Ich wollt ich wär ein Affe


Morgendämmerung

Aus den Baumnestern im Regenwald von Borneo kommt ein Orang Utan nach dem anderen zum Vorschein. Nach einem ausgiebigen sich gegenseitigen „Guten Morgen Flöhen“ macht sich die Gruppe auf den Weg zum Frühstück. Mehr oder weniger gelassen – je nach Alter – schwingt man sich von Baum zu Baum, bis man das gefunden hat auf was man halt als Affe essensmäßig so steht. Zarte Sprossen, junge Triebe und Blüten, überreifes Obst und Nüsse. Zufrieden und satt kratzt man sich am Bauch, nimmt noch ein paar Flöhe als Dessert zu sich und macht dann erst mal ein Nickerchen. Nachdem man aufgewacht ist und ein bißchen die Muskeln hat spielen lassen, zieht man dem Abendessen entgegen und um einen geeigneten Platz für die Nacht zu finden.

Und was machen wir Menschen? Haben wir einmal einen Baum gefunden, dann ziehen wir erst weiter nachdem wir alle Früchte dieses Baumes gepflückt haben. Die Last der Früchte, die wir uns aufgeladen haben, erschwert unser Vorwärtskommen erheblich. Ächzend, stöhnend und wehklagend unter der Last, die wir uns aufgeladen haben ziehen wir weiter. Es gelingt uns sogar die Schönheit dessen was uns umgibt vor lauter Jammern und Stöhnen nicht mehr wahrzunehmen.

Hiermit möchte ich mich bei all jenen Affen dafür entschuldigen, das ich sie jemals beleidigt habe, indem ich den einen oder anderen Menschen als „Blöder Affe“ bezeichnete.

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