Bridging the Gap – Die Kluft schließen


Im Zusammenhang mit einem Artikel den Ondamaris auf seinem Blog geschrieben hat, hat er u.a. Fragen gestellt die sich imo nicht nur auf den Inhalt dieses Artikels beziehen sondern sich wie ein roter Faden durch sehr viele Bereiche ziehen, die das Verhältnis zwischen HIV Positiven, der Community einerseits und der Gesellschaft andererseits betreffen. Ich beziehe HIV Positive auch in die Community mit ein sodaß ich der Einfachheit halber in der Folge nur den Begriff „Community“ verwenden werde.

Innerhalb der Community gibt es sowohl unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen wie auch Übereinstimmungen. Gleiches gilt für jede Gesellschaft. Zwischen der Community und der Gesellschaft herrscht idr ein Wechselspiel der Beziehungen. Man ist voneinander abhängig wie man sich auch gegenseitig braucht. Das es auf Grund unterschiedlicher Sichtweisen zu Reibung kommt ist normal. Wenn Menschen sich begegnen, miteinander in Kommunikation stehen gibt es auch Reibung.

Problematisch wird es jedoch wenn sich eine Kluft zwischen der Community und der Gesellschaft abzeichnet bzw. gebildet hat mit der Folge das sich für den Einen oder den Anderen Nachteile daraus ergeben. Diese können nur fühlbar sein oder sich ganz Real im persönlichen Alltag des Einzelnen niederschlagen und sein alltägliches Leben beinträchtigen. Das es soweit gekommen ist kann viele Ursachen haben. Vorurteile, mangelnde bzw. Fehl Information, fehlendes Wissen, alte Bilder die nicht mehr dem heutigen Bild entsprechen etc. Was sich wie ein roter Faden durch diese entstandene Kluft zieht ist: Entweder man kommuniziert überhaupt nicht oder nicht mehr miteinander oder aber man kommuniziert miteinander aneinander vorbei.

Die Frage nach einer Lösung wie man diese Kluft überbrücken oder gar schließen kann  stellt sich spätestens dann wenn die Nachteile für den Einen wie den Anderen überhand nehmen bzw. in Aktionen ihren Ausdruck finden die als unangemessen, überzogen und an der Sache vorbei gehend wahrgenommen werden. Die Subjektivität solcher Wahrnehmung, Empfindung ist Realität geworden, da sich ihre Auswirkungen im Alltag des Einzeln niederschlagen und nicht selten dessen Lebensqualität beeinträchtigen.

Um beide, die Community und die Gesellschaft, wieder an einen Tisch zu bringen müssen sich beide, um die Ursachen dieser Kluft, diesen Kommunikations Breakdown, möglicherweise hat auch bis dato eine Kommunikation über bestimmte Sachverhalte, Situationen noch nie stattgefunden, dieser Kluft nicht nur gewahr sein sondern Lösungen finden die zum einen die bestehenden Probleme für den Anderen klar verständlich transportieren und Lösungen –  Konzepte – Neue Bilder entwickeln um eine zukünftige Kluft nicht wieder entstehen zu lassen mit dem Ziel das sich für die Community wie für die Gesellschaft die Lebensqualität, Atmosphäre verbessert.

Das dies ein Prozeß ist der nicht mal so über Nacht zu bewerkstelligen ist liegt auf der Hand. Ebenso liegt es auf der Hand das man nicht dem Anspruch verfallen darf, das der Eine oder der Andere glaubt den Königsweg nun gefunden zu haben und den der Andere nun gefälligst anzunehmen hat und beschreiten muß.

Macht man hingegen gar nichts, läßt alles beim Alten und lamentiert stattdessen nur wie schlimm doch alles ist und wie schön es doch wär wenn sich endlich was ändern würde, nun auch das liegt auf der Hand. Die Kluft wird breiter und die Probleme werden zunehmen. Da brauchts keine Kassandra dazu – nur ein bischen Menschenverstand.

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Eine Sängerin, eine Verhaftung und Gras das nicht unhinterfragt wachsen soll

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2 Antworten zu Bridging the Gap – Die Kluft schließen

  1. ondamaris schreibt:

    spannende gedanken, die zur kluft und den bildern.
    noch spannender wird die frage, wenn es darum geht, worin denn die kluft genauer besteht – und wie sie zu überbrücken / überwinden sein könnte …

  2. alivenkickn schreibt:

    Genau darum geht es. Worin die Kluft besteht – nun ich denke hier sind mehr als nur eine Person gefragt.

    Ich greif da mal ein Problem – einen Teil der Kluft auf:

    Wie schaffen Aids-Organisationen (oder die Community) es, neue wissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Erkenntnisse (wie das sog. EKAF-Statement zu drastisch reduzierter Infektiosität bei erfolgreicher antiretroviraler Behandlung) auch bei Ermittlern, Anwälten, Staatsanwälten und Richtern bekannt zu machen?

    Meine Idee – Vorschlag einer Lösung

    Tagesveranstaltungen, Fachtagung, Ermittler, Anwälte, Staatsanwälte, Vernazza und Hirschel einladen und vor allen Dingen – HIV POSITIVE, die betroffenen

    Ich hätt da noch ne Menge anderer Lösungen – nur da ich nicht den Anspruch habe alles zu wissen und immer richtig zu liegen . . . . . erst im Zusammenspiel mit anderen aus der Community, werden sich tragfähige lebensnahe Lösungen herauskristallisieren.

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