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Erklärung der AIDS-Hilfe Bielefeld e.V. zum Brandanschlag auf ein Gebäude ihres Sozialprojekts Tierpension

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juli 2009 haben unbekannte Täter einen Brandanschlag auf ein Gebäude unseres Sozialprojekts Tierpension verübt. Wir sind entsetzt über diese Zerstörungswut und die kriminelle Energie der Täter gegen unser Beschäftigungsprojekt für Menschen mit und ohne HIV.

Das Dachgeschoss des Hauses in der Spenger Straße 109 in Bielefeld- Jöllenbeck ist völlig ausgebrannt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass das Gebäude abgerissen werden muss. Das Haus wurde gerade umgebaut. Die Büros und der Schulungsraum im Erdgeschoss sollten im nächsten Monat bezogen werden. Der Ausbau des ersten Stocks für die Unterbringung von Katzen und Kleintieren sollte bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Das benachbarte Haus des Sozialprojekts in der Spenger Straße 113, in dem seit dem 2. Januar 2009 Hunde betreut und versorgt werden, ist von dem Brand nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Hier werden nach wie vor Hunde in Pension genommen.

Im Sozialprojekt werden zurzeit 30 langzeitarbeitslose Menschen mit und ohne HIV in den Bereichen Tierpflege, EDV und Kundenservice geschult und praktisch angeleitet, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Seit Jahren gibt es Streit um den Standort der Tierpension. Bereits am 1. Standort des Sozialprojekts haben unbekannte Täter am 8. Juli  2007 einen Brandanschlag auf das Gebäude in Bielefeld-Oldentrup verübt. Die Brandstifter wurden nie gefasst.

Aber auch in Jöllenbeck stieß das Projekt auf vehementen Widerstand von Anwohnern. Nachbarn wehrten sich mit Transparenten entlang der Spenger Straße und sammelten auf dem Jöllenbecker Wochenmarkt Unterschriften gegen das Projekt. Außerdem leiteten sie juristische Schritte ein. Anfang Juni 2009 hat das Verwaltungsgericht in Minden ihre Klage gegen die Tierpension zurückgewiesen. Eine unzumutbare Lärmbelästigung läge nicht vor. Die Kläger haben inzwischen Widerspruch beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt.

Wir wissen nicht, wer den Brandanschlag verübt hat. Es ist Aufgabe der Polizei die Täter zu fassen. Wir sind bestürzt und besorgt über das ungeheuere Ausmaß der Aggression gegen eine soziale Einrichtung und die Menschen, die sie nutzen.

Bielefeld, den 11. Juli 2009         Peter Struck, Geschäftsführer

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Dazu die DAH:

Das Sozialprojekt „Tierpension“ der AIDS-Hilfe Bielefeld gibt es seit dem Jahr 2005. Hier werden langzeitarbeitslose Menschen mit und ohne HIV im Bereich Tierpflege und Bürokommunikation beruflich qualifiziert und beschäftigt, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Laut nr-news.de war dies schon der 3. – in Worten – “Der Dritte Anschlag auf eine Einrichtung der AIDS HILFE Bielefeld”. Dieses Haus, sollte zu einer Tierpension umgebaut werden. Nun ist es zwar nachvollziehbar das, wenn man Hunde aufnimmt Hunde wie sie es mal so an sich haben bellen. Und das der Lärm den bellende, kläffende Hunde verursachen können einem auf die Nerven gehen können ist nachvollziehbar. Keine Frage.

Doch hier wird eine Einstellung von Teilen der Bevölkerung sichtbar die geradezu erschreckend ist. Die Büros und der Schulungsraum im Erdgeschoss sollten im nächsten Monat bezogen werden, wo langzeitarbeitslose Menschen mit und ohne HIV in den Bereichen Tierpflege, EDV und Kundenservice geschult und praktisch angeleitet werden sollten, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Anwohner, der oder die – Personen die in der Nachbarschaft von etwas wohnt.

Das Anwesen – die zukünftige Tierpension der AIDS Hilfe Bielefeld in Jöllenbeck befindet sich in einer ländlichen Umgebung. Laut Aussagen der Feuerwehr Bielefeld liegt das nächste “Anwesen schon etwas weiter weg”. Schaut man sich die Lage der Tierpension in der Sprenger Str 109 an auf Google Maps an, so sind die nächsten näheren Anwesen ca 300 – 500 mtr von den beiden Häusern enfernt. Und das war s dann auch.

Was sind langzeitarbeitslose Mneschen und wir – HIV Positive – in den Augen von Teilen der Bevölkerung in Bielefeld? Was sind das für Menschen die einen Entscheid des Mindener Verwaltungsgericht ignorieren, meinen das Gesetze – Entscheidungen – Urteile für sie nicht gültig sind, die sich außerhalb des Gesetzes stellen und zum 3. Mal zur “Selbstjustiz” greifen? Wie wäre die Reaktion gewesen wenn sich MENSCHEN in dem Haus befunden hätten?

“Ach sind doch eh nur alles Sozialschmarotzer die keinen Bock haben zu malochen. Junkies und Schwule, AIDSler, Abschaum der Gesellschaft.”

Was diese Anschläge zum Ausdruck bringt ist, das ein langzeitarbeitsloser Mensch, ein HIV Positiver “unlebenswertes Leben” ist . Den möglichen Tod von langzeitarbeitslosen und HIV positiven Menschen hat man bewußt in Kauf genommen. Nach 3 Anschlägen läßt dies keine andere Interpretation zu. Soviel Unbewußtheit gibt es nicht.

Das die Presse, die Medien, das Journalisten die Anschläge nicht hinterfragen sondern die Anschläge als “Meldung ” abtun, ist beschämend und bezeichnend zugleich. Schon die Übeschrift des Artikels in der Nw-News “Brandschlag gefährdet Tierpension” spricht Bände, zeigt den State of Mind des Verfassers. Sind sie es doch die zu der Haltung in der Gesellschaft, der Meinung über Sachverhalte und MENSCHEN einen wesentlichen Anteil dazu beitragen bzw Einfluß haben. Würde ein Langzeitarbeitsloser oder ein HIV Positiver auch nur in den Verdacht geraten, da wäre schneller zum Halali geblasen worden als man bis 3 zählen könnte.

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Auf dem Blog der DAH führte Holger Wicht ein Interview mit Peter Struck das die wiederholten Brandanschläge in einem ganz anderem Licht erscheinen lassen. Die Vermutung die ich heute vormittag hatte das der “Lärm gegen die ANWOHNER (die nächsten Anwesen sind in 300, 500 Mtr entfernt) an den Haaren herbeigezogen war, bestätigte sich.

Quote:

Die Vermutung liegt nahe, dass es eigentlich um etwas anderes geht.
Natürlich. Da vermischen sich Ängste vor HIV mit der Angst vor Drogenkonsumenten. Die sind ja unsere Hauptzielgruppe. Die Idee zur Tierpension ist entstanden, weil wir gesehen haben, wie liebevoll sie mit ihren Hunden umgehen.

Gab es auch Angst vor Beschaffungskriminalität?
Sicherlich. Und ein Anwohner will auch schon eine Spritze gefunden haben – die er aber natürlich sofort vernichtet hat (lacht). Es ist wirklich absurd. Unsere Mitarbeiter gehen einfach von der Bushaltestelle zur Arbeit und das war’s.

Wie sah der Widerstand der Anwohner aus?
Es gab zum Beispiel Infostände auf dem Wochenmarkt und Protestplakate an der Straße entlang mit Slogans wie „Weg mit der Tierpension!“ oder „Keine Krippenplätze für Kinder, aber teure Unterbringungsmöglichkeiten für Hunde“.

Hat sich der Widerstand ausdrücklich auf Menschen mit HIV bezogen?
In der Presse haben sie immer den Lärm in den Vordergrund gestellt. Aber in der Bezirksversammlung des Stadtteils hieß es dann: Sind denn die Bedürfnisse von 30 Aidskranken wichtiger als die von 50 gesunden Familien?

Unquote:

Die Haltung bzw die Lösung von Teilen der Bevölkerung gegenüber Aidskranken ist bekannt: 3 Brandanschläge auf ein Hause, eine Einrichtung der AIDS Hilfe Bielefeld  gegenüber von Menschen mit HIV und Langzeitarbeitslosen.

Menschenverachtend, unlebenswertes Leben.

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Brand gefährdet Tierpension

Erneut Brandanschlag auf Tierpension der AIDS Hilfe Bielefeld

Ondamaris: DAH Verurteilt erneuten Brandanschlag

Brandschlag auf Tierpension der AH Bielefeld

KOWW: Erneuter Brandanschlag verurteilt

Deutsche Aids Hilfe Berlin verurteilt Brandanschlag


“Leben im Alter – In Würde alt werden”

Es war wie sich im Laufe der Veranstaltung herausstellte und ein Referent es bezeichnete, eine „kleine aber feine Veranstaltung“. Klein weil weniger Besucher (38) kamen als wir, Michael Bohl von der Aids Hilfe Frankfurt und ich es uns erhofften, fein weil sie inhaltlich hochkarätig und aktuell war. Sie spiegelte die Situation wieder wie sie sich zur Zeit darstellt. Zum einen was das Wohnangebot, Wohnmöglichkeiten für ältere Schwule, Lesben, Transgender, HIV Positive und Regenbogenfamilien betraf, zum anderen was die aktuelle Pflegesituation, die Voraussetzungen für Pflegepersonal wie auch Personal für Wohnprojekte betrifft.begrüßung

Das es vermehrt Bedarf für Wohnprojekte i.e. Häuser oder Wohngemeinschaften gibt ist allen Beteiligten ebenso klar wie auch die Tatsache das die vorhandenen Angebote erst den Anfang eines Weges markieren. Ein Weg für den ein langer Atmen notwendig ist. Es braucht Professionalität von Menschen wie Heiko Gerlach und Carlos Stemmerich von der Aids Hilfe Köln, die in der Schulung und Ausbildung von Pflegepersonal wie auch Personal tätig sind, Vereine wie Rubicon in Köln, Carolina Brauchmann und Markus Schupp, der Schwulenberatung e.V. “Netzwerk Anders Altern” in Berlin, Dr. Marco Pulver und Michael Tappe der fachliche Leiter der AidsHilfe München der für Diana Zambelli – rosa Alter – in Vertretung kam, die sich für die Bedürfnisse und Belange, von Lebensformen von Schwulen, Lesben, Transgender und HIV Positiven engagiert einsetzen bzw arbeiten. Und vor allen Dingen braucht es das pers. Engagement von Menschen wie Gabrielle Wedde und Lisa Weiss – Villa Anders, Köln – Verein schwul-lesbisches Wohnen e.V., und Georg Linde, Wohngruppe in der Reha West in Zusammenarbeit mit/vom Frankfurter Verband um solche Projekte ins Laufen zu bringen.

Erst das Zusammenspiel von persönlichen Engagement der Betroffenen einerseits und ein hohes Maß an Professionalität andererseits macht es möglich das Projekte wie die Regenbogenvilla in Berlin und die Villa Anders in Köln Realität werden. Die Regenbogenvilla, eine einstige Kiga wird zur Zeit umgebaut und wird voraussichtlich Ende 2010 – Anfang 2011 bezugsfertig sein, die Villa Anders, ein Neubau, Ende 2009. So war es für alle Anwesenden erstaunlich zu erfahren, das die Regenbogenvilla u.a auf Grund unzähliger Eingaben und Briefen von Betroffen an den Senat in denen sie ihre Situation und die Notwendigkeit, ihr Bedürfnis für ein solches Haus schilderten, dazu beigetragen hat das dieses Projekt Realität werden konnte. Ähnliches zeichnet sich für das Wohnprojekt in der Reha West des Frankfurter Verbandes ab.

Darauf zu hoffen das die Politik uns in dem Maß wie es dem Bedarf angemessen ist „versorgen werde“, das Politiker oder die Gesellschaft unseren Bedürfnissen im Alter gerecht werden würde , entspricht nicht der Realität. Zwar gibt es auf kommunaler Ebene den einen oder anderen engagierten PolitikerIn wie auch Rahmenbedingungen die solche Projekte wie in Berlin, Köln, München und Frankfurt unterstützen und fördern wie auch die Deutsche Aids Stiftung die solche Projekte fördert. Doch sind es bis jetzt nur Tropfen auf einem heißen Stein.  Ebenso hat es sich leider herausgestellt das sich mit ehrenamtlichem Engagement oder nur gutem Willen bzw. Ideen alleine nichts bewerkstelligen läßt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema “Aus und Weiterbildung von Pflegepersonal”. So gibt es alleine in Hessen Stand 2007 laut Pflegestatistik ca 175800 pflegebedürftige Menschen. Geht man von einem Mittelwert von  5% aus so gibt es alleine in Hessen ca 8.800 pflegebedürftige Schwule und Lesben. Bundesweit dürften es schätzungsweise ca 100.000 Menschen aus der  Community sein, die der Pflege bedürfen.

Stigmatisierung und Ausgrenzung sind immer noch Alltag. In der Gesellschaft wie auch in den meisten herkömmlichen Alten bzw Pflegeheimen. Dies trifft für Menschen die im Pflegeberuf arbeiten in gleichem Maße zu wie für ältere Schwule, Lesben und Transgender die auf Hilfe bzw. Pflege angewiesen sind wenn sie vor der Entscheidung stehen wo bzw. wie sie Ihren Lebensabend verbringen wollen. Die Angst vor den Erfahrungen von Diskriminierung die sie in der Vergangenheit erlebten (erst 1994!!! fiel der §175 im Zuge der Rechtsangleichung mit der DDR weg) und befürchten im Alter wieder ausgesetzt zu werden, bedingt es das viele von ihnen im Alter versteckt leben, unsichtbar sind.

Ähnliches gilt für HIV Positive. Ausgrenzung und Stigmatisierung ist immer noch an der Tagesordnung und wird, wie das jüngste Beispiel der „Kampagne der Michael Stich Stiftung 2009“ weiterhin am Leben gehalten.

Dazu kommt der Umstand das was das Thema HIV betrifft, die Lehrbücher für Pflegeberufe alles andere als auf dem neusten med. Stand bezl dessen wie man sich nicht infziert sind. Insofern ist es nicht verwunderlich wenn unter dem Pflegepersonal in vielen Heimen entweder Un,- Halb bzw. ein Wissenstand herrscht wie vor 25 Jahren. Zudem arbeiten im Pflegebereich heute Menschen der verschiedensten kulturellen Identitäten deren Werte und Vorstellungen zu dem Thema HIV bzw Schwul – Lesbische Identität sich erheblich von den Unseren unterscheiden. Hier ist die Politik, hier sind insbesondere die Kultusministerien der Länder gefordert, die letztendlich für die Lehrpläne verantwortlich sind. Was sich leider auch hier wieder zeigt, ist das Aufklärung von Organisationen wie der DAH, AidsHilfen, BzgA etc. in Teilen der Bevölkerung nicht angekommen ist.

Ein anderer, wesentlicher Aspekt war der den Michael Jähme, „Der frische Fünziger“ mit seinem Beitrag zum Ausdruck brachte, den er mittlerweile auf seinen Blog eingesstellt hat. HIV ist dank der HAART heute zu einer chronischen Krankheit geworden. AIDS IST HEUTE KEINE TÖDLICHE KRANKHEIT mehr wenn auch einige ewig gestrige sich wie eine Bulldogge in diese Sichtweise verbissen haben. Viele von uns HIV positive Heteros, Schwule, Lesben und Transgender haben im Laufe der Zeit Menschen die uns nahe standen verloren. Der Tod, das Sterben ganz besonders der frühen Jahre von HIV in Deutschland haben uns alle geprägt und Spuren, Narben in unseren Seelen hinterlassen. Dennoch haben die meisten von uns diese Krisen überstanden, haben wieder „Ja“ zum Leben gesagt und sind mit Mut und Freude ins Leben zurückgekehrt. Dies zu zeigen, sich trotz aller Ausgrenzung und Stigmatisierung die nach wie vor Alltag ist, nicht zu verstecken ist eine Anstrengung die zwar Mut und Überwindung kostet, die zu stellen sich lohnt.

Nur wer sich nicht versteckt wird sichtbar und wahrgenommen. Nur der wird gehört werden der sichtbar ist und der seine Bedürfnisse artikuliert.

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Da sich die Politik, jede Regierung seit Jahren konsequent durch Kürzungen insbesondere im sozial- und gesundheitspolitischen Bereich ihrer Verantwortung für diejenigen die sie gewählt haben, entzieht soll und muß an dieser Stelle die Tatsache nicht unerwähnt bleiben, das diese Veranstaltung erst durch finanzielle Unterstützung der Firmen Abbott, MSD, Boehringer – Ingelheim sowie der Deutschen AIDS Stiftung Bonn möglich geworden ist.

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taz 01.11.2007: Die unbekannten Alten

Im Kreuzfeuer: Anders Altern

Heiko Gerlach: Anders Alt werden pdf Datei

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Im Zusammenhang mit einem Artikel den Ondamaris auf seinem Blog geschrieben hat, hat er u.a. Fragen gestellt die sich imo nicht nur auf den Inhalt dieses Artikels beziehen sondern sich wie ein roter Faden durch sehr viele Bereiche ziehen, die das Verhältnis zwischen HIV Positiven, der Community einerseits und der Gesellschaft andererseits betreffen. Ich beziehe HIV Positive auch in die Community mit ein sodaß ich der Einfachheit halber in der Folge nur den Begriff „Community“ verwenden werde.

Innerhalb der Community gibt es sowohl unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen wie auch Übereinstimmungen. Gleiches gilt für jede Gesellschaft. Zwischen der Community und der Gesellschaft herrscht idr ein Wechselspiel der Beziehungen. Man ist voneinander abhängig wie man sich auch gegenseitig braucht. Das es auf Grund unterschiedlicher Sichtweisen zu Reibung kommt ist normal. Wenn Menschen sich begegnen, miteinander in Kommunikation stehen gibt es auch Reibung.

Problematisch wird es jedoch wenn sich eine Kluft zwischen der Community und der Gesellschaft abzeichnet bzw. gebildet hat mit der Folge das sich für den Einen oder den Anderen Nachteile daraus ergeben. Diese können nur fühlbar sein oder sich ganz Real im persönlichen Alltag des Einzelnen niederschlagen und sein alltägliches Leben beinträchtigen. Das es soweit gekommen ist kann viele Ursachen haben. Vorurteile, mangelnde bzw. Fehl Information, fehlendes Wissen, alte Bilder die nicht mehr dem heutigen Bild entsprechen etc. Was sich wie ein roter Faden durch diese entstandene Kluft zieht ist: Entweder man kommuniziert überhaupt nicht oder nicht mehr miteinander oder aber man kommuniziert miteinander aneinander vorbei.

Die Frage nach einer Lösung wie man diese Kluft überbrücken oder gar schließen kann  stellt sich spätestens dann wenn die Nachteile für den Einen wie den Anderen überhand nehmen bzw. in Aktionen ihren Ausdruck finden die als unangemessen, überzogen und an der Sache vorbei gehend wahrgenommen werden. Die Subjektivität solcher Wahrnehmung, Empfindung ist Realität geworden, da sich ihre Auswirkungen im Alltag des Einzeln niederschlagen und nicht selten dessen Lebensqualität beeinträchtigen.

Um beide, die Community und die Gesellschaft, wieder an einen Tisch zu bringen müssen sich beide, um die Ursachen dieser Kluft, diesen Kommunikations Breakdown, möglicherweise hat auch bis dato eine Kommunikation über bestimmte Sachverhalte, Situationen noch nie stattgefunden, dieser Kluft nicht nur gewahr sein sondern Lösungen finden die zum einen die bestehenden Probleme für den Anderen klar verständlich transportieren und Lösungen -  Konzepte – Neue Bilder entwickeln um eine zukünftige Kluft nicht wieder entstehen zu lassen mit dem Ziel das sich für die Community wie für die Gesellschaft die Lebensqualität, Atmosphäre verbessert.

Das dies ein Prozeß ist der nicht mal so über Nacht zu bewerkstelligen ist liegt auf der Hand. Ebenso liegt es auf der Hand das man nicht dem Anspruch verfallen darf, das der Eine oder der Andere glaubt den Königsweg nun gefunden zu haben und den der Andere nun gefälligst anzunehmen hat und beschreiten muß.

Macht man hingegen gar nichts, läßt alles beim Alten und lamentiert stattdessen nur wie schlimm doch alles ist und wie schön es doch wär wenn sich endlich was ändern würde, nun auch das liegt auf der Hand. Die Kluft wird breiter und die Probleme werden zunehmen. Da brauchts keine Kassandra dazu – nur ein bischen Menschenverstand.

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Eine Sängerin, eine Verhaftung und Gras das nicht unhinterfragt wachsen soll

Ach, man muß ihn einfach lieb haben, unseren Bundessozialen Minister Olaf Scholz. Auf der Websinde des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vekündet er doch voller Stolz und im Bewußtsein seiner sozialen Verantwortung für alle Menschen die in diesem unseren Lande leben und in Not geraten, das sie dennoch ein menschenwürdiges Leben führen können.

“Wer dies nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, erhält Sozialhilfe. Sozialhilfe ist kein Almosen für die betroffenen Menschen, sondern eine gesetzlich verankerte Unterstützung für ein menschenwürdiges Dasein. Sozialhilfe soll nicht nur Armut verhindern, sondern dem Empfänger eine Lebensführung ermöglichen, die der Würde des Menschen ent­spricht. Sie – die Sozialhilfe – ist eine Hilfe der Gemeinschaft für Jeden.”

Da paßt es doch unserem Sozialen Minister Olaf Scholz vortrefflich ins Konzept, das die Europäische Kommission das Jahr 2010 zum “Europäischen Jahr der Armutsbekämpfung und des Kampfes gegen soziale Ausgrenzung” ernannt und alle Mitgliedsländer der EU zum heldenhaften Kampf  gegen Armut und soziale Ausgrenzung ausgerufen hat.

mutDas BMAS, als nationale Durchführungsstelle, wird – frisch gestärkt und mit Neuem Mut im Juli 2009 dazu aufrufen, Vorschläge für Projekte und Aktionen einzureichen, die soziale Teilhabe fördern. Gut, vielleicht nicht gerade im Juli, ist doch da grad Sommerpause, aber danach, also nach der Sommerpause, also ich meine nach der Bundestagswahl . . . . . dann wird alles anders. Und besser. Versprochen!

Ich seh schon ich komme ins Schwärmen – also zurück in die Gegenwart.

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Du mußt Loslassen Alter. Merkst Du nicht das Du dir mit dem was Du tust, denkst, nimmst, nur selbst schadest, das Du dir nicht gut tust? Ja sagte ich, Du hast ja recht, aber wie mach ich das “Loslassen”?

Um loszulassen muß man sich mit allen Fasern seines Seins, mit Leib und Seele bewußt sein das man an etwas “festhält”. Und man kann nur das festhalten was man angenommen hat.

Über viele Jahre befand ich mich in einer Lebenssituation in der ich mir körperlich Schaden zufügte, mir nicht gut getan habe. Wie ich lebte so wollte ich “eigentlich” nicht leben. Es war wie mit Vollgas und angezogener Bremse gleichzeitg fahren. Mit der Zeit wurde aus der täglichen Routine eine Gewohnheit, der eine Eigendynamik innewohnte die ich irgendwann nicht mehr unter Kontrolle hatte und der ich hoffnungslos ausgeliefert war.

Täglich tun wir Dinge die wir mögen und nicht mögen. Es ist für jeden Menschen einfach und leicht mit ganzem Herzen “Ja” zu dem zu sagen was uns gut tut. Die Dinge die wir tun, mit denen wir uns nicht gut tun, mit denen wir uns Schaden zufügen, zu ihnen sagen wir nur selten höchst ungern “Ja”. Und wenn, dann sagen wir nur mit dem Verstand, “Ja”. “Ja ich weiß das das was ich tue nicht das Gelbe vom Ei ist, aber was soll ich machen. Ich weiß nicht wie ich diesen Kreislauf anhalten kann. Ich weiß nicht wie ich aus diesem Kreislauf herauskomme.”

Das Loslassen begann in dem Moment als ich mich zu dem was ich täglich praktizierte bewußt dazu bekannt habe und “Ja” sagte. Ohne wenn und aber. “Ja” ich weiß was ich tue, ich weiß das ich mir schade. Dazu stehe ich”.

Sich selbst mit Leib und Seele anzunehmen, ohne das man sich für sein Tun verurteilt ist der erste Schritt um Loslassen zu können. Erst wenn man sich gewahr ist das man an etwas festhält wird man in die Lage versetzt innezuhalten und “Nein” zu sagen, loszulassen.

Im Englischen gibt es den Ausdruck “You have to hit bottom first, to let go.”Übersetzt heißt er “Du mußt erst auf den Boden aufschlagen, es muß erst in der Seele weh tun, um loszulassen.

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