85 Prozent der Aids-Patienten in der DR Kongo erhalten keine Behandlung . . .


. . . 15.000 Todesfälle in drei Jahren befürchtet.

Die folgende Pressemitteilung von Ärzte ohne Grenzen, wurde soeben in der Demokratischen Republik Kongo verbreitet wurde, um auf die katastrophale Situation der HIV/Aids-Patienten in dem Land hinzuweisen. 85 Prozent der Aids-Patienten, die eine Behandlung brauchen, haben derzeit keinen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten. Falls nichts geschieht, werden etwa 15.000 Aids-Patienten, die auf den Wartelisten für
antiretrovirale Medikamente stehen, vermutlich in den kommenden drei Jahren sterben.

“ Kinshasa, 25 January 2012 – Médecins Sans Frontières (MSF) is alarmed by the situation of HIV/AIDS patients in the Democratic Republic of Congo (DRC), the lack of priority given by the Congolese authorities and the withdrawal of donors, all occurring as the Global Fund to Fight AIDS, Malaria and Tuberculosis prepares to celebrate its tenth anniversary on 28 January.

The conditions surrounding access to care for people living with HIV/AIDS in DRC are horrific. At the Centre Hospitalier de Kabinda (CHK) in Kinshasa, MSF has observed an excessively high number of patients arriving with serious complications resulting from lack of treatment. Their advanced illness creates unacceptable suffering.

Quelle: Den vollständigen Bericht – auf Englisch gibt es hier: Médecins Sans Frontières (MSF)

Diese schlimme Situation hängt zusammen mit dem Rückgang der Finanzmittel zur Aids-Bekämpfung. Eine geplante Ausweitung der HIV/Aids-Behandlungsprogramme in der Demokratischen Republik Kongo wurde ausgesetzt, weil der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria die geplante 11. Finanzierungsrunde für neue Programme komplett abgesagt hat. Der Fonds hat mit dieser drastischen Maßnahme darauf reagiert, dass Industriestaaten in Zeiten der Finanzkrise ihre Zusagen an den Fonds nicht einhalten bzw. ihre Zusagen reduziert haben. Quelle: Pressemitteilung Ärzte ohne Grenzen

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So schwadronierte die Parla­men­ta­rische Staats­sekre­tärin im BMZ, Gudrun Kopp, unlängst anläßlich das 3. BoP-Bran­chen­dia­log

Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht. Dennoch haben etwa 1,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu essentiellen Medikamenten. Der BoP-Branchendialog (Base of the Pyramid – BoP) mit der Pharmabranche nähert sich dem Thema „Zugang zu Medikamenten“ aus einer unternehmerischen Perspektive. Quelle: Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des BMZ veranstaltet.

zum Thema „Breiten­wirk­same Ge­schäfts­modelle in der Phar­ma­branche“, eine Ver­an­stal­tung im Auf­trag des BMZ ganz im Sinne der Niebel´schen  Entwicklungs pardon Niebel´schen KlientelPolitik:

Gesund­heit ist ein zen­tra­les Feld der Ent­wick­lungs­politik und eine wesent­liche Voraus­set­zung für Ent­wick­lung über­haupt. Deshalb unter­stützt die deutsche Ent­wick­lungs­politik ihre Ko­ope­ra­tions­länder unter anderem dabei, ihre Gesund­heits­sys­teme zu stärken. Dabei geht es nicht nur um ein Ge­sund­heits­ange­bot in aus­reichen­der Quali­tät, ent­scheidend ist, dass auch benach­teiligte Bevöl­kerungs­gruppen sich die Behand­lung leisten können. Der Zugang zu Medi­kamen­ten ist dabei von beson­derer Bedeu­tung.

„Pharma­unter­nehmen haben bei der Ver­bes­serung des Zugangs zu quali­tativ hoch­wertigen und bezahl­baren Medika­men­ten für Menschen am Fuße der globalen Ein­kom­mens­pyra­mide (Base of the Pyramid – BoP) eine wichtige Rolle und eine große Ver­ant­wor­tung“, betonte Gudrun Kopp.

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85 Prozent der Aids-Patienten, in der DR Kongo, haben derzeit keinen Zugang zu antiretroviralen Medikamenten.

Und wie diese Verantwortung der Pharmaindustrie aussieht . . . . Eingabefeld „Suche“ rechte Seite auf meinem Blog – Stichworte: TRIPS, Generika, Freihandelsabkommen sowie Facebook Gruppe „Recht auf Gesundheit – Recht auf Medikamente“

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