UNAIDS zeigt HIV/AIDS die „Rote Karte“


Eine neue Kampagne versucht, die Macht und Dynamik des Fussballs zu nutzen, um die Welt auf ein gemeinsames Ziel einzuschwören: Die Verhinderung der Übertragung des HI Virus von Mutter zu Kind.

Die Kampagne, eröffnet von UNAIDS Direktor Michel Sidibe, dem international bekannten Kuenster Akon, UNAIDS „Good will“ Botschafter Lebo M, Jimmie Earl Perry und dem Präsidenten des Suedafrikanischen Fussballverbandes, Kirsten Nematandani, versucht das Ziel zu erreichen, bis 2014 und der Fußball WM in Brasilien, eine weltweite neugeborene Generation ohne HIV zu erreichen.

Jedes Jahr werden ungefähr 430 000 Babies mit dem HI Virus weltweit geboren, die meisten davon in Afrika. Während eines 90 minuetigen Fussballspieles kommen ungefähr 80 Kinder zur Welt, die mit HIV infiziert sind. In vielen Teilen Afrikas sind HIV bezogene Krankheiten die grösste Todesursache unter Babies und jüngeren Kindern.

Durch diese Kampagne, unterstützt von den international bekannten Fussballern Michael Ballak und Emmanuel Adebayor sowie 19 Kapitänen von den in Südafrika partizipierenden Mannschaften bei der WM 2010, u.a. Südafrika und Italien, fordern die Initiatoren:

„Von Soweto bis nach Rio de Janeiro – zeige AIDS die rote Karte und verhindere die Übertragung von Mutter zu Kind.“

„Bis zur nächsten WM können wir die Übertragung von Mutter zu Kind eleminieren,“ sagte UNAIDS Dirktor Michel Sidibe und forderte weiterhin: „ Zeige AIDS die rote Karte auf Dauer“.

Das Leben von Müttern und Kindern kann gerettet werden durch eine Kombination von HIV Test, Beratung, medikamentöser Behandlung und Prophylaxe, sichere Geburtstechniken, Familienplanung und eine optimale Baby Ernährung.

Rund 33,4 Millionen Menschen sind weltweit HIV positiv. Seit 2001 wurde eine 17% Reduktion der Infektionsrate weltweit erreicht. Aber: Für jede 2 Personen, die auf Behandlung gesetzt werden, stecken sich fünf weitere Menschen neu mit HIV an.

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Stefan Hippler hat diesen Text in Deutsch übersetzt und ihn mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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Unter diesem Aspekt erscheint es mehr als nur fragwürdig was ein Pharmakonzern zu solch einer Entscheidung treibt:

In der Fabrik von BMS – Bristol Meyers Squibb – in Frankreich wird das Aids-Medikament Didanosin (Handelsname Videx®) hergestellt, u.a. in der Dosierungen 25mg. Die Organisation UNITAID erwirbt diese Medikamente mit Unterstützung der Clinton Health Access Initiative (CHAI), um damit 4.000 bis 7.000 Babys unter 10kg Gewicht in 40 Ländern zu behandeln. BMS beabsichtigt diese Firma in Frankreich in 2010 zu schließen und die Produktion in die USA zu verlagern.

Es ist zu befürchten dass durch die Fabrik-Schließung bis zur Eröffnung einer neuen Produktionsanlage zwischen Juni 2010 und April 2011 die Behandlung und damit das Leben dieser Kindern aufgrund des fehlenden Medikaments gefährdet seien könnte. Didanosin sei für diese Babys die letzte Therapieoption. Quelle

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