HIV-positive Frauen erzählen ihre Geschichte


Viele Frauen glauben an die große Liebe und wünschen sich nichts mehr, als mit ihrem Partner eine vertrauensvoll ehrliche, aber auch leidenschaftlich erotische Beziehung zu führen. Häufig ist der Schutz vor der Ansteckung mit dem HI-Virus kein Thema. Doch was geschieht, wenn die Diagnose „HIV-positiv“ gestellt wird?

Der Film „Lifeboat“ zeigt am Mittwoch, den 24.03.2010 im Bürgerhaus Bilk Lebensbilder HIV-positiver Frauen auf und begleitet sie durch ihren Alltag. Themen wie Partnerschaft, Sexualität und besonders Frauen in ihrer Mutterrolle werden beleuchtet. Dabei beeindrucken der Mut und die Lebensenergie der Frauen.

Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion mit Frau Dr. Ulrike Haars (HIV-Schwerpunktärztin), zwei HIV-positiven Frauen und Miriam Lahnstein (Schauspielerin) statt. Die Moderation übernimmt Harriet Langanke (Journalistin, GSSG).

Mittwoch, 24. März 2010
18.00 bis 20.15 Uhr
Bürgerhaus Bilk, Salzmannbau, Himmelgeister Straße 107h
40225 Düsseldorf

Eintritt frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation von AIDS-Hilfe Düsseldorf e.V., Bürgerhaus Bilk, kom!ma – Verein für Frauenkommunikation e.V., profamilia e.V., Gleichstellungsbüro und Volkshochschule der Landeshauptstadt Düsseldorf. Quelle

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Lifeboat – was ist das?

Schwangerschaft und Mutterschaft bei Frauen mit HIV sind noch immer schwierige Themen. An Informationen und einem vorurteilsfreien Umgang mangelt es nicht nur den Betroffenen, sondern auch der Öffentlichkeit. Dies könnte sich nun ändern.

Die Filmemacherin Manuela Maiguashca aus Amsterdam hat das Projekt im März in Köln vorgestellt und damit die deutsche Initiative für einen Film über positive Mutterschaft gestartet. Beteiligt an dem internationalen Filmprojekt sind das bundesweite Netzwerk Frauen und Aids, die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder im Umfeld von HIV und Aids, die Sektion AAWS der Deutschen AIDS-Gesellschaft sowie die Kölner Videoproduktion Carasana. Der englische Titel des Projekts lautet: LIFEBOAT – A WOMANS GUIDE TO HIV-POSITIVE MOTHERHOOD.

Die Beiträge und Kurzfilme werden gemeinsam mit HIV-positiven Müttern entwickelt. Sie wollen anderen Müttern mit HIV Hoffnung und Mut machen. Die Teilnehmerinnen des Projekts teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen zum Leben als HIV-positive Frau und brechen damit Tabus der Themen Sexualität, Schwangerschaft und Mutterschaft bei Frauen mit HIV.

Ob bei der Hausarbeit oder im Job, mit ihren Partnern oder Kindern: die Frauen bestimmen selbst, wann, wo und wie sie gefilmt werden. Die Filme sollen vor allem Frauen helfen, die erst kürzlich von ihrer HIV-Infektion erfahren haben. Sie sollen ihnen zeigen, dass es auch für sie eine Zukunft mit Kindern geben kann.

Zusätzlich sollen die Filme auch die Menschen aufklären, die im Leben der Frauen eine besondere Rolle spielen: Ihre Partner, Freunde und Familie. Interessant dürften die Kurzfilme aber auch für eine breite Öffentlichkeit, SozialarbeiterInnern und PräventionistInnen sein. Das Ziel des Projekts ist es, ein Rettungsboot (dt. Übersetzung für Lifeboat) zu bauen, mit dem HIV-positive Frauen das Meer von Stigmatisierung und Diskriminierung überwinden können.

Lifeboat wird in vielen Ländern Europas und Afrikas präsent sein. Manuela Maiguashca arbeitet außerhalb Deutschlands mit der Nicht-Regierungsorganisation (NGO) „Woman´s Network for Reproductive Rights“ zusammen. Die Idee für das Projekt entsprang dem Programm EsoDoc, das Filmemacher und NGOs zusammenbringt, um neue Kommunikationsstrategien zu entwickeln. Quelle

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