Neues vom Debattierclub in New York: Zwischenbilanz „Milleniumsziele 2015“


ARMUT

Der Anteil der unter Hunger und Armut leidenden Menschen soll – ausgehend vom Niveau von 1990 – bis 2015 halbiert werden. 1990 mussten 1,25 Milliarden Menschen mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen, 2004 noch 980 Millionen. Laut Weltbank haben heute mehr als eine Milliarde Menschen nicht genug zu essen.

GRUNDBILDUNG

Bis 2015 sollen alle Kinder eine Grundschulbildung abschließen können. Im Jahr 2007 konnten nach einem Bericht des Kinderhilfswerks UNICEF 93 Millionen Kinder keine Schule besuchen – immerhin 20 Prozent weniger als 2002.

GLEICHBERECHTIGUNG

Die Diskriminierung der Frauen soll weltweit überwunden werden. Bisher hat sich in vielen Ländern aber nur wenig verändert. Das Ziel, geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Grundschulbildung bis 2005 zu beseitigen, wurde verfehlt.

KINDERSTERBLICHKEIT

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren soll um zwei Drittel sinken. Weltweit sterben laut UNICEF 9,2 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Vor acht Jahren waren es 12,7 Millionen.

MÜTTERGESUNDHEIT

Die Müttersterblichkeit soll bis 2015 um drei Viertel sinken. Derzeit sterben 500.000 Frauen jährlich nach Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt. Deshalb soll die Zahl medizinischer Helfer bei Entbindungen gesteigert werden. Das erweist sich als schwierig. 1990 wurden 53 Prozent der Geburten von Fachpersonal betreut, bis 2007 stieg die Zahl lediglich auf 61 Prozent.

GESUNDHEIT

Die Ausbreitung von Aids und anderen schweren Krankheiten soll gestoppt werden. Die Zahl der HIV-Ansteckungen ging laut WHO von 2001 bis 2008 um 16 Prozent zurück. 2008 konnte aber nur ein Drittel der 33,2 Millionen Aidskranken behandelt werden. Die Behandlung von Malaria und Tuberkulose ist laut WHO sehr wirksam, die Ergebnisse in einzelnen Regionen aber sehr unterschiedlich.

ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT

Ziel ist es, weltweit ökologisch effizient zu wirtschaften. Naturressourcen und Energie sollen umweltschonend genutzt werden, die Zahl der Menschen ohne sauberes Wasser soll halbiert werden. Laut WHO haben 2010 weltweit 87 Prozent Zugang zu Trinkwasser. Damit könnte ein Millenniumsziel erreicht werden. Experten erwarten aber, dass bis 2015 noch 2,1 Milliarden Menschen ohne sanitäre Grundversorgung sein werden.

ENTWICKLUNGSPARTNERSCHAFT

Allianzen von Staaten sollen wirksame Beiträge zur Erreichung der Millenniumsziele leisten. Dazu zählen die Erhöhung der Entwicklungshilfe, Initiativen zur Entschuldung, ein besserer Marktzugang für Entwicklungsländer, der Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln und eine Verpflichtung aller Länder auf eine gute Regierungsführung.

Quelle

Die UN die nach dem 1 Weltkireg aus dem Völkerbund hervorging um den rieden zu sichern und der nach dem 2 Weltkrieg !!!! aufgelöst wurde und als UN neu auferstanden ist, ist das was er schon immer war. Ein Debattierclub.

Die Hauptursache für das Scheitern des Völkerbundes war aber die generelle Zurückhaltung der Mitglieder, die oft im Eigeninteresse handelten. Dies wurde schon 1924 von Hans Wehberger erkannt: „Es ist jedoch eindringlich davor zu warnen von einer Fortbildung der Form des Völkerbundes allein irgendetwas Erhebliches zu erwarten. Die Zukunft des Völkerbundes hängt letzten Endes von der Stärke der moralischen Kräfte ab, die hinter ihm stehen. Auch ohne erhebliche Fortbildung des Völkerbundes wird der Bund Großes leisten können, wenn er anders als bisher, vom Geiste der Gerechtigkeit und Humanität beseelt wird.

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