Ihnen Angst haben das ich mir nicht irgendetwas ein fange.

      Und der Aller Aller grösste Witz an Ihnen ist ja noch, das Sie denken HIV Kranke würden einen Arzt in Gefahr bringen.
      Ich kann nicht für Alle sprechen aber für mich und sicher den Großteil – den ich gehe alle 3 Monate ins KH und lasse mein Blut checken.
      Ich bin jedes Mal unter der Nachweis grenze, das seit Jahren. Ich achte womöglich sehr viel mehr auf meine Gesundheit als ein nicht HIV Kranker und bin auch sonst sehr vorsichtig und wachsam.

      Sie können mir eines glauben, für einen HIV Kranken gibt es mitunter sicher nichts schlimmeres als mit der Schuld zu leben, jemanden anderen angesteckt zu haben.

      Aber nun gut soviel mal zu mir, aber wie siehts bei Ihnen und den Rest der Ärzte aus?
      Mir stellt es einfach nur die Haare auf, wenn ich Ihnen zuhöre.

      Ich kann Ihnen eines sagen, Sie werden bestimmt schon das ein oder andere Mal einen Hiv Kranken behandelt haben und es nicht gewusst.
      Und? Haben Sie es jetzt??

      Ich könnte mich ewig lange über Ärzte wie Sie aufregen. Das Sie sich auch noch Ärztin nennen dürfen ist auch schon der nächste Punkt.
      Aber gut heutzutage geht es den Zahnärzten ja nur mehr um Kohle nicht darum den Menschen zu helfen.
      Deswegen ist es ja egal, wie man mit Menschen umgeht.

      So groß über Ihre eigene Gesundheit reden aber dann ist Sie es Ihnen nicht mal wert, sich fortzubilden. Und nicht mal nur zu ihren eigenen Schutz.
      Nein auch zum Schutz ihrer Patienten, den Sie sind in meinen Augen mit ihrer Einstellung noch ein grösseres Risiko für die Patienten.
      Es gibt nicht nur HIV was sich über Blut übertragen kann.

  11. Mario schreibt:

    Hi! Ich wohne zwar in Wien, da ist alles ein bisschen anders als ein Deutschland, aber die Probleme bleiben die gleichen…

    Ich habe nach langer Suche endlich ein Zahnambulatorium gefunden, das professionell, schnell und effizient arbeitet. Nur leider hat das Personal dort ein Problem mit meinem HIV-Status. Daraufhin habe ich mich bei der AIDS-Hilfe Wien, der Wiener Zahnärztkammer und der zuständigen Dachgesellschaft des Ambulatoriums beschwert und meine Situation geschildert (das übliche: Randtermine, desinfzieren meiner Hände nach der Behandlung, damit ich die Türklinke nicht kontaminiere, 3 Terminverschiebungen für eine Zahnfüllung, usw).

    Fazit der ganzen Geschichte: Die Dachgesellschaft gibt meine Beschwerde weiter (was das auch immer heißen mag), die AIDS-Hilfe Wien hat mir Infomaterial zukommen lassen und die Wiener Zahnärztkammer bittet um ein Gespräch. Mal sehen, wie das ausgeht…

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