Moderator beim Rundfunk – ARD Popnacht


Ich bin bekennender Radio Fan. Da es den AFN Frankfurt für die US Streitkräfte leider (das leider bezieht sich ausschließlich auf die Musik) nicht mehr gibt, sind HR3 und SWR3  auf meinem Receiver gespeichert.

Das Deutschland dieser Tage unter Schnee versinkt und man nicht mehr weiß wohin man ihn schaufeln soll, am besten natürlich auf Nachbars Grundstück so wie ´s die Nachbarin meiner Mutter machte, als sie glaubte „Es sieht ja keiner“, dürfte mittlerweile Jeder mitbekommen haben. Und wie es auf den Strassen in Deutschland aussieht, das hört man dank des Verkehrsfunk halbstündlich. So weiß man was auf Deutschlands Autobahnen und den größeren Bundestrassen los ist  und kann sich darauf einstellen.

Eine meiner Angewohnheiten ist es Nachts das Radio laufen zu lassen. Erstens brauch ich das zum Einschlafen. Und dann ist es beruhigend. So ne Art Hintergrundmusik eben. Ab 24.000 läuft auf den 3. Programmen die ARD Popnacht, die abwechselnd von verschiedenen Sendern ausgestrahlt wird. Über die Qualität der Musik die Nachts gespielt wird will ich jetzt gar nicht reden. Die geht seit Jahren schon den Bach runter da man ModeratorenInnen wie Gitti Gülden wenn Radio Bremen für die Popnacht verantwortlich zeichnete „verbannt“ hat. Heute wird nur noch das aufgelegt/gespielt was die Plattenindustrie will. Voraussehbarer, kommmerzieller Einheitsbrei. Mainstream eben. Das Unlustkriterium für jeden Musikmoderator.

Doch zurück zur Popnacht und den winterlichen Strassenverhältnissen, die für mich nur dann von Interesse sind, wenn ich zu meiner alten Dame fahre. Das geht in diesen Tagen nur wenn der winterliche Strassendienst seinen Job macht. Ein Job ist eine Tätigkeit dem man zum Zweck der Sicherstellung seines Lebensunterhaltes nachgeht. Und arbeiten muß jeder – ausgenommen Rentner, Privatiers und Lottomillionären.

Unter anderem auch Mitarbeiter der Strassendienste. Da der Schnee nun mal von alleine und ohne das Dazutun des Menschen fällt, sind sie unter Umständen, da es ihr Job ist, im Schichtwechsel rund um die Uhr in ihren Fahrzeugen unterwegs um dafür zu sorgen das die Strassen befahrbar sind. Salz streuen, Schnee von den Fahrbahnen räumen oder die Strassen von unter der Last des Schnee zusammengebrochenen Bäumen frei zu machen. Ob s ein Vergnügen ist, oder Spaß macht kann ich nicht beurteilen. Auf alle Fälle weiß man auf was man sich einläßt wenn man einen Beruf ergreift. Das sie in einem Winter wie diesem Überstunden machen müssen liegt auf der Hand. So wie Polizisten, Rettungssanitäter, Ärzte die auf Grund vieler Unfälle alle Hände voll zu tun haben, wie man so landläufig sagt. Wenn schon dann sollte man ihnen danken. Sie sind für mich die wahren Helden da sie auf Grund von oftmals „unvorsichtigem Verhalten“  zum Job gerufen werden obwohl sie laut Plan „eigentlich Dienstfrei hätten“.

In unseren Breitengraden ist Nachts generell nicht viel los. Es ist dunkel und die meisten Menschen schlafen, fall sie wie ich keine Schlafprobleme haben. Seit einiger Zeit haben sich in der Popnachte Trends manifestiert da kann man oder besser gesagt zumindest ich nur den Kopf schütteln. Vielleicht hat der eine oder andere Moderator ja Langeweile. Anders kann ich mir diese DauerLobhudeleien, dieses verbale Ausrollen eines roten Teppich für die Mitarbeiter des winterlichen Streudienstes „Was für n tollen Job die Jungs da draussen machen“ nicht erklären. “ Was war ihr tollstes Erlebnis mit Eis und Schnee heut Nacht“ Rufen sie uns an liebe Hörerinnen und Hörer . . . . .

Klar es is kalt, es liegt Schnee und der muß weg. So what. Das ist der Job. Und der wird mit Sicherheit ganz gut bezahlt weil man – Jobbedingt – bei so nem Wetter möglichweise Überstunden machen muß. Überstunden wie sie bei diesem Wetter die Polizei, Rettungssanitäter, Feuerwehr, Ärzte und einige andere Berufe auch in diesen Tagen ableisten.

Warum aber mancher Moderator in der ARD PopNacht die Männer vom Strassendienst in den schneeverhangenen Himmel lobhudelt das entzieht sich meiner Kenntnis. Sie sollten sich eher mal n Herz fassen fassen und gute Musik wie Gitti Gülden oder andere Moderatoren die „verbannt“ wurden auflegen, damit denjenigen die des Nachts arbeiten müssen die Arbeit leichter von der Hand geht. Aber dazu haben heute die wenigsten n Arsch in der Hose.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter A Day in the Life veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s