Selbsthilfekonferenz zeichnet verändertes Bild über das Leben mit HIV


Zu der am 1. Februar 2009 zu Ende gegangenen  „Positiven Begegnungen – Konferenz zum Leben mit HIV und Aids“ in Stuttgart hat die Deutsche Aids Hilfe, Berlin die folgende Pressemitteilung (pdf Datei) herausgegeben:

Unter anderem erklärte Carsten Schatz, Mitglied des Vorstandes der DAH:

„So, wie sich das Leben mit HIV und Aids verändert hat, muss sich auch das in der Öffentlichkeit verbreitete Bild der Erkrankung verändern. Dazu werden Menschen mit HIV und Aids und ihr Interessenverband, die Deutsche AIDS-Hilfe, einen Beitrag leisten. Themen wie Arbeit und Altern mit HIV, ohne Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme werden die Aktivitäten der Selbsthilfegruppen von Menschen
mit HIV/Aids in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den kommenden Jahren bestimmen. Dazu gehört auch eine umfassendere und differenziertere Information der Medien, der Politik und von Interessensverbänden.

Aids geht uns nach wie vor alle an, denn Ignoranz grenzt aus und macht krank.“

Eine der Ursachen für die in der Bevölkerung nach wie vor herrschende Angst und Ignoranz gegenüber HIV bzw HIV Positiven Menschen, die Ursachen für das Stigma und die Diskriminierung die HIV Positive nach wie vor im Berufsleben und im privaten Bereich erfahren, liegt in der Berichterstattung der Regenbogenpresse. Sie ist das Ergebnis einer verantwortungslosen Journaille, der weniger an Sachlichkeit,  Information und Aufklärung als an emotionalisierter Berichterstattung, in der Informationen vorenthalten oder pauschalisiert und Sachverhalte verkürzt oder verzerrt dargestellt werden, gelegen ist.

Die verantwortlichen Damen und Herren Journalisten und insbesondere Chefredakteure der entsprechenden BoulevardMedien wie z.b. die Bild Zeitung und der Kölner Express scheinen sich nicht darüber im klaren zu sein das sie damit sämtliche Bemühungen der Politik, der Prävention und Aufklärung in geradezu beschämender Art und Weise konterkarieren. Auch die Presse und Redefreiheit hat ihre Grenzen. Nämlich dann wenn sich das geschriebene Wort auf die Lebensqualität eines Menschen negativ – wie es das Wesen von Stigmatisierung und Diskriminierung idr bedingt – auswirkt.

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Teilweise Paste and Copy mit freundlicher Genehmigung der DAH

Positive Begegnung 2009

Eröffnungsveranstaltung Positive Begegnungen Stuttgart 2009


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