Laufen oder Walken – 12. Sept. 2010 – 5000 Meter für die AH Frankfurt (akt)


Am 12. September 2010 fand zum 15. Mal der traditionelle „Lauf für mehr Zeit“ der Frankfurter AIDS-Hilfe in Frankfurt/Main statt. Zum 5. Mal begrüßte Stadträtin Dr. Manuela Rottmann vom Dezernat X, Gesundheit und Umwelt  alle LäuferInnen, WalkerInnen und Gäste.

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Liebe Walkerinnen und Walker, Läuferinnen und Läufer, liebe Gäste

Ich begrüße Sie alle sehr herzlich hier auf dem Opernplatz. Gerne überbringe ich auch die Grüße unserer Oberbürgermeisterin Petra Roth. Sie hat 2010 wieder gerne die Schirmherrschaft für den in unserer Stadt schon traditionellen, inzwischen 15. ,,Lauf für mehr Zeit“ übernommen.

Wie Sie alle wissen, geht es bei dem Lauf nicht in erster Linie um sportliche Höchstleistungen und Meistertitel. Egal, ob Sie laufen oder gehen, allein joggen oder gemeinsam rennen, ob Sie gemütlich gehen oder angestrengt walken, diese Veranstaltung soll vor allem allen Beteiligten Freude machen.

Grußwort Stadträtin Dr. Manuela Rottman, Umwelt, Gesundheit

Auch die Spender und Sponsoren, die nicht selbst mit laufen, werden hier sicher Spaß haben und eine angenehme Zeit verbringen. Mit allem, was Sie hier tun, können Sie tatsächlich Gutes tun. Alle Gelder, die beim Lauf für mehr Zeit gesammelt werden, kommen Menschen mit HIV und AIDS zu Gute.

In der Bundesrepubllik leben zur Zeit ca. 66.000 Menschen, die mit dem Hl-Virus infizier sind und jedes Jahr kommen ungefähr 3.000 hinzu. Die Erkrankung AIDS hat in den letzten Jahren viel von ihrem Schrecken verloren. Sie ist inzwischen eine behandelbare Krankheit. Von außen hat es den Anschein, dass HIV-lnfizierte ein normales Leben führen können. Auch die Lebenserwartung ist inzwischen fast so hoch wie bei Nicht-lnfizierten.

Bei allen Möglichkeiten, die die moderne Medizin bietet, denke ich, dass eine HIVInfektion immer noch eine sehr einschneidende Diagnose im Leben eines Menschen ist:

Mit HIV ist plötzlich nichts mehr so wie es war. Eine Heilung ist nach wie vor nicht in Sicht.

HV-positiv bedeutet immer noch, das ganze Leben lang Tabletten zu nehmen, sich bei diskriminierenden Einstellungsuntersuchungen durchlavieren zu müssen, in viele Länder nicht einreisen zu dürfen. Viele von Ihnen wissen das besser, weil sie vielleicht selbst mit dem Virus leben, HIV-positive Freunde, Angehörige oder Kollegen haben oder in einer Arztpraxis arbeiten.

Die Verurteitung von Nadja Benaissa zeigt: die Rote Schleife hat nichts von ihrer Bedeutung verloren. Es ist heute noch so wichtig wie vor 15 Jahren, gemeinsam und in großer Zahl Sympathie und Entschlossenheit zu eigen.

Wir lassen auch nicht zu, dass mit dem Finger auf HIV Positive gezeigt wird. Wir lassen auch nicht zu das andere Gruppen der Bevölkerung nach ökonomischem Nutzwert oder genetischem Zuchtpotential beurteilt werden. Was würde das für kranke Menschen bedeuten, wenn solche Thesen salonfähig würden!

In Frankfurt gibt es eine hervorragende Infrastruktur zur Behandlung und Betreuung von HIV-Positiven. Die AIDS -Hilfe Frankfurt zum Beispiel ist in diesem Jahr seit 25 Jahren für Betroffene da. So muss niemand Angst haben vor dem Moment, wo vielleicht wirklich die Kräfte schwinden. Es sind Menschen da die helfen. Ich möchte allen engagierten Mitabeitern, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihre verantwortungsvollle Arbeit danken, aber auch den vielen Menschen und Firmen, die den Einsatz finanziell unterstützen. Ich habe in Frankfurt noch nie ein Plakat mit so vielen Logos gesehen wie das für den Lauf für mehr Zeit. Mein Glückwunsch zu diesem tollen Bündnis!

Eine Schutzimpfung gegen AIDS wird es auch in den nächsten Jahren nicht geben. Deshalb muss der Schwerpunkt unserer Arbeit weiterhin bei der intensiven Aufklärung und der weitest möglichen Prävention der Ansteckungen mit Hl-Viren liegen.

In Frankfurt ist 2009 die Zahl der Neuinfizierten mit 87 leider wieder etwas gestiegen. (12 mehr als 2008), Das zeigt uns, dass wir noch mehr tun müssen.

Ein aktuelles Projekt möchte ich lhnen kurz vorstellen.

In Kooperation zwischen der AIDS-Hilfe und dem Amt für Gesundheilt läuft in Frankfurt seit März 2010 zusätzlich zu allen anderen Aktivitäten das Projekt, „Main-Test“ in den Räumen der AIDS-Hilfe Frankfurt, das sehr gut angenommen wird. Hierbei können sich lnteressierte „vor Ort“ mit dem Schnelltest auf HIV untersuchen lassen und bekommen noch am selben Abend ihr Ergebnis.

Doch nun zurück zum Lauf. lm letzten Jahr haben 3.335 Aktive 131.000 Euro für den Regenbogendienst ,,zusammengelaufen“ Der ambulante Dienst der AIDS-Hilfe kümmert sich besonders um die Wiedereingliederung von AIDS-Kranken. Auch in diesem Jahr sind die Spendengelder wieder für den Regenbogendienst bestimmt. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir heute mit der Höhe der Spenden und mit den gelaufenen Bestzeiten das Ergebnis vom letzten Jahr noch toppen können.

Spende Autohaus Euler anläßlich „25 Jahre AIDS Hilfe Frankfurt“ für den Regenbogendienst

Ich freue mich über jeden, der heute am Start steht und für mehr Zeit läuft.

lch wünsche lhnen einen guten Lauf und noch einen schönen Abend hier auf dem Opernplatz.

Den Start für den 15. „Lauf für mehr Zeit“ gebe ich hiermit frei.

Just Follow me . . . .

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Update 13. Sept. 2010

2770 LäuferInnen und WalkerInnen brachten insgesamt 137 000 Euro zugunsten der Aidshilfe, dem ambulanten Pflegedienst «Regenbogen-Dienst», der sich speziell um Aids-Kranke kümmert, ein. Ein Super Ergebnis!!! Quelle

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