6. Würzburger Infektiologisches Symposium „HIV und Hepatitis“


Am 7. und 8. Mai findet im Hörsaal des Zentrums für Innere Medizin ZIM) des Universitätsklinikum Würzburg Medizinische Klinik und Poliklinik II, Schwerpunkt Infektiologie, Großer Hörsaal, Oberdürrbacher Str. 6, 97080 Würzburg das 6. Würzburger Infektiologisches Symposium statt.

Aktuelle Diagnostik- und Therapiestandards, der wissenschaftliche Fortschritt und Perspektiven in Sachen Virushepatitis und HIV-Erkrankung – darum geht es beim 6. Würzburger Infektiologischen Symposium.  Die Therapien für HIV- und Hepatitis-Patienten sind in den vergangenen zwei Jahren weiter verbessert worden. Aktuelle Erkenntnisse hierzu tauschen Experten am 7. und 8. Mai bei einer Tagung an der Universität Würzburg aus.

Infektionen mit Hepatitis-Viren vom Typ B und C sowie mit HIV gehören zu den weltweit häufigsten chronischen Infektionserkrankungen. Ihre Folgen sind drastisch: Leberzirrhose und Leberkrebs auf der einen, Aids auf der anderen Seite. Beide Infektionen haben viele Gemeinsamkeiten. Zudem sind HIV-Patienten oft gleichzeitig mit Hepatitis-Viren infiziert.

HIV: Langzeitbetreuung als Herausforderung

Für die Behandlung der HIV-Infektion stehen mittlerweile sechs Substanzklassen zur Verfügung; viele Patienten müssen ihre Medikamente nur einmal am Tag nehmen.

„Die Suche nach innovativen Behandlungsstrategien bleibt dennoch eine wichtige Aufgabe“, sagt Hartwig Klinker. Die große Herausforderung bei der HIV-Therapie liegt dem Professor zufolge in der Langzeitbetreuung der Patienten. Es gelte, die Effizienz der Therapie langfristig zu gewährleisten.

Hinzu komme das Management von Begleiterkrankungen. Diese treten immer häufiger auf, weil die HIV-Patienten länger am Leben bleiben. Häufige Begleiterkrankungen sind zum Beispiel Herz-Kreislauf-Leiden, Einschränkungen der Nierenfunktion oder Krebserkrankungen. Hier sind laut Klinker Fragen zur Frühdiagnose und Therapie zu klären; nötig sei dafür die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Disziplinen.

Hepatitis B und C

Die Hepatitis-B-Therapie mit dem Wirkstoff Interferon-alfa und fünf weiteren Medikamenten stelle heute für die meisten Patienten eine effiziente und langfristige Strategie dar, wie Hartwig Klinker sagt. Weiter verbessert worden sei die Therapie der chronischen Hepatitis C: „Hier stehen bald Substanzen zur Verfügung, die eine neue Ära in der Behandlung einleiten werden.“

Neben Vorträgen, Diskussionen und Posterpräsentationen stellen vier Forschungsnetze ihre Arbeit vor: die vom Bundesforschungsministerium geförderten Kompetenznetze HIV und Hepatitis, die Klinischen Forschungszentren Infektiologie sowie die „Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids“ 3A . Quelle

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