UN GeneralVersammlung New York 8./10.Juni 2011 zum Thema HIV/AIDS


In der Zeit vom 8. – 10. Juni treffen sich ca 300o Teilnehmer inklusive 30 mehr oder weniger hochrangiger Vertreter von Regierungen zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York zum Thema HIV/AIDS um  . . . ja was eigentlich?

Schaut man auf die Webseite der UN so erfährt man unter anderem . . .

. . . das dieses Treffen die Gelegenheit bietet eine Bestandsaufnahme der letzten 30 Jahre Jahre über den Fortschrift und die Herausforderungen vorzunehmen und sich darüber Gedanken zu machen wie man die Herausforderung AIDS in der Zukunft gestalten wird.

The meeting, which runs from 8-10 June, will provide an opportunity to take stock of the progress and challenges of the last 30 years and shape the future AIDS response. Quelle

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Quelle: Hunger 2009

Quelle: HIV/AIDS 2009

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Hunger in Afrika

In Afrika leben 320 Millionen Menschen von weniger als 1 US-Dollar am Tag. Nur 58 Prozent der Bevölkerung haben Zugang zu sauberem Trinkwasser, 60 Prozent der Menschen über 15 Jahre können lesen und schreiben. Quelle: Das Hunger Projekt

Afrika südlich der Sahara ist die weltweit am schwersten von der HIV-Epidemie getroffene Region: 2007 lebten mit 22,0 Millionen HIV-positiver Menschen 67% aller Menschen mit HIV/AIDS in Subsahara-Afrika. Quelle: wikipedia

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Hunger in Indien

34 Prozent der Einwohner Indiens haben weniger als einen US-Dollar pro Tag zur Verfügung, 80 Prozent weniger als 2 US-Dollar (Weltbank 2007). Mehr als ein Viertel der Bevölkerung ist zu arm, um sich eine ausreichende Ernährung leisten zu können. Damit zählt Indien nach wie vor zu den Entwicklungsländern mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen. Quelle: Das Hunger Projekt

In 2006 UNAIDS estimated that there were 5.6 million people living with HIV in India, which indicated that there were more people with HIV in India than in any other country in the world. Quelle: Avert

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Hunger – Prostitution – HIV

Unbestritten ist der kausale Zusammenhang zwischen Hunger – Prostitution und HIV insbesondere in den Ländern südlich der Sahara wie auch in einigen Ländern des ehemaligen Ostblocks, und Großstädten wie Kalkutta in Indien.

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110 Milliarden für Griechenland nicht genug

In ihrem Abschlussbericht zur Lage des Landes kommen die drei Institutionen IWF, EZB und EU-Kommission zu dem Schluss, dass die 110 Mrd. Euro aus dem ersten Hilfspaket und die Reform- und Sparbemühungen Athens nicht reichen, um Griechenland vor dem Bankrott zu bewahren. Quelle Financial Times

Ein Bruchteil der Milliarden die man in marode Banken, Abfindungen von größenwahnsinnigen Bankern und in Länder wie Griechenland, Italien oder Rumänien gepumt hat die durch korrupte Politiker an den Rand des Bankrott gebracht worden sind, würden ausreichen um jeden Menschen der HIV Positiv ist mit überlebensnotwendigen Medikamenten zu versorgen und eine ärztliche Versorgung zu gewährleisten. Quelle alivenkickn

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Gebt den Menschen mit HIV in den Ländern die am stärksten von HIV betroffen sind HIV Medikamente und vor allen Dingen, gebt ihnen Wasser und Nahrung, sodas sie nicht um ihr tägliches Überleben kämpfen müssen.

Nahrung ist die Basis für Bildung. Bildung ist die Voraussetzung für Gesundheit.

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Um des zu erkennen brauchts keine Generalversammlung irgendwo auf der Welt. Dazu genügt ein halbwegs gesunder funktionierender Menschenverstand von Menschen in jedem Büro einer jeden Organisation die sich dem Thema HIV/AIDS auf die Fahnen geschrieben hat, von Politikern, Staats- und sonstgen Sekretären eines jeden Ministeriums.

Reisekosten für 3000 Teilnehmer . . . . unter der globalen Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar leben laut Weltbank 456 Millionen Inder (= 42 Prozent der Bevölkerung Indiens). Quelle

Dazu braucht es auch kein TwitterGewitter Aufrufes zum Million Message March to the United Nations (MMM2UN)

Die konzertierte Aktion twittern gegen HIV Stigma war und ist ohne Frage notwendig, jedoch gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen Hunger/Armut + HIV. Ich vermisse diesen Blick über den Tellerrand. Dem Rechnung zu tragen ist imo ebenso wenn nicht sogar noch wichtiger als der Aufruf gegen Stigma und Diskriminierung von Menschen mit HIV. Möglicherweise ist dies das Ergebnis unserer privilegierten Lebens-Bedingungen-Situation in den sogenannten westlichen IndustrieNationen. Wir kennen keinen Hunger. Wir sind mit einem Lebensminimum abgesichert. Wir müssen nicht um usere tägliches Überleben kämpfen. Wir müssen uns nicht prostituieren um zu überleben. Mio Menschen mit HIV müssen dies jedoch. Dies vergessen wir mitunter.

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