Montag abend „Bei Beckmann“ . . . und ein Ex Chefredakteur über die Verwahrlosung der Gesellschaft (akt)


Gestern abend zu später Stunde trafen sich „Bei Beckmann“ unter anderem Nadja Benaissa, der Medienanwalt Christian Scherz und ein in die Jahre gekommener Ex Chefredakteur des Boulevard namens Udo Röbel, der wie er selbst in einem Interview gegenüber des Stern im Jahr 2005 zum Besten gab, schon immer irgendwie ein Rock n Roller gewesen sei – war – ist. Na ja nix genaues weiß man nicht, wobei sich mir die Relevanz einer solchen Aussage nicht erschließt.

Das Interview plätschert wie ein Flüßchen, das einst ein reisender Strom war, so dahin, bis sich das Plätschern für einen kurzen Moment zu einem letzten Brausen aufbäumte. Als Udo Röbel die Frage des Journalisten ob er denn heute noch das Blättchen beginnend mit dem großen B lese verneinte, war besagter Journalist für bass erstaunt:

“ Und das von dem Mann, der die Luder erfunden hat. Boxen-, Disco-, Party-, Teppich- …“

Ja seufzte Udo Röbel betrübt zähnknirschend, . . .

Den Begriff hatte ich der Redaktion eigentlich nach der zweiten Schlagzeile verboten. Er war aber nicht mehr aufzuhalten. Wenn ich mir den hätte schützen lassen – ich wäre Millionär!

Stattdessen mußte Udo Röbel im Schweisse seines Angesichts weiterarbeiten und gründete 2005 den Internet Blog  „Fairpress“ . „Das ist ja interessant“, dachte ich so vor mich hin. Da will ich doch mal schaun was das WWW noch an weiteren Überraschungen so bereit hält. Das WWW ist wie ein Elephant – es vergißt nichts. Ich sollte recht behalten.

Was ich da fand setzte mich derart in Erstaunen, dass, wär es während ich dies schrieb Mittagszeit die Pizza mir im Backofen verbrannt wär.

Dies ist in meinen Augen umso bemerkenswerter da Udo Röbel während der Sendung „Bei Beckmann“feststellte, das im Fall von Nadja Benaissa

„Angesichts von Begriffen wie “Todesengel” oder “Biowaffe” die Geschmacksgrenzen des öfteren in diesem Fall überschritten worden seien, – aber man habe berichten dürfen, das sei presserechtlich geklärt. Die Frage sei für ihn, woher dieser Sprachgebrauch komme. Die Gesellschaft habe sich verändert, Röbel sprach von ‘Zügen der Verwahrlosung”. Angesichts von Sendungs-Formaten, die mehr auf öffentliche Vorführen von Kandidaten als auf deren Casting ausgerichtet seien, schließe sich da für ihn nur ein Kreis.“ Quelle

Denkfehler Herr Röbel. Der Boulevard – Print wie TV Medien – hat eine gehörige Portion an dieser Verwahrlosung der Gesellschaft mit dazu beigetragen q.e.d. Ich kann da immer nur wieder eine Äußerung Kai Diekmann´s aus der Sendung „Durch die Nacht mit Henryk M Broder und Kai Diekmann (Folge 55 vom 22. Januar 2009) “ zitieren: Wir machen Boulevard. Wenn es keine Schlagzeilen gibt – dann machen wir welche. Davon lebt der Boulevard.

Mehr objektive, neutrale Berichterstattung, mehr Zurückhaltung, mehr dem Schutz der Privatsphäre und den Schutz der absoluten Intimsphäre Rechnung tragen und schon wäre das mediale Klima in der Gesellschaft ein anderes. Nicht umsonst gibt es den Pressokodex des Presserates http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/einfuehrung.html .

Sie werter Herr Röbel haben es selbst erkannt und auf ihrem ehemaligen Blog Fairpress.bizz ja hingewiesen. Einfach dran halten und schon säh – auch die Mediale Welt – ein klein wenige besser aus. Dies gilt in besonderem Maß für Prominente von denen die Meisten auf Grund ihres Berufes schon über das normale Maß in der Öffentlichkeit exponiert sind.

*

Update„No Angels“-Nadja gibt Opfer Mitschuld!

Wennn Dummheit sich in lautem Schreien bemerkbar machen würde, dann müßten Schreiberlinge die solches von sich geben den ganzen Tag vor Schmerzen schreien wie´n Ochs am Spieß. Und n arbeiten in der Redaktion der Blödzeitung auf Grund des Geschrei´s wär dann eigentlich nicht möglich. Wenn ich s mir recht überleg, vielleicht ist es ja tatsächlich der Fall. Anders kann man sich solch ein Geschreibsel nicht erklären:

Über ihr Opfer, ihre Schuld verlor sie dagegen kaum ein Wort, sagte nur: „… Solange man weiß, dass es diese Krankheit gibt und dass man sich anstecken kann, ist man irgendwo eigentlich auch dafür verantwortlich, selber bestimmte Vorkehrungen einzuleiten, dass dies nicht passieren kann, dass dies einem selber nicht passieren kann.“

SO GIBT SIE IHREM OPFER MITSCHULD!

Nein Schreiberling. Sie sagt nichts weiter als wer 30 Jahre nach HIV nicht weiß, dass man wenn man fickt kein Kondom benutzt um sich selbst zu schützen, also keine Verantwortung für seine eigenen Gesundheit übernimmt,  sich dem Risisko aussetzt sich mit einer  Krankheit die sexuell übertragen werden kann, infizieren kann.

Die „Schuldfrage“ wurde ja nach dem Willen und im Namen des Volkes eindeutig geklärt. Sie entbindet aber niemand vor seinem eigenen Teil der Verantwortung.  Aber genau da scheints bei den Meisten ein wenig zu hapern. Ist ja auch einfacher mit dem Finger auf den Anderen zu zeigen. Wer schaut schon gerne in den Spiegel. Da könnt man ja erkennen das man sich selbst gegenüber verantwortungslos gehandelt hat, das man sich selbst, seinem Körper nicht gut getan hat. Das eigene Bild das Selbstwahrnehmung könnte ja einen Riß bekommen. Man könnte ja feststellen das man doch nicht so perfekt ist wie man die ganze Zeit glaubt zu sein.

 

Wäre Marcel Reich Ranicki sich dieses Themas bewußt gewesen so hätte er dieses HighLight

modifiziert:

Ich ficke – ich schütze mich

du fickst – du schützt dich

er fickt – er schützt sich

wir alle ficken – wir alle schützen uns

wir müssen ficken – wir müssen uns schützen

warum fickt er nicht mit dir – weil du dich nicht schützt/schützen willst?

 

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