Quo Vadis . . . CSD in Deutschland (akt. 2)


Intro

Quo vadis? ist eine lateinische Phrase mit der Bedeutung „Wohin gehst du?“.

1. Akt

„Slavic Pride“ in Moskau nach fünf Minuten aufgelöst.

Der „Slavic Pride„, die angekündigte, aber verbotene Demonstration von Lesben und Schwulen in Moskau, wurde nach nur fünf Minuten von der Moskauer Polizei aufgelöst. Die Hoffnung der Aktivisten, die russischen Behörden würden während des gleichzeitig stattfindenden Song Contests auf schlechte Presse verzichten, bewahrheitete sich nicht.

Der Journalist Jan Feddersen, der für den NDR vor Ort berichtet, beschriebt im NDR-ESC-Blog das Klima der Angst in Moskau:

“Angst! Das erste Mal seit 30 Jahren habe ich so etwas wie Angst vor rechtsradikalen, klerikalistischen oder nationalistischen Schlägern gehabt. Moskau am Vormittag des ESC-Finales.”

Peter Tatchell befindet sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Am Abend des 16. Mai wurden immer noch 31 Aktivisten festgehalten. Vom Verbleib Alexejews ist weiterhin nichts bekannt.

2. Akt

CSD in Deutschland

Alle Jahre wieder findet in vielen Städten der CSD in Deutschland statt. In welchen Städten ein CSD stattfindet das erfährt man hier. Und wie es sich für einen für „Freiheit, Recht und Gleichheit für Alle“ sich einsetzenden Staat wie die Bundesrepublik Deutschland gehört, gibt es in einigen Städten in denen der diesjährige CSD stattfindet wie z.B. Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart und Nürnberg Botschaften und andere diplomatische Vertretungen von Russland . Ähnliches gilt für CSD´s die in anderen europäischen Ländern stattfinden.

3. Akt

Aufruf zum zivilen Ungehorsam.

Ziviler Ungehorsam als solcher ist im deutschen Recht weder eine Ordnungswidrigkeit noch ein Straftatbestand. Insofern sollte es kein Problem sein bzw geben den Bediensteten und Angestellten der entsprechenden Vertretungen Russland´s und anderer Länder die repressiv gegen Schwule und Lesben vorgehen in besagten Städten von bunt  geschmückten Wagen ein freundliches  „Hallo“ zuzurufen – winken.

Epilog

Kommentar in der Tagesschau vom 17. Mai 20.00 über den ESC in Moskau:

„Es war auch sonst ein Abend der Superlative. Gastgeber Moskau hatte sich trotz Wirtschaftskrise nicht lumpen lassen und bot eine aufwendige Show.“

* * * * * * *

Update 26. 01. 2010

Zeit Online 26. 01. 2010: Moskaus Bürgermeister verbietet Schwulenparade

«Wir haben solch eine Parade noch nie genehmigt und wir werden sie auch in Zukunft nicht erlauben.» Dies sei der Wille der Moskauer, sagte der Bürgermeister. Er verurteilte Kundgebungen von Schwulen und Lesben erneut als «satanische Handlungen».


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