Olympische Spiele Peking 2008 . . . „Menschenrechte stören nur“ . . .


Auf einem meiner Streifzüge durch das WWW entdeckte ich einen Blog der mir aus vielen Gründen recht vielversprechend und interessant erschien. Es handelt sich um den Olympia Blog der ARD auf dem verschiedene Autoren schreiben bzw. andere ARD – Journalisten Blogs verlinkt sind.

Nun kann ich mich – das gebe ich unumwunden zu – nicht der Faszination einiger Sportarten entziehen und bin nicht so konsequent wie einige meiner Freunde, die die Berichterstattung über die Olympischen Spiele in den Medien boykottieren. Dennoch hoffte ich in dem Blog der ARD und den auf diesem Blog angegebenen Links zu Anderen wenigstens kritisches zu der Menschenrechtssituation in China/Tibet zu finden. Doch weit gefehlt. Außer – in Worten – ZWEI – Kommentaren zu Artikeln im Blog der Tagesschau der ARD – NICHTS – NADA – NIENTE. Besonders der erste Kommentar zu einem Artikel von Burkhard Nagel der das Thema „Tibet“ streift hat bei mir fassungsloses Erstaunen, ja geradezu Sprachlosigkeit ausgelöst. Alles was mir dazu einfällt ist das wohl bekannteste Zitat von Bertold Brecht: „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. . . . wobei sich die Moral zur Zeit in Urlaub zu befinden scheint.

Gut kann ich mich an den Sturm der Entrüstung, die Reaktionen erinnern als und mit welcher Härte die politische Führung Chinas auf die Unruhen im März in Tibet reagiert hatten. Und auch oder gerade unter Sportlern, den Olympia Teilnehmern konnte man aus den Medien entnehmen das es Ihnen ein Anliegen war während der Spiele in Peking im Rahmen der Statuten des IOC zu „Tibet“ Stellung zu beziehen. Doch was daraus geworden ist läßt sich mit einem Wort zum Ausdruck bringen: NICHTS – Jedenfalls wurde in den täglichen Berichtserstattungen und div Peking – Olympia Features bis dato nichts darüber berichtet. Und soweit mir bekannt – ein „Maulkorberlaß“ wurde auch nicht verhängt.

Zivilcourage ist zur Mangelware geworden. Stattdessen scheint Doppelmoral und Heuchelei heute zur Standardausrüstung im Gepäck zu gehören das man benötigt um gut und bequem durchs Leben zu kommen. Und zu schweigen – wie es in einem Kommentar zum Ausdruck gebracht wurde – nur weil im eigenen Land vieles im Argen liegt, halte ich pers. für mehr als nur fragwürdig und fatal.

History will teach us Nothing . . . . .


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