Das Salz in der Suppe . . .


. . . macht die Suppe erst zu etwas besonderem. Nicht nur das Speisesalz was den gesundheitlichen Aspekt betrifft in der Ernährung eine wichtige Rolle spielt, ohne Salz schmeckt jedes Essen fad. Im Gegensatz zu heute wo Speisesalz nur ein paar Cent kostet, war Salz in früheren Zeiten für die meisten Menschen unerschwinglich. Nicht umsonst sprach man auch von Salz als dem „Weißen Gold“. So geht z.b. der Begriff Salär sprachgeschichtlich auf das französische salaire zurück, das seinerseits auf das Lateinische salarium (Salzration) zurückzuführen ist.

Unter der einfachen Landbevölkerung und der ärmeren Bevölkerung in den Städten gehörten Suppen, Brei und Eintöpfe zu den wichtigsten Nahrungsmittel. Fisch und Fleisch konnten sich nur die wenigsten Menschen leisten und wurde, wenn überhaupt nur an besonderen Tagen aufgetischt. Kurz und gut, erst das Salz macht die Suppe zu etwas besonderem.

Gleich um die Ecke wo ich wohne gibt es einen Metzger der sich dem Verkauf vom Fleisch des Schwäbisch – Hällischen Landschweines, einer alten fast vergessen Schweinesorte aus dem Hohenloher Land verschrieben hat. Unter anderem hat er auch eine typische schwäbische Spezialität im Angebot, den „Maultaschen“ deren Inhalt, wie könntes es auch anders sein, aus einer Fleischfüllung von besagtem Schwein besteht. Das es sich bei diesen Maultaschen nicht um ein industrielles Produkt handelt, sondern von einem kleinen Familienbetrieb hergestellt wurde, versteht sich von selbst.

Ein Blick in mein Gemüsefach sagte mir das heute Resteverwertung angesagt war. Aus einer Möre, einem Stück Lauch, einem Tennisball großen Stück Sellerie, einer kleinen Petersilienwurzel sowie einigen Stengeln Blatt Petersilie und einem Stengel frischen Liebstöckel genannt „Maggikraut“ aus dem Garten und Wasser wurde erst mal eine Gemüsebrühe hergestellt. Nach ca 20 Minuten wurde die Brühe abgeseiht und auf die Hälfte der Flüssigkeit reduziert. Anschließend wurde die weichgekochte Möhre und die Petersilienwurzel in die Brühe gegeben, kurz aufgekocht und gründlich püriert. Nachdem die Hitze der Herdplatte auf die kleinste Einstellung heruntergedreht wurde gab ich zwei der besagten Maultaschen in die Suppe und ließ sie ca 20 Minuten vor sich hin simmern.

Das A und O eines jeden Gerichtes ist das berühmte Finish. So auch hier. Die Maultaschen wurden aus der Suppe entfernt und warm gestellt, ca 4 EL süßer Sahne vereinigten sich mit der Suppe die dann kurz erhitzt wurde. Erst jetzt gings ans abschmecken, Eine Prise Flos Salis aus Portugal , frischen geriebenen weißen Pfeffer aus Indonesien und zwei gute Prisen Piment d´Espelette. Anschließend wurde die Suppe mit einem Pürierstab schaumig gemixxt und dann in den Teller gegeben. Zu guter Letzt hatten dann die warm gestellten Maultaschen endlich ihren großen Auftritt.

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