Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember ist in jedem Jahr für viele Menschen ein Anlass, derer zu gedenken, die an AIDS verstorben sind. Für die AIDS-Hilfe ist es einmal mehr Anlass, die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Thema AIDS zu fördern. Rund um den Welt-AIDS-Tag werden die AIDS-Hilfe Frankfurt und zahlreiche HelferInnen stadtweit für die Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS werben.
Am Welt-AIDS-Tag findet um 18.00 Uhr in der Paulskirche Frankfurt die zentrale Veranstaltung der AIDS-Hilfe Frankfurt statt.
Ausgehend von der publicityträchtigen Verhaftung der Pop-Sängerin Nadja Benaissa und der Bekanntmachung ihrer HIV-Infektion samt der Hetzkampagne in Teilen der Presse wird es in diesem Jahr bei der zentralen Veranstaltung in der Paulskirche um folgendes Thema gehen:
„Die Würde des Menschen ist angetastet“.
Mit Redebeiträgen von:
- Michèle Meyer, Präsidentin von LHIVE, der Organisation von Menschen mit HIV und AIDS in der Schweiz
- Prof. Dr. Franz Josef Wetz, Professor für Philosophie an der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd
- Felix Damm, Rechtsanwalt.
- Musik: Duo Fragile und Tobias Rüger
Im Anschluss an die Veranstaltung findet der Trauermarsch zum AIDS-Memorial an der St. Peterskirche statt. Dort werden, wie in den Jahren zuvor, weitere Nägel für die 2009 in Frankfurt an AIDS Verstorbenen eingelassen. Damit hält die AIDS-Hilfe schon seit Jahren das Gedenken an jene Menschen wach, die in Frankfurt und an jedem anderen Ort dieser Erde an den Folgen von AIDS verstorben sind.
Zum Ausklang lädt das Switchboard in der Alten Gasse 36 zu warmer Suppe und Glühwein ein.
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Prof. Dr. Franz Josef Werz – Die Würde des Menschen – Antastbar? (pdf Datei)





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Michèle war großartig…
Auch wenn sich die Infektiologikum-Clique böse darüber geäußert hat, die Veranstaltung sei total scheiße gewesen, man habe schon die Nase voll von dieser “Wir arme Opfer-Stellung”. Den Patienten ginge es gut, im Vergleich zu den Milionen Menschen in Afrika, die richtig an HIV und AIDS leiden.
Ein solcher Arzt, der 500 Patienten im Jahr betreut, lebt mit 500 unterschiedlichen HIV’s. Wahrscheinlich gewöhnt er sich auch irgendwann daran.
Ein Patient lebt mit einem einzigen, dem eigenen HIV. Man gewöhnt sich nie dran.
@Hallo Ivo
Michele war in der Tat großartig. Die Standing Ovations haben nicht nur sie überrascht. Mich auch.
Die Rede von Michael Bohl fand ich besonders gelungen. Besonders die Art und Weise wie er den Alltag von Menschen mit HIV mit in seinen Vortrag eingebracht hat. Diese Chronik der fortlaufenden Ereignisse dieser 3 Personen die von den entsprechenden Zuschauern eingebracht wurden – diese Idee fand ich bemerkenswert.
Ein Patient lebt mit einem einzigen, dem eigenen HIV. Man gewöhnt sich nie dran.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
Was diese Clique betrifft . . . vielleicht waren sie ja auf einer anderen Veranstaltung. Mit Sicherheit waren sie irgendwo – nur nicht geistig in der Paulskirche anwesend.
Klar, Michael ist einer der besten Märchenerzähler, die ich bisher in meinem Leben überhaupt gehört habe – ganz im positiven Sinne. Er nimmt dich mit auf eine Reise und nach dem zweiten ausgesprochenen Ton bist du schon weit weg von der Realität. Seine bildhafte Sprache, sowie die Begabung, dich genau dort zu treffen, wo es dir im Moment gerade am stärksten brennt, machen ihn in meinen Augen unglaublich groß.