Facebook Gruppe „Recht auf Gesundheit – Recht auf Medikamente“


RECHT AUF GESUNDHEIT

Der Zugang zu HIV-Medikamenten ist für viele Menschen in Gefahr!

Am 28.04.2010 soll in Brüssel die nächste Verhandlungsrunde zum EU-Indien-Freihandelsabkommen beginnen. Bisher bekannt gewordene Vorschläge der EU beinhalten eine Ausweitung der geistigen Eigentumsrechte im pharmazeutischen Bereich, die sogar noch über die Regelungen des TRIPS-Abkommens (Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) hinaus gehen. Dieses Abkommen der Welthandelsorganisation WTO legt minimale Anforderungen für nationale Rechtssysteme fest.

Hier spielt Indien für die ärmeren Länder eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von bezahlbaren, lebensnotwendigen Generika-Produkten. Die Verfügbarkeit von sogenannten Kombinationspräparaten hat die Behandlung von HIV/Aids-Patienten revolutioniert. „Ärzte ohne Grenzen“ bezieht bis zu 80 % der antiretroviralen Medikamente zur Versorgung von Menschen mit HIV/Aids vom indischen Generika-Markt.Die Bereitstellung dieser Präparate ist nur möglich, weil Indien keine Patent-Hemmnisse kannte, die diese Zusammenstellung behindert hätte. 92 % von 4 Mio HIV-Infizierten erhalten „bezahlbaren“ Generika, meistens aus Indien.

Im Rahmen der Anpassung an WTO-Standards hat Indien ein Patentrecht entwickelt, das eine ausgewogene Balance zwischen dem Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten für Patienten und den Interessen der Pharmaindustrie schuf. Ohne diese in Indien hergestellten Generika wären im Laufe des letzten Jahrzehnts Millionen Menschen gestorben. Das zu verhandelnde EU-Indien-Freihandelsabkommen darf diese Entwicklung nicht bedrohen.

Wir appellieren an den EU-Handelskommissar Karel De Gucht, dass die Bestimmungen zum Schutz des geistigen Eigentums, die über das TRIPS-Abkommen zum Ausdruck gebracht werden, nicht Bestandteil des bilateralen EU Indien-Abkommens werden.

Wir würden uns sehr freuen, wenn soviel Menschen wie möglich unsere Facebook-Gruppe „Recht auf Gesundheit – Recht auf Medikamente“ unterstützen würden.

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4 Antworten zu Facebook Gruppe „Recht auf Gesundheit – Recht auf Medikamente“

  1. payoli schreibt:

    Es gibt also tatsächlich noch Leute die glauben, dass Medikamente auch anderen als den Pharmas helfen! 😉
    Gerade Du, lieber Wolfgang, mit Deiner ‚Kariere‘ die ich eben etwas quergelesen habe, solltest m.E. andere, für die Gesundheit wichtigere, Themen aufzeigen als ‚Rechte auf lebensnotwendige(!) Medikamente‘!
    paradise your life ! 😉

  2. alivenkickn schreibt:

    Was meine „Karriere“ wie Du es bezeichnest betrifft, nun Veränderung ist möglich oder anders ausgedrückt warum die Vergangenheit nicht dort lassen wo sie hingehört – in der Vergangenheit. Tatsache ist das ich und viele Andere die HIV Positiv sind ohne die „Medikamente“ schon längst unter der Erde wären.

    im übrigen selbst am Laib Brot, einem Auto oder an einer Packung Zigaretten verdient jemand. Ob ich es nun mag oder nicht – so ist nun mal das Leben.

  3. payoli schreibt:

    SO IST das Leben nicht! SO MACHEN wir uns das Leben 😉
    Was ich meinte: Nichts war und ist zufällig in Deinem Leben.
    Stell Dir doch mal vor, Deine Eltern hätten alles gehabt, was sie für ein glückliches Leben brauchten, hätten Dich über alles geliebt, Dich optimal ernährt, Du wärst das behütetste, zufriedenste und glücklichste Kind der Welt gewesen.
    Wie wäre dann Dein Leben verlaufen?
    Glaubst Du ernsthaft Du wärst je mit Drogen in Kontakt gekommen? Glaubst Du echt, Du wärst dennoch heute übergewichtig und krank?
    Klar kann man mal Medikamente ‚brauchen‘, aber m.E. nur dafür, um Zeit geschenkt zu bekommen, die ohne sie bereits abgelaufen wäre. Und dieses Geschenk hat man m.E. zu schätzen und für eine Problemursachen- Suche und Beseitigung zu nützen. Denn wir sind hier um zu lernen.
    Lies mal ein bisschen mit auf meinem blog …
    Liebe Grüße!

  4. alivenkickn schreibt:

    Richtig – wir sind hier zu lernen. Die Ursache von Leid ist das Verhaftet sein. Zum Beispiel an Konzepten wie Besser – Glücklicher – Zufriedener als . . . wenn . . .
    Schön das Du Deinen Weg gefunden hast. Also erfreue Dich daran.

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