Jeder Mensch ist ein politischer Mensch


Die Politik (griechisch Πολιτικά – „Die politischen Dinge“[1]) ist die wichtigste staatsphilosophische Schrift des Aristoteles. Aristoteles bezeichnet darin den Menschen als zoon politikon (griechisch ζῷον πολιτικόν, gesellschaftliches Wesen, in Politika I, 2 und III, 6). Dieser Begriff ist zu einem Grundbegriff der abendländischen Anthropologie geworden. Grundbestimmung des Menschen ist das Zusammenleben mit anderen, nur so verwirklicht er seine Natur, die ihn im Gegensatz zu den Tieren mit Sprache und Vernunft ausgestattet hat und damit mit der Möglichkeit, sich Vorstellungen von Recht und Unrecht zu machen und mit anderen auszutauschen. Wer außerhalb des Staats lebt, der ist, so Aristoteles, „entweder ein Tier oder aber ein Gott“. Quelle: Wikipedia

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Die eingestellten Fotos habe ich anläßlich der 16. Frankurter Präventionstage am 15./16. September aufgenommen.

Die Textpassagen unter den Bildern habe ich dem Artikel „Ein Albumblatt für Carsten Schatz“ von Bernd Aretz eingestellt auf dem Blog von Ondamaris mit beider freundlicher Genehmigung entnehmen dürfen.

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16. Frankfurter Präventionstage in NWZ

Neben den Bildern, die die Gesellschaft von HIV hat, haben viele HIV-Infizierte Befürchtungen, man könne in unserer Gesellschaft nicht offen positiv leben. Das innere Stigma löst sich schlecht gegen ein äußeres auf. Wir brauchen neue Sichtweisen. Deswegen ist es wichtig, im privaten und im öffentlichen Leben Gesicht zu zeigen. Heute sind nicht mehr wir die Herausforderung, sondern das Demontieren längst nicht mehr zutreffender Bilder.

Veränderungen geschehen in der persönlichen Begegnung. AIDS hat ein Gesicht: „Die Herausforderung sind wir“. 

Tim Frühling HR3 im Gespräch mit Matthias Gerschwitz

Sichtbar zu machen, dass HIV weder die Arbeitsfähigkeit beschränkt, noch zum sozialen Tod führt, macht denjenigen Mut, die an der Schwelle des Going Public stehen.

Ein offenes Leben kann mit Widrigkeiten durchaus verbunden sein, eröffnet aber auch Freiheiten und gibt die Luft zum Atmen. Manchmal braucht es ein breites Kreuz dafür. Aber mit jedem, der HIV in seiner ganzen medizinischen Banalität sichtbar macht, wird es leichter.

Matthias Gerschwitz ließt Auszüge aus seinem Buch „Endlich mal was positives“

Wenn man dann auch noch öffentlich exponiert ist, besteht die Chance, dass sich ein Stück Normalität in der medialen Welt wiederfindet, obwohl das Gewöhnliche eigentlich keine Nachricht wert wäre.

Foto Copyright © Wolfgang Kirsch

Text Copyright © Bernd Aretz/Ondamaris

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3 Antworten zu Jeder Mensch ist ein politischer Mensch

  1. FranzRudolf schreibt:

    Lieber Wolfgang
    Dein Bericht gefällt mir. Eingangs wird in diesem Bericht festgestellt, dass der Mensch mit Sprache und Vernunft ausgestattet sei. Gegen die Sprache habe ich nichts. Sie hat sich teils bewährt, obwohl sie auch mit dem Makel des Missverständnisses behaftet ist. Und Missverständnisse haben bekanntlich schon viel Elend angerichtet.
    Ob die Vernunft eine positive Eigenschaft ist, bin ich mir nicht sicher. Es ist halt zu fragen, was man unter Vernunft versteht. Ist Vernunft ein Spürsinn, um zu überleben? Oder die Fähigkeit, vordergründige Gefahren rasch zu erkennen und sich im Zweifelsfall den Stärkeren anzuschließen? Vielleicht. Dass vernünftigen Leuten die Ehre und die Rechte anderer Menschen ein Anliegen sind, stellte ich selten fest. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass im Lager der Vernünftigen stets die Opportunisten, die schlauen Schleicher, die Bequemen, die Angepassten und die Mutlosen sind. Selten sind im Lager der Vernünftigen die Mutigen, die Unangepassten, die Wachsamen, die Hilfsbereiten und die Ehrlichen. Wenn ich höre, einer sei vernünftig, dann werde ich innerlich wachsam. Zu „unvernünftig“ haben „vernünftige“ Leute schon gehandelt.

    Viel Grüße aus Wien – Franz

  2. alivenkickn schreibt:

    Lieber Franz

    Ich stelle mir gerade vor wie entspannt es sein könnte mit meinen Nachbarn, Moslems, Afrikaner aus Südafrika, Ukrainer und einem Schwulen Ehepaar beim Grillen über Aufklärung und Prävention zum Thema HIV, bzw „Krankheit – Teil des Lebens“ auf einer philosophischen Ebene zu diskutieren. Bis dahin jedoch fürchte ich ist es noch ein langer und steiniger Weg. Aber das soll uns nicht verdrießen. Packen wir s an.

    Lieben Gruß

  3. Lieber Wolfgang,
    bin gerade über Deinen Blogeintrag gestolpert und möchte mich herzlich bedanken – vor allem aber dafür, dass Bilder und Texte – obgleich aus anderen Zusammenhängen – hier so ein schönes Zusammenspiel ergeben. Übrigens: es war schön, Dich endlich mal persönlich kennenzulernen!

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