Die Nadel im Kinositz – Gerüchte um HIV Infizierungen


Wenn es nicht solch ein trauriges Thema wär, dann könnt man fast darüber lachen. Mit einer Regelmäßigkeit tauchen seit Jahren in div Internetforen immer wieder Geschichten von verängstigten und verunsicherten Menschen auf, die glauben über einen „Stich mit einer Nadel“ mit dem HIVirus infiziert worden zu sein oder gar behaupten andere infiziert zu haben wie Ondamaris in einem Artikel berichtet.

„Ich bin am Wochenende nach der Disco durch hohen Schnee nach Hause gegangen und hatte vorne geschlossene Sandalen an. Als ich zu Hause die Schuhe auszug blutete mein Zeh. Es kommen mehrere Tropfen Blut raus. Am nächsten Tag sah man nur noch einen kleinen Punkte als Wunde.Da ich was getrunken hatte tat nichts weh. Hab mir mal nepritze besorgt. Die ging durch die Sohle durch!Ist es möglich, dass eine Spritze im Schnee stand und den Schuh durchbohrt hat? An den Schuhen ist soweit nichts zu sehen. Wär die Nadel stecken geblieben? Ist es möglich dass man nach einem Stich mehrere Tropfen Blut verliert? Danke für die Antworten. Mach mich echt verrückt, obwohl es gut sein könnte dass es eine Scherbe war…“

Dies ist nur ein Beispiel von Vielen. Entweder war auf einem Sitz im Bus oder Kino eine Nadel versteckt gewesen auf die man sich gesetzt hat, oder man wurde bzw glaubt in einer Disco auf der Tanzfläche mit einer Nadel gestochen worden zu sein. Solche und ähnliche Geschichten geistern immer wieder durch das Internet

Bei all diesen Geschichten handelt es sich um einen Hoax, wie es sich auch nach Ermittlungen der Detroiter Polizei bzgl der Person in dem betreffenden Artikel bei Ondamaris handelte.

Als Hoax (engl. Scherz, Schabernack; auch Schwindel) wird eine über das Internet verbreitete Falschmeldung bezeichnet.

Zu dem Thema heißt es auf der Webseite der TU Berlin: HIV-Infektion in der Disco

. . . wahlweise auch im Kino, Theater, etc. Es kursieren kettenbriefartige Falschmeldungen, in dem behauptet wird, man würde in Diskotheken unbemerkt mit Nadeln gestochen, die mit HIV (AIDS-Viren) präpariert seien. Dann bekäme man einen Zettel auf den Rücken geklebt, auf denen „Willkommen im Club“ stünde.

Fakt ist…
dass es sich bei Gerüchten dieser Art um so genannte Urban Legends handelt, also sinngemäß Großstadtmärchen. Die Betonung liegt dabei auf Märchen! Entgegen allen anderslautenden Behauptungen und (unreflektierten) Presse-/Medienberichten ist kein eintiger Fall bekannt, der tatsächlich passiert und nachgewiesen ist.

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