Mehr HIV Medikamente für Menschen in Ländern mit geringem bzw. niedrigen Einkommen


Vier Millionen Menschen in den ärmeren Ländern haben im vergangenen Jahr moderne Aids-Medikamente erhalten. Das waren eine Million oder 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Daten gehen aus einem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Bericht hervor, an dem die Weltgesundheitsorganisation WHO, das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und das UN-Programm zur Bekämpfung von Aids UNAIDS mitgearbeitet hatten. TextQuelle

Schaut man sich dann die Situation näher an so wird man nicht umhinkommen festzustellen das die Situation in den Ländern wo Menschen und insbesondere Kinder von HIV am stärksten betroffen sind, alles andere als rosig ist.

Dazu Unicef:

„Obwohl Kinder und Frauen beim Kampf gegen AIDS stärker beachtet werden, hat die Krankheit weiter dramatische Auswirkungen auf ihre Gesundheit, ihre wirtschaftliche Existenz und ihr Überleben“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Ann Veneman.

Nach Einschätzung von UNICEF belegt der Report „Towards Universal Access“ (pdfDatei), dass es möglich ist, in den Entwicklungsländern Neuinfektionen bei Kindern zu verhindern und die Überlebenschancen von betroffenen Müttern und Kindern deutlich zu verbessern.

Gleichzeitig weist UNICEF aber auf die anhaltende skandalöse Unterversorgung von AIDS-Patienten in den ärmsten Ländern hin: Über fünf Millionen Infizierte, die dringend medizinische Hilfe brauchen, haben noch immer keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten.

Die Gesundheitssysteme sind vielfach mit der Versorgung der Patienten überfordert. So wurde im vergangenen Jahr in 31 von 91 Ländern die Versorgung mit lebensnotwendigen antiretroviralen Medikamenten wegen Lieferengpässen unterbrochen.

Schaut man sich diese Tabelle an so wird man nicht umhinkommen festzustellen, das der Report über „Mehr Medikamente für 4 Milionen Menschen . . .“ als eine Art kosmetischer Maßanahme verstanden werden kann.

Medis

Dazu Unicef:

Gleichzeitig weist UNICEF aber auf die anhaltende skandalöse Unterversorgung von AIDS-Patienten in den ärmsten Ländern hin: Über fünf Millionen Infizierte, die dringend medizinische Hilfe brauchen, haben noch immer keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamenten.

Die Gesundheitssysteme sind vielfach mit der Versorgung der Patienten überfordert. So wurde im vergangenen Jahr in 31 von 91 Ländern die Versorgung mit lebensnotwendigen antiretroviralen Medikamenten wegen Lieferengpässen unterbrochen. Ein großes Problem ist bis heute die Kontrolle von Blutbanken im Hinblick auf HI-Viren, Hepatitis B und C-Viren sowie Syphiliserreger. 41 Länder geben an, dass sie nicht alle Blutkonserven hierauf testen können.

UNICEF ist besorgt, dass die am stärksten betroffenen Länder bis heute nicht in der Lage sind, die AIDS-Epidemie aus eigener Kraft zu stoppen. Sollten internationale Geldgeber im Zuge der globalen Finanzkrise ihre Finanzierung von Hilfsprogrammen einschränken, käme dies für viele Kranke einem Todesurteil gleich.

Im  März diesen Jahres hatte UNAIDS darauf hingewiesen das die Finanzkrise was die Versorgung von Menschen mit HIV Medikamenten in ärmeren Ländern betrifft katastrophale Folgen haben wird. Leider hat sich mittlerweile bestätigt was UAIDS März diese Jahres befürchtete:

Most-At-Risk Populations

In 2008, more data became available on access to HIV services for populations at high risk of HIV infection, including sex workers, men who have sex with men and injecting drug users.

While HIV interventions are expanding in some settings, population groups at high risk of HIV infection continue to face technical, legal and sociocultural barriers in accessing health care services.

Schenkt man den gegenwärtigen Nachrichten Glauben so ist eine leichte Erholung was die Finanzkrise betrifft zu verspüren. Es wäre mehr als nur wünschenswert wenn sich dies auch auf die Versorgung mit HIV Medikamente für Menschen in den Ländern die von HIV/AIDS am stärksten betroffen sind auswirken würden. Dcoh da habe ich ganz erhebliche Zweifel. Wenn man sich vor Augen hält, das Banken – Bankmanager, die Verursacher der Finanzkrise, nachdem sie von der Politik mit Milliarden Euro gestüzt wurden nichts besseres zu tun hatten als sich aus diesen Töpfen zu bedienen und die Politik tatenlos diesem Treiben zuschaute und außer Absichtserklärungen „Wir müssen regulierend eingreifen, Sowas darf nicht noch mal passieren“ nichts zu stande brachten, bleibt einem nichts anderes übrig als sich an den Kopf zu greifen und feststzustellen:

Something going terribly wrong around here

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