akut = unvermutend auftretend, heftig verlaufend (akt 3)


ist ein Adjektiv , dessen Hauptfunktion darin besteht, Lebewesen, Gegenständen, Handlungen oder Zuständen eine Eigenschaft oder bestimmte Merkmale zuzuschreiben. Adjektive werden auch Eigenschaftswörter genannt.

akut bezogen auf eine Krankheit: unvermutet auftretend, rasch und heftig verlaufend

*

Nachdem mir die AHD mit dem Ausdruck aufrichtigen Bedauerns sich in die Lage versetzt sah mir personelle Unterstützung nicht angedeihen lassen zu können und mir als Zeichen ihres guten Willens und MItgefühls Kopien von Informationsschriften einiger  Hilfsorganisationen mit den Worten „Die Caritas in Frankfurt kennt vielleicht jemand in Darmstadt der Dir in dieser akuten Situation zur Seite stehen könnte“ in die Hand drückte, verabschiedete sich der Abgesandte besagter AH und zog mit Leichenbittermiene von dannen.

Als nächsten Schritt nahm ich Kontakt zu div Organisationen auf. Sofern eine Kostenübernahme durch einen enstprechenden Kostenträger vorhanden ist, waren diese in der Lage mich auf Grund meiner akuten Situation zu unterstützen. Als Kostenträger kommen, wie ich in Erfahrungen bringen konnte, Folgende in Frage:

  • Hausarzt
  • Amt für Grundsicherung im Alter
  • Krankenkasse

Hausarzt

In früheren Zeiten als die Welt noch in Ordnung, die Krankenkassen für kranke Menschen da waren und ein Gesundheitsminister die Bezeichnung „Gesundheitsminister“noch zu Recht trug, war es auf Grund einer akuten gesundheitlichen Situation möglich das eine „ärztliche Verordnung zur wirtschaftlichen Versorgung“ den normalen Ablauf des Alltages eines Patienten gewährleistete. Konkret hieß das, das für einen begrenzten Zeiraum (einer akuten gesundheitlichen Situation) der Einkauf durch eine Organisation wie der Caritas gewährleistet wurde. Auf Grund der während der letzten Jahren sogenannten „Reformen des Gesundheitswesens“ die ausschließlich alle zu Lasten der Versicherten und zu Gunsten sprich Versorgung der Manager mit Boni etc der Pharma und sonstigen Industrien die sich der „Gesundheit“ verschrieben haben gingen, ist dies heute nicht mehr möglich.

Also lag es für mich auf der Hand das in diesem Fall das Amt für Grundsicherung für mich zuständig sein könnte.

Amt für Grundsicherung

Hallo Frau XYZ. Ich habe ein Problem und brauche ihre Hilfe, bin auf ihre Hilfe angewiesen. In der Hoffnung auf eine adäquate Lösung schilderte ich meiner zuständigen Sachbearbeiterin meine Situation.

AfG: In einem längeren Gespräch sagte Sie mir das dies heute auf Grund der gegenwärtigen Gesetzeslage des SGB I bis SGB XII leider nicht mehr möglich. Wie viele Menschen glauben Sie befinden sich in einer ähnlichen Situation wie Sie zur Zeit? Erst wenn ihre Krankenkasse die Kostenzusage/übernahme für die Sicherung der hauswirtschaftlichen Versorgung (Einkauf) abgelehnt hat, kommen wir ins Spiel. Haben wir die Ablehnung der KK vorliegen, können wir ihnen sofort die Kostenzusage/übernahme ausstellen. Doch bis dahin sind uns die Hände gebunden.

Hier muß ich schlicht und einfach mal eine Lanze für das Amt für Grundsicherung – früher Sozialamt – brechen. Es gibt ein altes Sprichwort in Deutschland. Wie man in den Wald hineinruft so schallt es heraus. So, wie man jemanden behandelt, so reagiert dieser darauf; Wer unhöflich ist, wird selbst auch unhöflich behandelt. Das heißt schlicht und einfach das man sich den Angestellten der Ämter gegenüber weder wie ein Berserker aufführen noch das man Ihnen in den Allerwertesten kriechen muß. Ich möchte diesen Job nicht machen. Die BurnOut Quote unter den Mitarbeitern in den  Sozialämtern liegt bei ca 40%. Sein Verhalten mit der alten Leier, „. . aber die da in den Ämtern sind dran schuld . . .“ zu entschuldigen ist so unwahr wie langweilig. Liegt eine begründete Pflichtverletzung seitens eines (Mitarbeiters) eines Amtes, einer Institution vor, so gibt es Mittel und Wege dies klar zu kommunizieren.

Krankenkasse

Guten Tag. Hier hier ist Jakob Mustermann. Auf Grund einer akuten gesundheitlichen Situation benötige ich eine Zusage zur Kostenübernahme für eine hauswirtschaftliche Versorgung. Ein Arztbrief  meines Hausarztes kann ich Ihnen per Email zusenden. Die Caritas vor Ort wäre bereit mir zu helfen vorausgesetzt ich kann eine Kostenzusage vorlegen. Wären sie so freundlich mir selbige zuzusenden?

KK: Mooooooooment junger Mann. So schnell schießen die Preusen nicht. So einfach geht das nicht. Was glauben Sie denn wo sie sind?

Ach, ich bin nicht mit der Krankenkasse verbunden? Oh dann habe ich mich verwählt  . . .

KK: Nein, nein. Sie sind schon mit der Krankenkasse verbunden. Nur so geht das nicht. Was wir machen können ist Ihnen einen Antrag zur Einstufung auf eine Pflegestufe zuzusenden. Den Antrag füllen Sie aus und schicken ihn zusammen mit den entsprechenden Arztbriefen, Diagnosen etc. an uns zurück. Daraufhin wird sich der med. Dienst mit Ihnen in Verbindung setzen und einen Termin für einen Hausbesuch bei Ihnen vereinbaren. Bei diesem Besuch wird der med Dienst im Gespräch feststellen, ob die Voraussetzungen für eine Pflegestufe vorliegen. Der entgültige Bescheid wird Ihnen dann in 6 – 8 Wochen schriftlich zugehen.

. . und was mache ich bis dahin? Ich bin auf Grund einer akuten, medizinisch begründeten von meinem Arzt attestierten Situation körperlich nicht in der Lage mich selbst zu versorgen i.e. Einkaufen zu gehen. Soll ich bis zu Ihrem Entscheid in ein Krankenhaus gehen und mich in ein künstliches Koma versetzen lassen oder 6 – 8 wöchiges Heilfasten praktizieren?

*

Das ist der gegenwärtige Stand der Dinge. Folglich werde ich jetzt den Antrag zur Einstufung in eine Pflegestufe ausfüllen, abschicken und dem Hausbesuch des med Dienst zwecks Einschätzung meiner Situation mit Spannung entgegenfiebern.

Wie es aussieht wird dies eine weitere Geschichte im Rahmen der „Chronik der fortlaufenden Ereignisse“ werden über ich die fortlaufend berichte. Oder Update wie wir heute zu sagen pflegen . . .

Update 20.12.2010

Was mich auch hier erstaunt ist die Unfähigkeit oder sollte man sagen – die Unwilligkeit auf die bestehenden einem jedem Mitglied zustehendem Möglichkeiten hinzuweisen. Stattdessen konfrontiert man das Mitglied mit einer Art und Weise sodaß er der Meinung ist es sei ein Fait accompli, das eine entgültige Absage und somit eine Kostenersparniss für die KK nach sich zieht. Viele Mitglieder lassen sich dadurch abschrecken.

Update 23.12.2010

Der vom Arzt ausgefüllte Antrag auf eine Haushaltshilfe bis zum 31. 12. 2010 wurde heute an die KK abgeschcikt. Nun werde ich dem bürokratischem Esel seinen Lauf lassen, oder sind es Esel die für die Bewältigung des bürokratischen Papierkram all ihre Energien investieren anstatt sie in unbürokratische Hilfe ihrer Mitglieder zu verwenden . . .

Wie auch immer. Tatsache ist das viele Krankenkassen wenig für die Gesundheit ihrer Mitglieder tun. Statt die Gesundheit zu erhalten und das gesund werden zu fördern wird in vielen Fällen das Gegenteil unterstützt.

Update 28.12.2010

Vor zwei Tagen erhielt ich einen Anruf meiner KK, indem man mir mitteilte, das der Antrag auf eine Haushaltshilfe eingegangen ist. Unter bestimmten Voraussetzungen so erfuhr ich ist es möglich für 4 Wochen eine Haushaltshilfe (zum einkaufen und reinigen der Wohnung) finanziert zu bekommen. Da ich auf Grund meiner div Probleme, HIV, Bluthochdruck, Polyneuropathie und zur Zeit akut Pillen wegen des Ischiasvorfall nehme, die Pilleneinnahme verteilt sich auf 3 malige Einnahme über den Tag verteilt, ist eine – diese Voraussetzung erfüllt (med Betreuung) auch wenn ich sie selbst einzunehmen in der Lage bin. So sah sich die KK versetzt mir auf 4 Wochen für 2 – 3 Stunden je nach Absprache pro Woche die Kosten für eine Haushaltshilfe zu übernehmen. Die Ausführung selbst wird von einer frei zu wählenden Organisation wie Caritas, Diakonie etc übernommen.

So froh ich darüber bin, entfallen doch so die Kosten für eine Taxifahrt die ich bis dato selbet aufwenden mußte, so fragwürdig weil realitätsfremd sind die Voraussetzungen. Menschen mit HIV die seit Jahren HIV + sind und eine ART nehmen, leiden unter anderen an Muskelschwund, Polyneuropathie etc. Das Treppensteigen und insbesondere das Einkaufen ist auf Grund von winterlichen Wetterbedingungen wie wir sie zur Zeit haben u.U. äußerst gefährlich. Da einige von uns alleine leben und es nicht in jeder Stadt eine AIDS Hilfe mit einem entsprechenden Dienst gibt der einem in einer solchen Situation zur Seite steht, stellt sich die Frage: An wen kann ich mich wenden? Vor ca 14 Jahren als es die ersten 3 er Kombis gab waren diese noch so beschaffen, das man die meisten Kombis 3 x 3 Tabletten täglich i.e. morgens – mittags – abends einnehmen mußte. D.h. sie erfüllten die Voraussetzungen wie sie heute von den KK vorausgesetzt werden damit die Kosten für eine Haushaltshilfe von der KK übernommen werden.

Heute hat sich die Pharmakokinetik derart verändert das diese 3 Wirkstoffe in einem Medikament vereint sind, das man idr 1 Pille am Abend nimmt. Und schon treffen die Voraussetzungen die erfüllt werden müssen (3 mal über den Tag verteilt Pillen nehmen) damit die Kosten für eine Haushaltshilfe von der KK übernommen werden können heute nicht mehr zu.

Den Röslers, Von der Leyens, Schröders ist das natürlich alles fremd gleich einem Buch mit 7 Siegeln. Sie sind mit der Realität hoffnungslos überfordert. Dafür gibt es ja Kommissionen die eine nach der Anderen zu immensen Kosten ernannt werden.Das Credo der Politiker von heute lautet:

Rede Blödsinn – Look Busy – Arbeite nichts

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