Alles klar auf der Andrea Doria


Geschätzter Udo Lindenberg. Da diese Zeile auf die folgende Situation so gut wie der Deckel auf den Topf, oder die berühmte Faust auf s Auge paßt und mir keine bessere einfiel blieb mir nichts anderes übrig als sie mir auszuleihen.

12. Juli – MRT. . . . der letzte Akt

Heute wars dann endlich soweit. Eigentlich sollt die ganze Geschichte ja schon erledigt sein, wenn ich den Termin zur offenen MRT am 1. Juli wahrgenommen hätt. Doch bei 35 Grad im Schatten in the hottest Heat of the Day nach Frankfurt zu fahren . . . „also wissen se, also wissen se ne, das tu ick mir nu nich an“.

Wie s das Leben nun mal so will war am 12. Juli morgens in der früh um 9.30 ein Termin freigeworden.

Was mich als erstes im Bürgerhospital in Frankfurt angenehm überrascht hat war die Tatsache das das Wartezimmer wie sooft üblich nicht überfüllt war. Hier schien die Kommunikation zwischen dem Arzt und seinem Team zu stimmen. Und in der Tat so war es auch. Es wurden nicht mehr Leute bestellt wie man zu bzw. innerhalb eines bestimmten Zeitraumes untersuchen konnte. Jede MRT dauerte je nach Untersuchungsziel zwischen 20 und 40 Minuten. Patienten um 9.00 zu Bestellen wenn der Termin erst um 11.30 macht keinen Sinn. Schaut man sich so manche Wartezimmer von manchen Ärzten an, so kommt man zu der Überzeugung das sich dieser Sinn bei vielen Ärzten noch nicht rumgesprochen hat. Das Organisationstalent vieler Schreibdamen und Angestellter bei vielen Ärzten scheint mehr vom Zufalls bestimmt zu sein als auf der Tatsache besierend, das man innerhalb eines bestimmten Zeitraumes nur eine bestimmte Anzahl von Patienten behandeln bzw untersuchen kann.

Nachdem der Datenerfassung genüge getan worden war lag ich gegen 10 Uhr später auf einem bettähnlichem Brett. Das Team das für den Ablauf der Kernspintomographie – MRT verantwortlich war bestand aus zwei weiblichen Angestellten die beide sehr entspannt und überaus freundlich waren. Da ich ein Kontrastmittel injiziert bekommen sollte und eine der Angestellten beim 1. Versuch meine Vene nicht traf kam einige Minuten der Arzt. Ob s nun am Dialekt lag oder an seiner Art wie er mit mir und seinen beiden Damen kommunizierte, er war mir sofort sympathisch. Unaufgeregt, entspannt und Ruhe verbreitend, traf er begleitend in Frankforder Dialekt smalltalkend „iber die blede Gummihandschuh von denne jedes zweide Paar zerreißt“ meine Vene sofort.

Dann gings auch schon los. Gestell auf n Bauch, Klingel in die Hand, Kopfhörer aufgesetzt und anstatt in die Röhre gings unter den Grill – bildlich gesprochen. Während der ganzen Untersuchung hörte ich nur von „Einatmen – Atem Anhalten Anweisungen“ unterbrochen klassische Musik. Ich lag auf dem Rost und über mir in der Form eines Ufo (Ufos sind rund!) war die Kernspinapparatur. Ich hatte Bewegungsfreiheit, konnte den Kopf und vor allen Dinge die Arme bewegen und fühlte mich in keinster Weise wie eingesargt. Die Klopfgeräusche die bei einer Kernspintomographie entstehen und und zum Teil ohrenbetäubend laut und alles andere als nervenschonend – beruhigend sein können, waren bei der offenen MRT weitaus gedämpfter. Die Ursache dafür lag schlicht und einfach an dem Kopfhörer der die Aussengeräusche, die Klopfgeräusche dämpften. Das Übrige neben der Methode der „offenen MRT“ entspannungsfördernde trug die klassische Musik bei.

Irgendwann sagte mir eine Stimme das man mir jetzt das „Kontrastmittel“verabreichen werde. Zu meinem großen Erstaunen wurde das, durch die Kanüle die mir der Arzt gelegt hatte, technisch bewerkstelligt. Alles in allem dauerte die Kernspinn ca 45 Minuten.

10 Minuten später bat mich der Arzt in sein Sprechzimmer und erklärte mir anhand der vorliegenden Bilder in einem ausführlichem Gespräch das keine Anzeichen eines „TUMOR“ festzustellen sind.

Es war „merkwürdig“ Als der Arzt mir mitteilte das meine Leber keine Anzeichen eines Tumor aufweist, war ich innerlich völlig entspannt und gelassen. Es war mehr eine stille Freude als unbändige, überschäumende Gefühle der Freude. Es hat sich sehr gut angefühlt.

. . . aus dem Zyklus „Meine Leber und ich

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