„Leben im Alter“ und der verflixte Montag


Wie ihr ja festgestellt habt war ich am Montag den 8.2. bei dem Treffen nicht anwesend. In dieser Woche 8.2. – 12.2. hatte ich zwei Termine in meinem Planer notiert ohne einen Namen oder ein Stichwort als inhaltlichen Bezug dazu zu schreiben. Und so habe ich jedem Termin aus meinem Gedächtnis oder das was man dafür halten kann grad mal den anderen Inhalt zugeordnet. Das Ergebnis habt ihr ja mitbekommen. alivenkickn = Abwesend

Als ich dann am frühen Abend des Montags eine Mail erhalten habe aus dem hervorging das ihr Euch Sorgen gemacht hat und ich gefragt wurde hat ob s mir gut geht, tja, da hab ich mir erst mal in den Hintern gebissen. Nein nicht weil ihr Euch gesorgt habt, sondern ob der Tatsache meines siebähnlichen Gedächtnis. Aber gut. Es ist nicht mehr zu ändern. Und für die Zukunft weiß ich was ich zu tun hab. Termin UND Name/Stichwort. Soviel zu diesem Aspekt des meines Alters.

Wie stelle ich mir mein Leben im Alter vor. Wie und mit welchen Menschen möchte ich zusammenleben, wie sollte ein Projekt, ein Haus sein in dem ich mein Alter verbringen möchte. Diese Frage beschäftigt mich ja schon eine Weile. Zudem da ich meine alte Dame seit nunmehr 10 Jahren in ihrem Haus betreue erlebe ich einige wesentliche Aspekte hautnah.

Ich schreib jetzt einfach mal so frei von der Leber weg was ich mir vorstelle.

Alter – ab 50 für HIV Positive, Männer liebende Männer und Frauen liebende Frauen wenn sich ein Paar dafür entscheidet in solch einem Haus leben zu wollen. Das ist für mich eine der Hauptprämisse. Die Grenzen „Wer da leben soll – kann – darf“ sollte nach meinem dafürhalten sehr niedrig angesetzt werden. Niedrig, die Grenze heißt für mich – Keine Gewalt und keine Drogenabhängigkeit. JedeR der offen dafür ist mit Menschen in einem solchen Haus zusammenleben zu wollen sollte die Möglichkeit dazu geboten werden. Und wenn ein junger Mensch da ist und sagt: Ach da sind n paar liebenswürdige alte Knacker in diesem Haus, da kann ich s mir gut vorstellen in solch einem Haus zu leben, Let it be. Wie es dann in der Praxis aussehen wird, nun das wird eben die Praxis zeigen. Offenheit – offen sein für den Anderen bezieht sich nicht nur auf die sexuelle Identität sondern geht weit darüber hinaus da Offenheit für mich Toleranz und Akzeptanz gegenüber der Denkweise, des Lebenstiles des Anderen beinhaltet.

Solange man noch in der Lage ist seinen Alltag selbständig zu gestalten, zu bewerkstelligen, soll dies auch möglich sein. Das heißt das je nach finanzieller Gegebenheit die Möglichkeit 1 und 2 – 2 1/2 Zimmer Wohnungen/Appartements zu beziehen vorhanden sein sollten. Und da nicht Wenige aus der Community über geringe finanzielle MIttel, eine kleine Rente verfügen bzw von Grundsicherung leben müssen, gerade für jene sollten RaumAngebote vorhanden sein.

Eine WG – Etage für Demenzkranke – gar keine Frage. Das versteht sich von selbst. Daraus ergibt sich generell die Frage nach einer Betreuung wenn es notwendig werden sollte. Solange man noch in der Lage ist seinen Alltag eigenständig zu bewerkstelligen und zu organsieren sollte dies natürlich möglich sein. Wenn man dann auf Hilfe angewiesen ist, dann sollten die Voraussetzungen dafür dies zu organisieren bzw in Anspruch nehmen zu können vorhanden sein. Eigenständigkeit, selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Leben solange es möglich ist. Insofern halte ich auch eine Etage – Wohngemeinschaft für Menschen die betreut werden müssen für sinnvoll. Das wichtigste wäre aber auch hier „Room to move“. Ein Ort des Rückzuges, ein Ort wo man alleine sein kann, wo man nicht wie die Kletten auf Gut und Gedeih zusammenleben muß ist essentiell. Rückzugsräume, Raum zum Atmen ist genauso lebenswichtig. Das erlebe ich in der Betreuung meiner alten Dame. Sie braucht Versorgung und Betreuung und genauso nötig braucht sie ihren Raum des Rückzuges, ihren Raum für sich.

Natürlich bin ich mir im klaren das dies nur mit einem Gebäude mit mind 3 Stockwerken umzusetzen möglich sein wird. Und selbstredend das solch ein Haus in der Stadt bzw in einem Viertel liegen sollte das die Inanspruchnahme  bzw Teilnahme am sozialen Leben, das Erreichen von kulturellen Angeboten, „relativ leicht und einfach“ermöglicht. Nicht kleckern sondern klotzen.

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