Deutsche AIDS-Stiftung begrüßt Vereinbarung zu HIV/AIDS-Bekämpfung


Die Ergebnisse der Afrikareise, die Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel vom 7. bis zum 11. April nach Tansania, Südafrika und Djibouti führte, sind aus Sicht der Deutschen AIDS-Stiftung erfreulich. „Wir begrüßen ausdrücklich die Vereinbarungen zur HIV-Bekämpfung in Tansania und Südafrika“, betonte Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Stiftung, der die Reise als Delegationsmitglied begleitete.

Als großen Fortschritt bewertete es Heide, dass in der Vereinbarung mit der südafrikanischen Regierung erstmals in bilateralen Vereinbarungen mit einem afrikanischen Staat die Bekämpfung von HIV/AIDS als eigenständiger, gemeinsam zu behandelnder Entwicklungsschwerpunkt herausgestellt worden sei. Diese Schwerpunktsetzung auch durch die südafrikanische Regierung sei eine entscheidende Voraussetzung, um der AIDS-Epidemie in Südafrika zu begegnen, so Heide. Rund 5,7 Millionen Menschen oder 11 Prozent der Bevölkerung sind dort mit dem HI-Virus infiziert, die höchste Zahl weltweit. Auch die Zusage Deutschlands, Südafrika in den nächsten zwei Jahren mit 112,5 Millionen Euro insbe-sondere in der HIV-Vorbeugung, aber auch dem Einstieg in erneuerbare Energien und der Verbesserung der Verwaltung zu unterstützen, sei ein wichtiges Ergebnis der Reise. Während seines Besuches in Tansania kündigte Niebel zudem an, 8,5 Millionen Euro für HIV-Aufklärungsprogramme bereitzustellen.

Die großen Herausforderungen, vor die die Länder des südlichen Afrika durch HIV/AIDS gestellt würden, könnten im Zusammenwirken von Politik und Zivilgesellschaft am besten bewältigt werden, sagte Heide. In Afrika unterstützt die Deutsche AIDS-Stiftung ausgewählte modellhafte Hilfsprojekte: das DREAM-Programm der Gemeinschaft Sant`Egidio in Mosambik, das sich die Verhinderung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV zum Ziel gesetzt hat, ein Schulprojekt der Catholic AIDS Action in Namibia sowie das Hilfsprojekt HOPE in Kapstadt/Südafrika. Heide bezeichnete es als entscheidend für die Therapieprogramme, dass mehr Erkrankte Zugang erhielten und dass gleichzeitig ein hoher Qualitätsstandard eingehalten werde. Quelle

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Da genügend Mittel vorhanden zu sein scheinen, bleibt zu hoffen, das die Arbeit der AIDS Hilfen in Deutschland auch in den nächsten Jahren weiterhin finanziell auf sicheren Füßen steht und den AIDS Hilfen keine Kürzungen ins Haus stehen. Leider muß dies aber bezweifelt werden da in 2011 die Vertäge mit den meisten Landesverbänden der AIDS Hilfen bzgl der Finanzierung auslaufen und neu verhandelt werden müssen. So stehen Hessen, Niedersachsen und Sachsen in 2011 erhebliche Kürzungen bevor.

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