Kundendienst? Service? In Deutschland?


Es gibt Slogans deren Sinn erschließt sich einem nicht immer auf den ersten Blick. Gut, vordergründig jubelt halb Deutschland, vielleicht deswegen weil es wenig braucht um in einen Jubelsturm auszubrechen.

Einer dieser Slogans ist „imo“ zweifelsfrei „Ich bin doch nicht blöd“. Für diesen Slogan mit dem die größte Elektronik Fachmarktkette Europas zur Berühmtheit gekommen ist, gibt es nach meinem Verständnis 2 Interpretationen. Die Erste mit dem diese Kette dank vieler marketingumsatzsteigenderwerbeversprechender Werbeträger zu Ruhm gekommen ist, . . nun wenn ich ehrlich sein soll so hat sich mir diese Deutung – trotz mannhafter Bemühungen immer noch nicht ganz erschlossen. Eine zweite – meine eigene Interpretation ist allerdings so kurz und bündig wie schlüssig.

„Ich bin doch nicht blöd“. Das heißt ganz subjektiv und persönlich betrachtet „Ich wärbin blöd“ wenn ich noch einmal ein elekronisches Gerät z.b. ein LCD Fernseher auf Grund eines günstigen Preises und einer nicht vorhandenen Kunden und Servicefreundlichkeit im Fall des Falles (auch wieder ganz subjektiv persönlich empfunden) bei besagter Elektronik Kette kaufen würde.

Anfang Juli 2011 kaufte ich bei besagter Elektronikkette die . . aber das ist ja mittlerweile bekannt, ein LCD Fernsehgerät eines Herstellers mit einem Allerweltsnamen. Die Ladenkette die Geräte eines Herstellers mit einem  . . aber auch das habe ich schon erwähnt vertreibt, befindet sich in realtiv naher Nähe des Altenpflegeheimes in dem meine Mutter zu diesem Zeitpunkt i.e. im Juli 2011 bald Wohnung nehmen werden würde. Deshalb die Überlegung: Elektronik Kette in der Nähe des Altenpflegeheimes und im Falle eines Falles . . kurzer Weg . . .paßt! Von wegen kurzer Weg, KundenServicefreundlichkeit oder gar Kulanz. Denkste.

Mittlerweile, wir schreiben den 25. Dezember 2011 hat das Gerät seinen Geist aufgegeben oder besser gesagt, es verweigert seinen ihm zugedachten Auftrag. Es – das FlachbildFernsehGerät hängt einfach so an der Wand und erfüllt nicht mehr seinen Zweck. Still, stumm und ganz in Schwarz hängt er an der Wand. Nach noch nich mal 6 Monaten is er „Nothing but a No good for Nothing“.

Auf meinen höflichen Anruf bei besagter Niederlassung dieser größten Elektronik-Fachmarktkette Europas teilte man mir lakonisch mit: „Wie, sie ham keinen hauseigenen speziellen Schutz, keine hauseigene Garantie? Tja in dem Fall müssen se sich an den Hersteller wenden“. „Aha“, sagte ich, „und sie dürfen sicher sein das dies meinerseits der letzte Kauf bei Ihnen, der größten Elektronik Fachmarktkette Europas, war.“

Goggle sei Dank stellte es für mich – im Gegensatz zu einer Angestellten bei Europas größter Elektronik Fachmarktkette kein Problem dar an die Service Hotline des AllerweltsnamenHersteller besagten LCD FlachBildSchirmGerätes zu kommen.

Nach kurzem Verbindungsaufbau und noch kürzerer Schilderung des Sachverhaltes wurde ich von einem Angestellten des Herstellers des Gerätes mit einem Allerweltsnamen über das RetourenProcedere wie folgt aufgeklärt:

„Nehm se das Gerät, verpacken se´s und schicken se´s inklusive ausgefüllter RetourenKarte zu uns.“ „Gute Idee wenn man gesund ist“, sagte ich, „aber leider sitzt meine Mutter im Rollstuhl.“ „Und auch für mich ist das Erreichen der nächsten Postfiliale mit Krückstock in der einen und einem Gerät inkl Fall und Transportsicherer Verpackung wie in ihrer Bedienungsanleitung beschrieben (wir übernehmen keine Transportschäden) von ca 18 Kilo in der anderen Hand in diesem speziellen Fall auf Grund meiner Gehbehinderung nicht möglich.“ Können Sie das Gerät nicht abholen? Ich wäre auch bereit die Kosten dafür zu übernehmen“.

„Nein“, antwortete mir besagter Techniker am anderen Ende der Telefonleitung. „Das machen wir nicht. Sie müssen das Gerät zu uns schicken.“ „Gibts denn in solch einem Fall wirklich keine andere Lösung“, fragte ich besagten Angestellten eines AllerweltsnamenHerstellers? „Wie wärs mit einer Lösung auf Kulanzbasis?“ „Nein“, sagte er. Ein Gerät das nach 6 Monaten seinen Geist aufgibt ist ja nicht gerade das was man wie sie sagen „als anspruchvoller Kunde“ erwarten darf“ erwiderte ich daraufhin. „Wir behandeln alle Kunden gleich“ hielt mir der Techniker am anderen Ende der Leitung entgegen „Mit anderen Worten ich habe Pech gehabt“, sagte ich. „Nein, Nein“ sagte er, „das habe ich nicht gesagt.“ „Natürlich habe ich nicht gesagt das sie das gesagt haben“, sagte ich zu besagtem Angestellten eines Herstellers mit einem Allerweltsnamen. „Aber was ist dann ihrer Meinung nach die logische Schlußfolgerung ihrer Aussage in diesem Fall?“ Beredsames Schweigen war alles was ich vernahm.

„Rio, wenn du wüßtest wer und was und in welchem Zusammenhang alles Deinen Vornamen trägt, du würdest Dich im Grabe umdrehen. Schade das Du niemals König von Deutschland warst.“

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